Nobody 2

Bob Odenkirk in Nobody © 2021 Universal Pictures

Quelle: David Leitch Instagram

Es ist immer wieder interessant, wenn Schauspieler gegen ihr etabliertes Image spielen. Wer hätte sich "King of Queens"-Star Kevin James als brutalen Anführer einer Neonazi-Gang vorgestellt, den er vorletztes Jahr in Becky verkörpert hat. Oder Comedy-Star Vince Vaughn als Gangsterboss in "True Detective" oder als brutalen Schläger in Brawl in Cell Block 99? Beide waren sehr überzeugend in ihren Rollen. Nicht schlecht gestaunt habe ich auch letztes Jahr, als ich "Better Call Saul"-Darsteller Bob Odenkirk, hauptsächlich für seine humorvollen Rollen bekannt, als effiziente Killermaschine in Nobody gesehen habe. Nobody folgt dem altbekannten und bewährten Muster, dass ein Durchschnittsbürger eine düstere Vergangenheit und ungeahnte Talente hat, von denen seine Familie nichts ahnt, bis sie in einer Notsituation gefordert werden.

Der Plot von Nobody erfindet das Rad nicht neu, doch der wahre Coup des Films war die Besetzung von Odenkirk, dem man einen Büroangestellten-Loser wunderbar abkauft, bevor er dann genauso überzeugend zu John Wick mutiert. Der Vergleich kommt übrigens nicht von ungefähr, denn John-Wick-Autor Derek Kolstad auch schrieb das Drehbuch zu Nobody und David Leitch, Co-Regisseur des ersten John-Wick-Films produzierte den Streifen. Regie führte Ilya Naishuller, dessen innovativer Actioner Hardcore zu den unterschätzten Filmen der letzten Jahre gehört.

Nobody war einer der ersten Filme, die ich nach dem siebenmonatigen Lockdown letztes Jahr im Kino gesehen habe und die großartige Actionchoreografie (die Busszene vor allem!), Odenkirks glaubwürdiger Auftritt als Durchschnittstyp und Profikiller in einem und eine Badass-Rolle für Zurück-in-die-Zukunft-Star Christopher Lloyd als Vater von Odenkirks Figur Hutch machten Nobody zu einem der unterhaltsamsten Filme, die ich letztes Jahr gesehen habe, absolut gleichauf mit der John-Wick-Trilogie.

Bereits kurz nach dem US-Start des Films haben sowohl der Regisseur als auch der Drehbuchautor angedeutet, dass ein zweiter Teil geplant sei. Noch im April 2021 erklärte Kolstad, er habe bereits eine gute Idee für die Eröffnungsszene von Nobody 2 und einzige Zeit später verriet Naishuller, dass Connie Nielsen, die im Film Hutchs Ehefrau verkörpert, im Sequel auch bei der Action mitmischen würde.

Nobody 2 hatte bis zuletzt noch nicht offiziell grünes Licht von Universal erhalten, doch Odenkirk verriet im Februar, dass die Fortsetzung geschrieben wird und er guter Dinge sei. Jetzt hat Produzent David Leitch über Instagram Behind-the-Scenes-Fotos vom ersten Film veröffentlicht und kommentiert, dass er es kaum abwarten kann, bei Nobody 2 mehr Chaos zu stiften. Das klingt für mich nach einer Bestätigung, dass das Sequel konkreter wird. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen und kann mir vorstellen, dass die Fortsetzung beim Einspielergebnis deutlich zulegen wird, da viele den Film erst später im Heimkino entdeckt haben. Ähnlich verhielt es sich ja auch bei John Wick, dessen Einnahmen sich von Teil zu Teil deutlich steigern konnten.

 

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