Es Directors Cut

© 2017 Warner Bros. Pictures

Quelle: Yahoo! Movies

Ihr habt es ja vielleicht schon mitbekommen, dass Ende des Monats irgend so ein Film über ein paar Kinder und einen bösen Clown in unsere Kinos kommen wird. Dinge gibt’s…

Sarkasmus beiseite, es ist aktuell wirklich schwer, sich dem Hype der Stephen-King-Verfilmung Es zu entziehen. King ist zwar seit den Siebzigern ein immens erfolgreicher Schriftsteller, dessen Name synonym mit Horror gesetzt wird, doch vermutlich war sein Name noch nie so präsent in den Medien wie jetzt. Es bricht aktuell an den US-Kinokassen alle Rekorde für einen Horrorfilm und steuert auf ein Gesamteinspiel von mehr als $300 Mio alleine in Nordamerika zu. Es ist vermutlich das größte Horror-Event, das seit William Friedkins Der Exorzist in die Kinos kam und der Hype hat Deutschland auch schon längst erreicht. In unsere Kinos wird Pennywise, der tanzende Clown am 28. September kommen, doch deutschlandweit feiert er bereits als Eröffnungsfilm des 31. Fantasy Filmfests Premiere. Ich freue mich schon darauf, ihn in diesem Rahmen kommende Woche bereits zum dritten Mal im Kino zu sehen. Wie groß die Nachfrage ist, zeigte sich, als die Kölner FFF-Vorstellung innerhalb weniger Minuten ausverkauft wurde.

Ja, Es ist ein Phänomen und beim Ausblick auf das Sequel kann man die Dollarzeichen in den Augen der Verantwortlichen bei Warner Bros. förmlich sehen. Dieses kommt jedoch erst frühestens 2019 in die Kinos. Um den Hunger der Fans ein wenig zu stillen, bat Warner Regisseur Andy Muschietti jetzt darum, für die Heimkinoveröffentlichung des Films einen Director’s Cut anzufertigen. Dabei handelt es sich tatsächlich um die präferierte Fassung des Regisseurs und nicht bloß um eine Langfassung. Wie Muschietti in einem Interview verraten hat, war seine ursprüngliche Filmfassung länger, doch er musste sie auf 135 Minuten runterkürzen (was für einen Horrorfilm sowieso schon recht lang ist). Angesichts des großen Erfolgs des Films, spürte man bei Warner jetzt natürlich die Gelegenheit, den Fans einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, sich den Film nach Hause zu holen.

Laut Muschietti wird der Director’s Cut etwa 15 Minuten an neuem Material enthalten, das für die Hardcore-Fans ist. Allerdings sollten sich Gore-Fanatiker keine allzu großen Hoffnungen auf eine brutalere FSK18-Fassung machen (nicht dass der Film überhaupt eine nötig hat). Es klingt so, als würden die neuen Szenen vor allem den Club der Verlierer betreffen. Aus meiner Sicht ein absoluter Pluspunkt, denn, wie ich schon in meiner Rezension erklärten, sind die Kinder das Highlight des Films.

Muschietti erzählte von zwei Szenen, die es nicht in den finalen Film geschafft haben, jedoch in der längeren Fassung zu finden sein werden: (aus dem Englischen)

Nach dem Spukwettbewerb, eskaliert es in etwas, das wirklich schräg ist und eigentlich irrelevant für die Szene, aber es ist so lustig. Jack Grazer, der Eddie spielt, macht etwas ganz Verrücktes.

Eine weitere Szene betrifft Stans Bar Mitzva:

Es gibt eine großartige Szene, die Stanley Uris' Plot mit der Bar Mitzva abschließt, in der er eine unerwartete Rede hält, mit der er im Prinzip die Erwachsenen von Derry für die tödliche Geschichte der Stadt beschuldigt. Die Szene hat eine großartige Auflösung.

Ob auch Bill Skarsgårds Pennywise in den neuen Szenen zu sehen sein wird, ist unbekannt. In der aktuellen Kinofassung hat Pennywise gar nicht so viele Szenen, wie man nach dem Marketing vielleicht vermuten würde. Ich hoffe allerdings, dass der Director’s Cut nicht, wie vermehrt heutzutage, nur als digitale Version erscheinen wird.