Amanda Seyfried und Meryl Streep haben große Lust auf Mamma Mia! 3

Amanda Seyfried und Meryl Streep in Mamma Mia! Here We Go Again © 2018 Universal Pictures

Quelle: Vogue

Mit Barbie und Oppenheimer starteten im Juli zwei der größten Hits des Jahres weltweit am selben Tag. Dennoch standen sich die beiden grundverschiedenen Filme überhaupt nicht im Weg, sondern befeuerten sogar den gegenseitigen Erfolg durch ihren Kontrast. Das Barbenheimer-Meme war geboren und übertrug sich vom Internet in die reale Welt.

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Auch wenn der Barbenheimer-Hype präzedenzlos war, war es nicht das erste Mal, dass ein düsteres Epos von Christopher Nolan und ein federleichter, sommerlicher Spaßfilm mit Frauen als Zielpublikum am selben Tag gestartet sind und jeweils sehr erfolgreich waren. Die gleiche Situation gab es schon ziemlich genau 15 Jahre zuvor, als The Dark Knight und Mamma Mia! in die Kinos kamen. Damals triumphierte Nolan an den Kinokassen, doch auch Mamma Mia! war ein rauschender Erfolg und ist bis heute das umsatzstärkste Musical aller Zeiten, das nicht aus dem Hause Disney stammt. Fast $700 Mio spielte der Film weltweit ein. In Großbritannien löste er sogar Titanic nach zehn Jahren als erfolgreichsten Film aller Zeiten ab und in Deutschland schlug er The Dark Knight mühelos mit 4,3 Millionen verkauften Tickets.

Mamma Mia! basierte auf dem gleichnamigen ABBA-Musical, sodass er natürlich bereits den Vorteil einer riesigen Fangemeinde hatte, als er in die Kinos kam. Zehn Jahre nach dem ersten Film kam der Nachfolger Mamma Mia! Here We Go Again, der zum Teil die Vorgeschichte von Donnas jungen Jahren erzählte und zum Teil nach dem ersten Film sielte. Originalstar Meryl Streep spielte in Here We Go Again nur noch eine kleine Rolle, da ihr Charakter vor den Ereignissen des Films gestorben ist. Dafür stahl Lily James als junge Donna im Sequel allen die Show und war für mich auch der Hauptgrund, weshalb ich den zweiten Film mindestens genauso gut fand wie den ersten. Den Erfolg des Vorgängers konnte Mamma Mia! Here We Go Again nicht ganz wiederholen, war aber mit mehr als $400 Mio ebenfalls sehr profitabel.

Fünf Jahre sind seit dem zweiten Film vergangen und Produzentin Judy Craymer, die auch das Bühnen-Musical auf die Beine gestellt hatte, erklärte vor wenigen Monaten, dass sie sich die Filmreihe immer als Trilogie vorgestellt habe und vorhabe, Meryl Streep als Donna im dritten Film zurückzubringen. Wie genau, hat sie nicht verraten.

Nun haben sich Streep und ihre Filmtochter Amanda Seyfried in einem Artikel der Zeitschrift Vogue, der auf die ersten beiden Filme anlässlichen ihres 15. bzw. 5. Jubiläums zurückblickt, zu einem möglichen dritten Teil geäußert. Streep erklärte großes Interesse an einer Fortsetzung und hat sogar schon einige Ideen, wie man Donna zurückbringen könnte: (aus dem Englischen)

Ich bin für alles zu haben. Ich müsste eine Kniespiegelung vor den Dreharbeiten ansetzen, aber wenn es eine Idee gibt, die mir gefällt, bin ich absolut dabei. Ich habe (der Produzentin) Judy Craymer gesagt, dass wenn ihr ein Weg einfällt, wie Donna wiedergeboren werden kann, hätte ich daran Interesse. Oder es könnte wie in einer dieser Seifenopern sein, in der Donna zurückkehrt und enthüllt, dass es ihre Zwillingsschwester war, die gestorben ist. Wir müssten den Film vermutlich Grand-Mamma Mia! nennen, wenn wir ihn endlich drehen.

Auch Seyfried möchte einen dritten Film, glaubt aber, das Geld das größte Problem bei Mamma Mia! 3 werden könnte: (aus dem Englischen)

Niemand sagt nein, aber niemand sagt auch ja. Die Entscheider können sich uns vermutlich nicht leisten, um ehrlich zu sein. Ich sage es ungerne, weil ich Mamma Mia! auch kostenlos machen würde – natürlich würde ich das – aber das ist nicht das Geschäft, in dem wir uns befinden. Fair ist fair und ich denke, dass der dritte Film von etwas Blödem abhängen wird, ob Universal das Geld zahlen will oder nicht.

Das würde mich wundern, wenn so groß wie die Ensembles der ersten beiden Filme warne, sie kosteten dennoch jeweils "nur" $52 Mio und 75 Mio und spielten zusammengerechnet mehr als eine Milliarde weltweit ein. Sogar wenn die Kosten weiter steigen sollten, würde Universal sie vermutlich liebend gerne in diese kommerziell recht sichere Nummer investieren. Universal-Vorsitzende Donna Langley meinte dazu nur kryptisch:

Universal würde sehr gerne einen dritten Film machen. Ich belasse es dabei.

Vielleicht könnte Mamma Mia! 3 ja pünktlich zum 20. Jubiläum des ersten Films 2028 in die Kinos kommen. Hättet Ihr Interesse?

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