Arrow Staffel 8 Ende

Stephen Amell in "Arrow" © The CW/Warner Bros. Television

Quelle: Stephen Amell Twitter

Damit haben vermutlich nicht viele gerechnet! Oliver Queens Tage als Beschützer von Star City und titelgebende Leitfigur des Arrowverse sind gezählt. Sein Darsteller Stephen Amell gab über Twitter bekannt, dass die bereits bestellte 8. "Arrow"-Staffel die letzte der Serie sein wird. Es kommt jedoch noch bitterer für die Fans: die finale Staffel wird lediglich zehn Episoden umfassen, nicht einmal halb so viele wie jede bisherige Season. Im Herbst beginnt die letzte Season in den USA. Hierzulande strahlte RTL Crime zuletzt die sechste Staffel aus.

Ausführende Produzenten Greg Berlanti, Marc Guggenheim und Beth Schwartz gaben ein gemeinsames Statement zur Beendigung der Serie ab: (aus dem Englischen)

Es war eine sehr schwierige Entscheidung für uns, aber wie jede schwierige Entscheidung, die wir in den letzten sieben Jahren getroffen haben, haben wir sie im Interesse von "Arrow" getroffen. Wir sind von der Tatsache ermutigt, dass "Arrow" ein ganzes Universum an Serien ins Leben rief, das noch viele Jahre lang andauern wird. Wir freuen uns darauf, einen Abschluss zu erschaffen, der die Serie, ihre Charaktere und ihr Vermächtnis würdigt, und wir sind allen Autoren, Produzenten, Schauspielern und, vor allem, der unglaublichen Crew dankbar, die uns und unsere Serie sieben Jahre lang unterstützte.

The CW verlängerte "Arrow" gemeinsam mit den drei anderen Arrowverse-Serien im Januar um eine 8. Staffel. Damals gab es noch keinerlei Anzeichen, dass es sich um die letzte Staffel handeln könnte. Die Ankündigung der Absetzung, und das auch noch mit einer deutlich kürzeren finalen Staffel, kommt auch meiner Sicht recht unerwartet. Oliver Queen ist der dienstälteste Superheld des Arrowverse und die Zuschauerzahlen der Serie sind weit von ihren besten Zeiten entfernt, doch gerade nach den (recht niedrigen) Maßstäben des Senders, schneidet sie weiterhin solide ab. Aktuell liegen ihre Quoten nur unerheblich unter dem letzten Jahr und sind immer noch besser als beispielsweide die von "DC’s Legends of Tomorrow". Ich bin fest davon ausgegangen, dass "Arrow" noch eine lange Zukunft bei The CW haben und zumindest mit "Smallville" (zehn Staffeln) gleichziehen würde.

Die Geschichte des Milliardärs Oliver Queen, der nachts als Green Arrow mit Pfeil und Bogen seine Stadt beschützt und für die Gerechtigkeit kämpft, begann bei The CW im Jahr 2012 und legte mit über 4 Millionen Zuschauer den erfolgreichsten Serienstart des Senders seit "Vampire Diaries" drei Jahre zuvor.  Zwei Jahre später folgte das erste Spin-Off "The Flash" und wurde dank seinem lockererem und humorvollerem Ton noch erfolgreicher als die Mutterserie. Später gesellten sich "DC’s Legends of Tomorrow" und "Supergirl" als weitere Serien hinzu, die das aktuelle Arrowverse bilden. Ob das Universum einen neuen Namen erhalten wird, nachdem Arrow es verlässt?

Das Statement der Produzenten oben legt immerhin nahe, dass die anderen drei Serien zumindest vorerst sicher sind. "The Flash" bleibt weiterhin die eindeutig quotenstärkste Serie von The CW und wird im Herbst in die sechste Runde gehen.

Es bleibt nun zu hoffen, dass die Macher es schaffen, "Arrow" innerhalb der finalen zehn Folgen zu einem würdigen Ende zu bringen. Teil von der letzten Staffel wird natürlich ein weiteres Arrowverse-Crossover sein mit dem Titel "Crisis On Infinite Earths". The CW-Präsident Mark Pedowitz verspricht das bis größte und komplexeste Crossover der vier Serien. "Arrow" wird sich also zumindest mit einem Knall verabschieden. Je nachdem, welches Schicksal Oliver Queen am Ende erwartet, ist es natürlich denkbar, dass Amell die Rolle gelegentlich in den anderen Arrowverse-Serien verkörpern wird. Das ist der Vorteil von verbundenen Serienwelten. Das deutete Amell bereits selbst bei einem Facebook Live-Stream an, als er Folgendes sagte:

Etwas sagt mir, dass auch wenn ich fertig bin, ich nicht weg sein werde, Wenn ihr das Arrowverse schaut, dann solltet ihr das verstehen…ich denke, es war ein gute Zeit. Es ist nicht "Supernatural", aber es war ein guter Lauf.

Werdet Ihr die Serie vermissen?