Quelle: HBO

In einem historischen (und historisch dämlichen) Referendum haben im Juni 2016 51,9% der britischen Wähler für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union gestimmt. Am 29. März 2019 soll dieser sogenannte Brexit dann Wirklichkeit werden. Diese für viele Briten und andere Europäer schockierende Entwicklung wurde u. a. durch Verbreitung von falschen bzw. irreführenden Informationen und Versprechen seitens der "Vote Leave"-Kampagne erreicht. Im Oktober gingen in London mehr als 600.000 Menschen auf die Straßen, um eine Neuabstimmung zu fordern.

Eine filmische Aufarbeitung der Ereignisse, die zur Brexit-Wahl geführt hat, lässt auch nicht lange auf sich warten und wird noch vor dem endgültigen Vollzug des Austritts Premiere feiern. In der Channel 4/HBO-Co-Produktion Brexit spielt Benedict Cumberbatch den Chefstrategen und Leiter der "Vote Leave"-Kampagne Dominic Cummings. Rory Kinnear (James-Bond-Reihe) verkörpert Craig Oliver, den Kommunikationschef des ehemaligen Premierministers David Cameron, auf dessen Mist das Referendum überhaupt erst gewachsen ist. Auch politische Figuren wie UKIP-Vorsitzender Nigel Farage (Paul Ryan), ehemaliger Londoner Bürgermeister Boris Johnson (Richard Goulding) und Tory-Politiker Michael Gove (Oliver Maltman) treten in dem Film auf, der dem Hergang der Brexit-Abstimmung und ihrem Ergebnis auf den Grund geht.

In dem ersten Trailer zum Fernsehfilm ist Cumberbatch als Cummings mit müdem Blick und schütterem Haar kaum wiederzuerkennen. Allein der Vorschau nach zu urteilen, sieht der "Sherlock"-Darsteller mit seiner Performance einer weiteren Emmy-Nominierung entgegen.

In Großbritannien wird Brexit am 7. Januar auf Channel 4 Premiere feiern, in den USA wird HBO den TV-Film am 19. Januar ausstrahlen.