Verband der Kameraleute prämiert Roger Deakins für Blade Runner 2049

© 2017 Sony Pictures Germany

Quelle: American Society of Cinematographers

Roger Deakins gehört zu den bekanntesten, umjubeltsten und innovativsten Kameraleuten nicht nur seiner Generation, sondern vermutlich in der gesamten Geschichte des Kinos. Seit über 30 Jahren zaubert er atemberaubende Bilder auf die Leinwand und war u. a. für Filme wie Skyfall, No Country for Old Men, True Grit, Die Verurteilten, Jarhead und Sicario verantwortlich. Ohne seinen Beitrag wären diese Film einfach nicht die gleichen gewesen. Für seine Arbeit hat Deakins jede erdenkliche Anerkennung erhalten – lediglich der Oscar blieb ihm jedoch bislang verwehrt. Dreizehnmal wurde Deakins für den Goldjungen nominiert, ging jedoch jedes Mal leer aus. Die letzten drei Male zog er mit Prisoners, Unbroken und Sicario jeweils gegen Emmanuel Lubezki (für Gravity, Birdman und The Revenant) den Kürzeren.

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Mit seiner 14. Nominierung geht Deakins dieses Jahr jedoch als Favorit ins Rennen. Nicht nur, weil eine Auszeichnung für ihn verdammt überfällig ist (aber auch deshalb), sondern weil er in Blade Runner 2049 einige der bemerkenswertesten und im Gedächtnis bleibenden Aufnahmen des letzten Jahres erschaffen hat.

Das dachten auch die Mitglieder der American Society of Cinematographers (ASC), des US-Verbands von Kameraleuten. Sie zeichneten ihn kürzlich für Blade Runner 2049 aus. Es war sein vierter Preis von der ASC und seine 15. (!!) Nominierung in nur 32 Jahren der Auszeichnungen. Kein anderer Kameramann war häufiger als sechsmal von der ASC nominiert. Nur Lubezki hat mehr ASC Awards (5) gewonnen. Hoyte van Hoytema (Dunkirk), Bruno Delbonnel (Die dunkelste Stunde), Rachel Morrison (Mudbound) und Dan Laustsen (Shape of Water) waren seine Konkurrenten. Die gleichen vier sind auch bei den Oscars gegen ihn nominiert.

Die ASC-Auszeichnung alleine sagt noch nicht zwingend Deakins' Oscarerfolg voraus. Von den bisherigen 31 Gewinnern des Preises, wurden nur 13 mit dem Kamera-Oscar später prämiert. Letztes Jahr gewann beispielsweise Lion den ASC Award, La La Land nahm aber den Kamera-Oscar mit.

Allerdings gewann Deakins kürzlich auch den BAFTA Award, das britische Äquivalent zu den Oscars, für Blade Runner 2049. Es kam bislang nur achtmal vor, dass ein Film sowohl von der BAFTA als auch von der ASC für seine Kamera ausgezeichnet wurde. In sechs dieser Fälle erhielt der Film später auch den Oscar. Die Ausnahmen sind The Man Who Wasn’t There und Children of Men, die jeweils gegen Der Herr der Ringe – Die Gefährten und Pans Labyrinth verloren haben. Gemeinsam mit dem er-hat-es-endlich-verdient-Faktor und den bisherigen Preisen, stehen Deakins' Chancen also extrem gut. Sein ärgster Konkurrent dürfte van Hoytema für Dunkirk sein, dessen 65mm-Kameraaufnahmen auch unglaublich aussehen.

Im Serienbereich wurden "The Crown" für die Folge "Verschleierung", "12 Monkeys" für die Episode "Thief" und die erste "Genius"-Folge ausgezeichnet. "The Crown" setzte sich dabei sogar gegen zwei nominierte "Game of Thrones"-Episoden durch.

 

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