Jane Campion und Maggie Gyllenhaal gewinnen die Preise der Regiegewerkschaft DGA

Links: Jane Campion am Set von The Power of the Dog © 2021 Netflix Inc.
Rechts: Maggie Gyllenhaal am Set von Frau im Dunkeln © 2021 Netflix Inc.

Quelle: Directors Guild of America

Der Siegeszug von Jane Campions Anti-Western The Power of the Dog ist nicht aufzuhalten. Am Wochenende wurde die zwölffach oscarnominierte Netflix-Produktion mit einem der wichtigsten Industriepreise im Vorfeld der Oscarverleihung ausgezeichnet. Campion setzte sich gegen Steven Spielberg (West Side Story), Denis Villeneuve (Dune), Kenneth Branagh (Belfast) und Paul Thomas Anderson (Licorice Pizza) durch und wurde von der renommierten Regiegewerkschaft Directors Guild of America mit dem Preis für die beste Regiearbeit des letzten Jahres ausgezeichnet. Das macht sie erst zur dritten Frau nach Kathryn Bigelow (Tödliches Kommando – The Hurd Locker) und Chloé Zhao (Nomadland) aus dem letzten Jahr, die in der 74-jährigen (!) Geschichte der DGA Awards mit dem Hauptpreis prämiert wurde. Neben Bigelow ist sie auch erst die zweite Frau, die zum zweiten Mal von der Gewerkschaft nominiert wurde.

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Die Sieger der DGA Awards werden durch eine Abstimmung aller Gewerkschaftsmitglieder, also Regisseure aus den Bereichen Film, Fernsehen und Werbung, gewählt. Sie sind der mit Abstand beste Prädiktor für den späteren Regie-Oscar, aber auch relevant für den Ausgang der Oscarkategorie "Bester Film". In der gesamten DGA-Geschichte haben nur 17 Filme trotz vorigen DGA-Sieges den "Bester Film"-Oscar nicht bekommen. In der Kategorie "Beste Regie" waren es in den letzten 73 Jahren lediglich acht DGA-Gewinner, denen der entsprechende Oscar verwehrt wurde. Das macht Campion zur haushohen Favoritin für den Oscar, bestätigt aber auch den Status von The Power of the Dog als klarer Favorit im Oscar-Rennen. Nach Alfonso Cuaróns Roma, ist es übrigens erst die zweite Netflix-Produktion, die den Regiepreis der DGA gewonnen hat.

Eine weitere Besonderheit der DGA-Auszeichnungen dieses Jahr war, dass erstmals zwei Frauen in beiden Spielfilm-Kategorien gewonnen haben. Für ihr Regiedebüt Frau im Dunkeln wurde Maggie Gyllenhaal prämiert.

In den TV-Kategorien triumphierten "Succession", "Hacks" und "The Underground Railroad", wobei "Succession" sowieso als einzige Serie mit gleich fünf Nominierungen in der Drama-Kategorie war. Der Preis ging an die von Mark Mylod inszenierte Episode "Geheimtreffen". Lucia Aniello setzte sich hingegen mit "Hacks" gegen die in der Comedyserie-Kategorie dreifach nominierte "Ted Lasso" durch.

Alle Siegerinnen und Sieger in den Film- und Serienkategorien findet Ihr unten. Die vollständigen Nominierungen könnt Ihr hier nachlesen.

Beste Regie bei einem Kinofilm

Jane Campion (The Power of the Dog)

Bestes Regiedebüt

Maggie Gyllenhaal (Frau im Dunkeln)

Beste Regie bei einem Dokumentarfilm

Stanley Nelson Jr. (Attica)

Beste Regie bei einer Dramaserie

Mark Mylod ("Succession", Folge "Geheimtreffen")

Beste Regie bei einer Comedyserie

Lucia Aniello ("Hacks", Folge "There Is No Line")

Beste Regie bei einem TV-Film oder einer Miniserie

Barry Jenkins ("The Underground Railroad")

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