Hänsel und Gretel TV Serie

© Paramount Pictures

Quelle: Bloody Disgusting

Als Hänsel & Gretel: Hexenjäger 2013 in die Kinos kam, schoss er in die Bestenlisten der renommierten Filmkritiker geschossen ist, revolutionierte die Kunst des Filmemachens und brachte den Weltfrieden. So mehr oder weniger.

Über diese Kleinigkeiten kann man sich streiten, doch Hänsel und Gretel war auf jeden Fall ein netter, blutiger, spaßiger Quatsch. Dead-Snow-Regisseur Tommy Wirkola setzte seinem englischsprachigen Filmdebüt den gleichen abgedrehten Humor zu wie schon seinen schwedischen Filmen über Nazi-Zombies. Jeremy Renner und Gemma Arterton glänzten als titelgebende Geschwister und an den Kinokassen schlug der Streifen überraschend ein. Ein Sequel wurde schnell bewilligt, fand einen neuen Regisseur und sogar schon einen Titel, bevor Paramount doch die Bremse zog. Wenn ich raten dürfte, würde ich vermuten, dass der volle Terminkalender von Jeremy Renner die Fortsetzung verhindert hat. Wenn der gute Mann nicht einmal Zeit für Mission: Impossible 6 hat, ist er vermutlich nicht so scharf darauf, als Hänsel zurückzukehren.

Sobald das Sequel vom Tisch war, begann Paramount unverzüglich mit der Entwicklung einer TV-Serie zum Film, weil man es heutzutage eben so macht. Es ist schon fast zwei Jahre her, als wir zuletzt von dieser geplanten Serie hörten doch scheinbar ist sie immer noch ein Anliegen, wie Tommy Wirkola jetzt in einem ausführlichen Interview mit Bloody Disgusting verraten hat. Wirkola erklärte, dass die Hauptrollen der Serie neu besetzt werden würden – falls irgendjemand ernsthaft geglaubt hat, Jeremy Renner würde bei einer "Hänsel und Gretel"-Serie mitmachen. Was jedoch laut Wirkola gleich bleiben soll, ist das Gewaltniveau der Vorlage. Auch die Serie soll einem R-rated-Film entsprechen: (aus dem Englischen)

Ich hatte eine Idee für den Plot des Sequels, also habe ich den ersten Entwurf geschrieben, aber daNn war es das auch für mich. So weit ich gehört habe, ist das Sequel ziemlich tot, aber was wir jetzt machen, ist, dass ich gemeinsam mit den Produzenten Kevin Messick und Adam McKay eine TV-Serie entwickle, gemeinsam mit Paramount und MGM, die den Film finanzierten. Mark Verheiden schreibt die Pilotfolge momentan. Mark ist natürlich ein namhafter Autor, der zuletzt an "Daredevil" und "Ash vs. Evil Dead" gearbeitet hat. Wir hoffen, die Serie bald Fernsehsendern vorstellen zu können.

Ich werde an dem gesamten Prozess beteiligt sein und ich werde die Pilotfolge inszenieren. Ich denke, dass die Idee sehr gut ins Fernsehen passt, einfach von der Natur der Geschichte her. Man kann an viele verschiedene Orte gehen, etwas herumspielen. Es ist aufregend, wir schreiben gerade den Piloten und es macht uns Spaß.

De Hauptrollen werden neu besetzt werden, also wird es ein Reboot an dieser Front, aber sowohl Paramount als auch MGM unterstützen uns und ermuntern uns dazu, mehr zu wagen und die Serie auf jeden Fall R-rated zu belassen. Sogar als ich deN Film gemacht habe, gaB es einige Grenzen, wie weit wir gehen durften, aber jetzt lassen sie uns freie Hand. Wir werden sehen, aber bislang haben sie uns sehr dabei unterstützt.

Wirkola veriet auch, dass die titelgebenden Charaktere nicht nur Hexen in der Serie jagen werden:

Ich denke, es ist nur natürlich, dass es in dieser Welt viele verschiedene übernatürliche Geschöpfe und Fabelwesen gibt. Es ist eine Märchenwelt, in der wir uns befinden, und es gibt keine Grenzen dessen, was wir uns einfallen lassen können.

Ich gebe es zu, Hänsel & Gretel: Hexenjäger würde tatsächlich sehr gut ins Serienformat passen. Im Prinzip wäre es dann "Supernatural" im Mittelalter und etwas brutaler, oder? "Ash vs. Evil Dead"-Sender Starz wäre eigentlich sehr gut geeignet für die Serie. Dennoch bin ich etwas enttäuscht, das wir keine Fortsetzung mit Renner und Arterton bekommen werden.