Macbeth Denzel Washington

Links: Frances McDormand in Three Billboards Outside Ebbing, Missouri © 2017 Fox Searchlight Pictures
Mitte: Denzel Washington in Fences © 2016 Parampunt Pictures
Rechts: Brendan Gleeson in "Mr. Mercedes" © 2017 Audience

Quelle: Collider

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Vier Jahre nach der vermutlich besten modernen Verfilmung von William Shakespeares "Macbeth" mit Michael Fassbender und Marion Cotillard als das titelgebende Ehepaar nimmt sich Kultregisseur Joel Coen der Tragödie an und möchte ihr mit seiner Adaption einen neuen Anstrich verpassen – und dieser wird sicherlich für einige hochgezogene Augenbrauen sorgen.

Der zweifache Oscargewinner und Schauspieltitan Denzel Washington wurde in der Hauptrolle als schottischer General Macbeth besetzt, der von drei Hexen davon überzeugt wird, dass er dazu bestimmt ist, der König von Schottland zu werden. Die ebenfalls zweifach oscarprämierte Schauspielerin und Coens Ehefrau Frances McDormand wird seine manipulative Ehefrau, Lady Macbeth, verkörpern. McDormand war in Vergangenheit schon in vielen Filmen der Coen-Brüder zu sehen. Macbeth ist jedoch der erste Alleingang von Joel Coen, der auch das Drehbuch geschrieben hat.

Neu im Gespräch ist außerdem Brendan Gleeson (Brügge sehen…und sterben?) als König Duncan, der von Macbeth hinterlistig ermordet wird. Allerdings ist Gleesons Vertrag noch nicht unter Dach und Fach, da es noch Bedenken gibt, dass der Dreh sich mit dem der Miniserie "A Higher Loyalty" überschneiden könnte, in der Gleeson Donald Trump spielen wird. Die Dreharbeiten zu Macbeth sollen Anfang nächsten Jahres anlaufen. Ob sich der Film an Shakespeares Text halten wird, ist noch nicht bekannt.

Hinter dem Film stecken der renommierte Scott Rudin, der schon True Grit und No Country for Old Men von den Coens produzierte, sowie das Independent-Studio A24, das uns u. a. Filme wie Lady Bird und Moonlight brachte. Es ist also ein absolutes Prestigeprojekt, das es ganz klar auf die Oscars abzielen wird. Die Besetzung von Washington als Macbeth wird sicherlich noch vor Gesprächsstoff sorgen, doch andererseits wird Coens Film sicherlich keine sehr traditionelle Adaption der Vorlage sein. Diese gab es ja erst kürzlich schon.