Die Passion Christi wird mit 4K-Restauriering wiederaufgeführt

Bevor seine privaten Skandale ihn in Ungnade stürzten, war Mel Gibson einer von Hollywoods größten Superstars. Als Max Rockatansky und Martin Riggs spielte er die Hauptrolle in zwei beliebten Action-Franchises, mit Was Frauen wollen und Signs – Zeichen bewies er, dass er nicht nur in Actionrollen ein großes Publikum in die Kinos locken kann, und mit Braveheart siegte er bei den Oscars. Doch der größte Triumph von Gibsons Karriere und zugleich sein kontroversester Film ist Die Passion Christi. Kein Hollywood-Studio wollte die Geschichte der letzten zwölf Stunden von Jesu Leben, die Gibson in all ihrer Schonungslosigkeit auf Aramäisch und Latein verfilmte, finanzieren. Also nahm der tiefgläubige Gibson 30 Millionen US-Dollar seines eigenen Geldes in die Hand und investierte sie in sein Herzensprojekt – und das entpuppte sich vermutlich als die klügste Entscheidung seines Lebens.

Als Die Passion Christi 2004 in die Kinos kam, mit exzessiver Gewalt und Anflügen von Antisemitismus für Schlagzeilen sorgte und ganze Gemeinden zum Kinobesuch mobilisierte, zeichnete sich schnell ab, dass Gibson einen Nerv getroffen hatte. Der Bibelfilm spielte weltweit rund 612 Millionen US-Dollar ein. In den USA blieb Die Passion Christi 20 Jahre lang der umsatzstärkste R-Rated-Film aller Zeiten, bis Deadpool & Wolverine ihn 2024 ablöste. Weil Gibson die Vertriebsrechte selbst behielt, verdiente er rund 300 bis 400 Millionen US-Dollar mit dem Film – vermutlich mehr als mit allen seinen anderen Filmen zusammen.

Zwölf Jahre nach der Veröffentlichung des Films kündigten Gibson und Braveheart-Autor Randall Wallace Pläne für ein Sequel an, das von der Wiederauferstehung Christi handeln würde. Es vergingen jedoch zehn weitere Jahre, bis die als Zweiteiler geplante Fortsetzung dieses Jahr endlich vor die Kameras ging. Beide Teile von Die Passion Christi: Auferstehung werden passenderweise an Christi Himmelfahrt 2027 (6. Mai) und 2028 (25. Mai) in die Kinos kommen. Die Rolle Jesu, die Jim Caviezel im Originalfilm verkörperte, wurde aus Altersgründen mit Jaakko Ohtonen neu besetzt.

ANZEIGE

Um die Zielgruppe auf die kommenden Fortsetzungen einzustimmen, wird Die Passion Christi diesen Herbst wiederaufgeführt. Zwischen dem 10. und dem 17. September wird der Film mit einem 4K-Remaster, Dolby-Atmos-Sound und einer exklusiven Vorschau auf den ersten Teil von Die Passion Christi: Auferstehung in US-amerikanischen Kinos zu sehen sein. Ob die Wiederaufführung auch nach Deutschland kommen wird, steht noch nicht fest. Hierzulande wurde Die Passion Christi bereits vor zwei Jahren zum 20. Jubiläum an Ostern wiederaufgeführt.

Würdet Ihr Euch Die Passion Christi noch einmal im Kino anschauen?

Quelle: Variety

Weitere Film- und Serien-News

Mehr zum Thema

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here