Limitless Trailer

Quellen: CBS, Deadline

Ich werde gerne positiv überrascht und Neil Burgers Ohne Limit hat es als wendungsreicher, spannender und vom Anfang bis zum Ende (trotz mangelhafter Logik) verdammt unterhaltsamer Thriller bereits 2011 geschafft und es sieht ganz so aus, als würde Ohne Limit mich zum zweiten Mal überraschen, nur diesmal als Serie. Als in der Flut von Film-zu-Serie-Adaptionen letztes Jahr angekündigt wurde, dass auch aus Ohne Limit eine Fernsehserie werden soll, machte ich keinen Hehl aus meiner Ablehnung gegenüber der Idee, insbesondere da die erste Plotbeschreibung nach einem weiteren durchschnittlichen Procedural klang, in dem die Hauptfigur schwere Fälle fürs FBI läsen sollte – “The Mentalist” auf Drogen sozusagen. Dass die Serie auch von der Procedural-Hochburg CBS produziert wurde, machte mir nicht gerade Hoffnung.

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Doch diesen Monat wendete sich das Blatt und nun sieht “Limitless” (wie der Film im Original und die Serie heißen) sieht tatsächlich nach einer der interessantesten Serienadaptionen, die in letzter Zeit an den Start gingen. Ein Grund dafür ist, dass hier nicht einfach die Grundidee genommen und wiederverwertet wird, sondern dass die Serie eine direkte Fortsetzung des Kinofilms ist. Zu meiner großen Überraschung wurde nämlich bekannt, dass Bradley Cooper, der die Serie produziert, darin auch eine wiederkehrende Rolle als Eddie Mora, seine Figur aus dem Film, spielen wird. Er wird zu einer Art Mentor für die neue Hauptfigur, hat aber auch eigene, undurchsichtige Pläne. Cooper wird in der von Marc Webb (The Amazing Spider-Man) inszenierten Pilotfolge auftreten und auch im weiteren Verlauf der Serie, insofern ihm seit voller Zeitplan dies erlauben wird.

Coopers Karriere begann im Fernsehen mit einer kurzen Rolle bei “Sex and the City” und später als Stammdarsteller in J.J. Abrams’ “Alias – Die Agentin”. Seitdem ist Cooper jedoch sehr weit gekommen und gehört mittlerweile zu den größten Stars Hollywoods. Drei Oscarnominierungen in Folge erntete er in den letzten drei Jahren und spielte in großen Kinohits wie American Sniper, American Hustle, Guardians of the Galaxy und der Hangover-Trilogie mit. Niemals hätte ich erwartet, dass er sich tatsächlich darauf “herablässt”, in einer TV-Serie zu einem seiner kleineren Hits vor dem Durchbruch als ernsthafter Schauspieler blicken zu lassen und umso mehr habe ich dafür nun Respekt. Da Cooper als Produzent natürlich an “Limitless” beteiligt ist, liegt ihm auch was daran, dass die Serie ein Erfolg wird und ich bin sicher, dass seine Präsenz im kürzlich veröffentlichten Trailer das Interesse der Zuschauer erheblich steigern wird. Auch wenn seine Rolle vermutlich nicht groß ausfallen wird, wette ich, dass CBS ihn wie einen Hauptdarsteller vermarkten wird.

Apropos Trailer – unten findet Ihr die erste Vorschau auf die Serie, in der Jake McDorman (“Manhattan Love Story”) die eigentliche Hauptrolle spielt und die zumindest auf den ersten Blick ähnlich viel Spaß zu machen scheint, wie schon die Filmvorlage. McDorman war übrigens an der Seite von Bradley Cooper im Megahit American Sniper zu sehen. Ein weiterer Pluspunkt: “Dexter”-Star Jennifer Carpenter ist ebenfalls dabei.

Im Mittelpunkt der Serie steht Brian Finch (McDorman), der ebenfalls die unglaubliche Wirkung der Wunderdroge NZT entdeckt, die 100% seines Gehirns aktiviert und ihm ungekannte mentale Fähigkeiten verleiht. Das FBI wird auf ihn angesetzt und zwingt ihn dazu, ihnen bei der Lösung von besonders kniffligen Fällen zu helfen. Was das FBI jedoch nicht weiß, ist, dass Brian auch in einer geheimen Verbindung mit Senator Edward Mora, gespielt von Bradley Cooper, steht, dem ersten Nutzer von NZT, der nun ein Präsidentschaftskandidat ist und eigene Pläne für seinen Protegé hat.

Ob die Serie letztlich was werden wird, oder ob es einfach ein sehr gut zusammengeschnittener Trailer zu einem mittelmäßigen Procedural ist, wird sich noch zeigen, doch für den Moment ist mein Interesse auf jeden Fall deutlich gestiegen und ich werde entgegen meiner früheren Einstellung der Serie eine Chance geben. Unter all den Film-zu-Serie-Adaptionen muss ja die eine oder andere gute dabei sein.