John Wick: Kapitel 4 legt einen massiven Start an den Kinokassen hin

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John Wick Kapitel 4 Einspiel

Keanu Reeves in John Wick: Kapitel 4 © 2023 Lionsgate

Quellen: Insidekino, Boxofficemojo, Deadline

Der massive Hype war im Vorfeld spürbar und weder die fast dreistündige Laufzeit, die die Anzahl der Vorstellungen pro Kinosaal am Tag begrenzt, noch die hohe Altersfreigabe konnten John Wick: Kapitel 4 vergangenes Wochenende davon abhalten, mit einem neuen Franchise-Rekord an den Kinokassen loszulegen. Damit ist John Wick eins der wenigen Franchises, die ihre Einnahmen mit jedem der ersten vier Filme verbessern konnten. Nachfolgend werde ich detailliert schildern, wie die vierte Ballerorgie mit Keanu Reeves in Deutschland, Nordamerika und im Rest der Welt abgeschnitten hat.

In den USA und in Kanada spielte Kapitel 4 in den ersten drei Tagen $73,5 Mio von 3855 Kinos ein und erzielte einen fantastischen Schnitt von $19072 pro Spielstätte. Von seinem Startergebnis nahm der Streifen $8,9 Mio in Previews am Donnerstag ein. Es war das umsatzstärkste Startwochenende für einen Film mit R-Rating (Altersfreigabe ab 17 Jahren) seit Beginn der Pandemie und lag 29% vor dem Start des dritten Films, der $56,8 Mio in den ersten drei Tagen holte, sowie 142% vor dem Start des zweiten Kapitels. John Wick ist eins von nur neun Franchises in den letzten 40 Jahren, deren vierter Film auch den besten Start der Reihe in den USA erzielen konnte und nur bei fünf dieser Filmreihen startete jeder der ersten vier Filme erfolgreicher als der vorige.

Keiner der John-Wick-Filme war besonders frontlastig in den USA. Das bedeutet, dass sie nach dem Start nicht schnell zusammengebrochen sind, sondern solides Durchhaltevermögen in den Kinos bewiesen. Der dritte Film spielte $171 Mio in Nordamerika ein. Mit begeisterten Kritiken und extrem positiver Mundpropaganda sollte John Wick: Kapitel 4 in der Lage sein, als erster R-rated-Film seit Joker die $200-Mio-Marke in Nordamerika zu knacken.

In Deutschland trotze John Wick: Kapitel 4 der FSK-18-Altersfreigabe und lockte einschließlich der Mittwochs-Previews rund 467.000 Zuschauer in die Kinos. Auch hierzulande startete jeder Teil der Reihe besser al sein Vorgänger. Kapitel 4 erzielte inkl. Previews 42% mehr Besucher zum Start als Kapitel 3. Am reinen Wochenende von Donnerstag bis Sonntag sahen rund 412.000 Menschen den Film in den deutschen Kinos, sodass er auch das bislang besucherstärkste Startwochenende des Jahres für sich beanspruchen konnte, haarscharf vor Creed III. Außerdem war es der zehntbeste Start eines FSK-18-Films in Deutschland. Der Spitzenreiter dieser Statistik ist übrigens Hannibal, der als einziger FSK-18-Film in Deutschland mehr als eine Million Zuschauer zum Start erzielte. John Wick: Kapitel 4 hat gute Chancen, als erster Film ohne Jugendfreigabe seit Blade II vor über 20 Jahren 1,5 Millionen Besucher in Deutschland zu erreichen.

Auch in der restlichen Welt erzielte John Wick: Kapitel 4 Ergebnisse weit oberhalb seiner drei Vorgänger. Außerhalb von Nordamerika spielte der Film in der Startwochenende $64 Mio ein, sodass sein bisheriges weltweites Gesamtergebnis bereits bei $138 Mio liegt. In allen 71 Ländern, in denen der Film angelaufen ist, eroberte er den Spitzenplatz der Charts und die Starts lagen im Schnitt 73% vor John Wick: Kapitel 3. Den besten Start außerhalb von USA und Kanada legte Kapitel 4 in Großbritannien mit $6,7 Mio hin. Deutschland steuerte $5,5 Mio bei und Australien $4,7 Mio. Wegen bestehender Verträge wurde der Film als eine der ganz wenigen Hollywood-Produktionen seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs auch in Russland gestartet und nahm dort ordentliche $4,3 Mio zum Start ein.

Von den großen Märkten steht für John Wick: Kapitel 4 noch Japan aus. Der letzte Film nahm dort fast $5 Mio insgesamt ein. Da das neuste Sequel jedoch zum Teil in Japan spielt und auch japanische Darsteller im Cast hat, kann ich mir eine Steigerung vorstellen. Kapitel 3 nahm insgesamt rund $328 Mio weltweit ein. Das vierte Kapitel sehe ich aktuell bei mindestens $450 Mio, wobei ich auch nicht überrascht wäre, wenn er mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar einnimmt.