Quelle: USA Network

Viele hochkarätige Filme, von denen einige sicherlich noch während des Oscar-Rennens von sich hören lassen werden, feierten zwischen dem 5. und dem 15. September Premiere im Rahmen des Toronto International Film Festivals (TIFF). Wie fast jedes große Filmfestival hat sich aber auch das TIFF an die modernen Trends angepasst und zeigte auch einzelne Folgen von sechs kommenden Serien als Erstaufführungen im Programm, darunter HBOs “Mrs. Fletcher” und die Facebook-Serie “Limetown” mit Jessica Biel.

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Eine Serie, die ich bereits seit ihrer Ankündigung fest im Blick habe und deren ersten zwei Episoden beim TIFF aufgeführt wurden, ist “Briarpatch”. Die erste Staffel der Anthologie-Serie basiert auf dem Roman “Dornbusch” von Ross Thomas aus dem Jahr 1984. Erschaffen wurde sie vom “Legion”-Autor Andy Greenwald und produziert vom “Mr. Robot”-Schöpfer Sam Esmail für den Sender USA Network. Diese beiden kreativen Köpfe alleine sind eigentlich Grund genug, die Serie im Auge zu behalten, doch spätestens die Besetzung der großartigen und leider zu selten gut eingesetzten Rosario Dawson (Sin City) in der Hauptrolle hat mein Interesse endgültig geweckt.

Dawson spielt in der Serie Allegra Dill, eine verbissene Ermittlerin, die in ihre schräge Heimatstadt in Texas zurückreist, um den Mord an ihrer Schwester aufzuklären. Korruption, Autobomben, entlaufende Zootiere und exzentrisches Kleinstadtvolk erwarten sie dort. Der Trailer zur Serie verspricht moderne Noir-Unterhaltung mit leichten Anklängen von David Lynchs “Twin Peaks”. Krimiserien gibt es zwar wie Sand am Meer, doch “Briarpatch” scheint aus der Masse herauszuragen. Von den Leuten hinter “Legion” und “Mr. Robot” würde ich aber auch nichts Anderes erwarten.

Jay R. Ferguson (“Mad Men”), Edi Gathegi (“The Blacklist”), Kim Dickens (“Fear the Walking Dead”), Brian Geraghty (“Chicago P.D.”), Alan Cumming (“Instinct”) und Ed Asner (“Dead to Me”) spielen weiterer Rollen in der Serie. Ana Lily Amirpour (A Girl Walks Home Alone at Night) inszenierte die Pilotfolge der Serie. Die erste Staffel enthält zehn Folgen und soll erst 2020 in den USA anlaufen. Die in Toronto gezeigten Folgen wurden zum Glück ziemlich positiv in der Kritik aufgenommen, wobei insbesondere Amirpours Regie und der schrullige Stil der Serie gelobt wurden.