Die Tribute von Panem – Mockingjay-Regisseur bereut die Aufteilung in zwei Filme

Jennifer Lawrence in Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 © 2015 Studiocanal/Lionsgate

Quelle: People

Neun Jahre nachdem der Kampf gegen das Kapitol gewonnen und der Frieden in Panem wiederhergestellt wurde, bringt uns das Prequel Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds & Snakes nächsten Monat in die dystopische Welt der Autorin Suzanne Collins zurück und erzählt die Geschichte des Aufstiegs des jungen Coriolanus Snow während der frühen Jahre der Hungerspiele.

ANZEIGE

Der neue Film kommt am 16. November in die deutschen Kinos und während vor der Kamera ausschließlich neue Gesichter zu sehen sind, kehrte Regisseur Francis Lawrence, der das Franchise ab dem zweiten Teil übernommen hatte, hinter der Kamera zurück. Die Romanvorlage von Suzanne Collins ist mit Abstand das längste Buch aus der "Panem"-Reihe und dementsprechend ist die Verfilmung mit einer mehr als zweieinhalbstündigen Laufzeit auch der längste Teil der Filmreihe. Für Francis Lawrence kam es jedoch nie in Frage, die Adaption in zwei Filme aufzuteilen wie seinerzeit beim dritten "Panem"-Roman "Flammender Zorn" (im Original: "Mockingjay").

In einem neuen Interview mit dem People-Magazin gab Lawrence zu, dass er die Aufsplittung rückblickend bereut: (aus dem Englischen)

Ich bereue es auf jeden Fall. Ich tue es wirklich. Ich bin nicht sicher, ob es allen so geht, aber ich bereue es definitiv.

Nachdem ich die Reaktionen und die Wut der Fans, Kritiker und Leute wegen der Aufteilung gehört und gespürt habe, wurde mir rückblickend klar, dass es frustrierend war. Und ich kann das verstehen. Wenn man bei einer Serienfolge einen Cliffhanger hat, muss man eine Woche lang warten oder man kann es einfach bingen und dann die nächsten Folgen sehen. Aber die Leute ein Jahr lang warten zu lassen, wirkte unaufrichtig, auch wenn es das nicht war.

Dennoch gab Lawrence zu, dass die Gesamtlaufzeit der beiden Mockingjay-Filme von mehr als vier Stunden es ihm ermöglicht hat, viele kleine Details aus dem Roman zu übernehmen.

Harry Potter trat den unsäglichen Trend los, das letzte Buch einer Fantasy- bzw. Young-Adult-Romanreihe als zwei Filme zu adaptieren. Bei der inhaltlichen Fülle von "Die Heiligtümer des Todes" ergab das vielleicht noch Sinn, doch bei Nachahmern wie Twilight und Die Tribute von Panem waren es offensichtliche Versuche, die ertragreichen Franchises länger am Leben zu erhalten und auch den letzten Dollar aus den Vorlagen zu quetschen. Denn ganz im Ernst: Man braucht keine zwei Filme um ein 390-seitiges Buch wie "Flammender Zorn" zu verfilmen. Mit der Die-Bestimmung-Filmreihe ging der Trend dann nach hinten los und der erste Teil der geplanten zweiteiligen Adaption des finalen Romans floppte so hart an den Kinokassen, dass der Abschlussfilm kurzerhand abgesagt wurde.

Bei Mockingjay hat die Aufteilung kommerziell nicht geschadet. Tatsächlich ist Die Tribute von Panem eine der wenigen Filmreihen, deren Besucherzahlen in Deutschland von Film zu Film kontinuierlich gestiegen sind. Das gelang weder Twilight noch Harry Potter. Beide Mockingjay-Filme haben hierzulande jeweils mehr als vier Millionen Kinotickets verkauft und spielten weltweit zusammengerechnet mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar ein. Nichtsdestotrotz lehnte Lawrence eine vergleichbare Herangehensweise an The Ballad of Songbirds & Snakes kategorisch ab, wie er erklärte:

Ich hätte nie zugelassen, das Buch in zwei Filme aufzuteilen. Es ist ein langes Buch, aber wir haben so viel Kritik von den Fans, den Kritikern, von allen für die Aufteilung von Mockingjay eingesteckt, dass ich meinte: "Auf gar keinen Fall. Ich mache einfach einen längeren Film."

Wie fandet Ihr die Aufteilung der Mockingjay-Filme?

Weitere Film- und Serien-News

Mehr zum Thema

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein