Quelle: Netflix

Bevor der Südkorea-Fieber Netflix-NutzerInnen gepackt hat, war die spanische Heist-Serie "Haus des Geldes" die unangefochtene Nummer 1 unter den internationalen Produktionen des Streamers. Der finale fünfte Teil der Serie zählte in den ersten vier Woche nach Veröffentlichung fast 800 Millionen gestreamte Stunden. Nur "Squid Game" und die vierte "Stranger Things"-Staffel kamen auf mehr. Trotz des Erfolgs wurde die Geschichte der waghalsigen Crew rund um den Professor, die im Laufe ihrer Überfälle viele Mitglieder verloren hat, nach fünf Teilen abgeschlossen.

Doch wer denkt, dass es das letzte Kapitel der "Haus des Geldes"-Geschichte war, irrt sich natürlich, denn einen solchen Erfolg lässt man nicht einfach ungenutzt zurück. Noch im Sommer startete bei Netflix das südkoreanische Remake der Originalserie mit dem Titel "Haus des Geldes: Korea". Viel interessanter für die Fans dürfte aber die für das nächste Jahr angekündigte Prequelserie über einen der beliebtesten, wenn auch moralisch fragwürdigsten Charaktere der Serie sein: Berlin alias Andrés de Fonollosa, gespielt von Pedro Alonso.

Als die Macher den Charakter geschrieben haben, konnten sie kaum ahnen, wie gut der narzisstische, skrupellose und charismatische Juwelendieb bei den Zuschauern ankommen würde. Sonst hätten sie ihn vielleicht nicht als todkrank geschrieben und ihn im zweiten Teil der Serie sterben lassen. Es ist das Jigsaw-Dilemma: Im ersten Saw wurde der von Tobin Bell gespielte John Kramer alias Jigsaw bereits als todkrank eingeführt. Damals konnte man auch nicht ahnen, dass er zum Erfolgsgeheimnis der Reihe werden würde. Also schrieb man sich in eine Sackgasse, als man ihn im dritten Film sterben lassen musste. Danach trat er jedoch weiterhin regelmäßig in Flashbacks auf, wie auch Berlin im dritten "Haus des Geldes"-Teil. Doch das war noch nicht genug und es gab eine bessere Lösung: ein Prequel! Schließlich hatte de Fonollosa noch vor "Haus des Geldes" eine erfolgreiche Verbrecherkarriere als berüchtigter Juwelendieb, von der noch Einiges erzählt werden kann.

"Berlin" wird nächstes Jahr bei Netflix zu sehen sein und unten gibt es schon mal den ersten Ankündigungsteaser, der uns noch andere Charaktere neben Alonsos de Fonollosa vorstellt:

Tristán Ulloa spielt Berlins Vertrauten und philanthropischen Professor Damián, Michelle Jenner spielt die Elektronik-Spezialistin Keila; Begoña Vargas verkörpert die wagemutige und labile Cameron; Julio Peña Fernández spielt den hingebungsvollen Roi; und Joel Sánchez verkörpert Bruce, einen Mann der Tat.

Die Dreharbeiten zum Prequel haben vor wenigen Tagen in Madrid begonnen. Ob weitere Darsteller aus der Originalserie, wie beispielsweise Álvaro Morte als Berlins Halbbruder und "Haus des Geldes"-Mastermind Professor, darin auftreten werden, ist noch nicht bekannt.