Die Klapperschlange: Zack Snyder verrät Details zu seinem retrofuturistischen Remake des Kultfilms

Obwohl nicht viele seiner Filme wirklich große Kassenhits waren, gab es im US-amerikanischen Genrekino der siebziger und achtziger Jahre kaum einen prägenderen Filmemacher als John Carpenter. Seine Einflüsse finden sich in vielen modernen Horrorfilmen und Thrillern wieder, derzeit beispielsweise in Adam Wingards Onslaught im Kino.

Doch Carpenters Vermächtnis beschränkt sich nicht nur auf Hommagen oder stilistische Nachahmer. Mehrere seiner Filme wie Assault – Anschlag bei Nacht, The Fog – Nebel des Grauens, Das Ding aus einer anderen Welt und natürlich Halloween wurden neu verfilmt oder fortgesetzt – mit gemischten Ergebnissen. Remakes zahlreicher anderer Carpenter-Filme wurden angekündigt, aber bislang nicht verwirklicht. Keines davon befindet sich bereits so lange in der Entwicklung wie eine neue Version des Kultfilms Die Klapperschlange (OT: Escape from New York). Bereits 2007 wurde ein Remake des Films erstmals angekündigt. Gerard Butler, der nach dem Überraschungserfolg 300 als neue Hoffnung des Actionkinos hoch im Kurs stand, war für die Hauptrolle des stoischen Kämpfers Snake Plissken vorgesehen, mit der Kurt Russell 1981 seinen Durchbruch feierte. Underworld-Macher Len Wiseman wurde als Regisseur angekündigt.

Daraus wurde jedoch nichts, ebenso wenig wie aus den vielen weiteren Versuchen. Wie die Remakes von The Crow und Highlander durchlief auch Die Klapperschlange zahlreiche Regie- und Autorenwechsel über fast zwei Jahrzehnte. Breck Eisner (The Crazies), Brett Ratner (Rush Hour), Robert Rodriguez (Sin City), Saw-Autor Leigh Whannell und "Luther"-Schöpfer Neil Cross bissen sich die Zähne am Remake aus und gaben irgendwann auf. Luc Bessons Produktionsfirma EuropaCorp plagiierte 2012 mit Lockout kurzerhand Carpenters Film und wurde dafür zu einer Entschädigungszahlung verurteilt. Das offizielle Remake stagnierte weiterhin. Das Regieteam Radio Silence (Scream VI) kam 2022 an Bord, um eine direkte Fortsetzung des Originals anstelle eines Remakes zu drehen, scheiterte jedoch ebenfalls daran, das Projekt auf die Beine zu stellen.

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Jetzt heißt es, neuer Filmemacher, neues Glück: Im Juni wurde Zack Snyder, dessen Spartanerepos 300 vor fast 20 Jahren Butler ins Gespräch für Snake Plissken brachte, als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent von Die Klapperschlange angekündigt. Carpenter wird als ausführender Produzent des Remakes fungieren, was bei ihm im Regelfall nur bedeutet, dass er den Scheck für die Rechte kassieren wird und sein Name im Abspann stehen darf.

Snyders Verpflichtung sorge außerhalb seiner treuen Anhängerschaft nicht nur für Jubelstürme. Viele Fans des rauen, düsteren Originals befürchteten eine hochstilisierte Hochglanzversion mit viel Pathos und Zeitlupe, aber wenig Substanz. Snyders letzte Projekte wie der Rebel-Moon-Zweiteiler erfüllten einen auch nicht unbedingt mit großer Zuversicht. Was Snyder jedoch kürzlich zum Remake in einem Podcast verriet, lässt ein wenig Hoffnung schöpfen. So soll Snyders Escape from New York der Vorlage treu bleiben und in einer alternativen Version des Jahres 1997 spielen. Dabei wird 1981, das Veröffentlichungsjahr des Originalfilms, als Ausgangspunkt genommen und 1997 als Zukunft daraus betrachtet: (aus dem Englischen)

Mein Ansatz ist – der Film wird 1997 spielen. Aus der Sicht von 1981. Der Krieg zwischen der US-amerikanischen Polizei und den Kriminellen wird am 9. Juli 1981 stattfinden, was der Starttermin des Originalfilms war. Der Rest ist mehr oder weniger wie Die Klapperschlange.

Das ist mal ein Film, der die perfekte Mischung aus Kitsch und Camp darstellt. Er hat einfach alles – genau deshalb liebe ich ihn. Aber er ist auch auf eine Art und Weise satirisch, die uns wirklich berührt. Wir können uns über die Regierung und all ihre Übergriffe – oder wie auch immer man es nennen will – äußern, die National Liberation Front of America, all das ist sehr… Das ist in den Schlagzeilen. In gewisser Weise ist es ziemlich aktuell.

Auf die Frage, ob er schon einen Schauspieler für Snake Plissken im Sinne habe, antwortete er vage "vielleicht" und wollte nicht verraten, ob es jemand sei, mit dem er bereits zusammengearbeitet habe. Allerdings fügte er hinzu:

Er sollte schon wie Snake aussehen, sonst mache ich nicht mit.

Außerdem enthüllte Snyder, dass Jeffrey Dean Morgan, der mit ihm an Watchmen und Batman v Superman: Dawn of Justice zusammengearbeitet hat, unbedingt eine Rolle in Escape from New York möchte, ob als Snake oder ein anderer Charakter:

Er spricht mich die ganze Zeit darauf an. Er ist der Beste. Ich liebe ihn. Er ist großartig.

Jemand, der sich schon vor einigen Jahren selbst aus dem Rennen für die Rolle genommen hat, ist Kurt Russells Sohn Wyatt Russell ("Monarch: Legacy of Monsters"), der die Übernahme der Kultrolle seines Vaters als potenziellen "Karriere-Selbstmord" bezeichnete.

Wie findet Ihr Zack Snyder als Regisseur einer Neuauflage von Die Klapperschlange und wen könntet Ihr Euch in der Hauptrolle vorstellen?

Quelle: Happy Sad Confused Podcast

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