Andrew Scott Ripley

Andrew Scott in "Fleabag" © 2019 BBC

Quelle: Variety

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Als Sherlocks hinterhältiger Gegenspieler Jim Moriarty in der BBC-Serie "Sherlock" wurde Andrew Scott bekannt und kurz darauf prompt in einer weiteren Bösewichtsrolle im letzten Bond-Film Spectre besetzt. Dass er aber auch ganz anders kann, zeigte er kürzlich in der gefeierten zweiten Staffel der Comedyserie "Fleabag", in der er einen Priester spielte, der zum Objekt der Begierde der Hauptfigur wird.

Mit seiner nächsten großen Rolle kehrt Scott jedoch wieder zu moralisch fragwürdigen Charakteren zurück. Er wurde in der Titelrolle von "Ripley" besetzt, der Serienadaption von Patricia Highsmiths Romanen über den charismatischen Hochstapler Tom Ripley, die bereits seit geraumer Zeit in Arbeit ist. Ursprünglich hat "Luther"-Schöpfer Neil Cross die Tom-Ripley-Serie entwickelt, scheiterte jedoch an dem Projekt. Oscarpreisträger Steve Zaillian (Schindlers Liste) übernahm und wird die komplette achtteilige erste "Ripley"-Staffel für den US-Kabelsender Showtime selbst schreiben und inszenieren, wie schon bei seiner letzten Serie, HBOs "The Night Of".

"Ripley" fängt in der ersten Staffel mit dem ersten und bekanntesten Ripley-Roman an, "Der talentierte Mr. Ripley". Dieser wurde bereits als Nur die Sonne war Zeuge mit Alain Delon als Ripley und als Der talentierte Mr. Ripley mit Matt Damon verfilmt. Scott tritt also hier in große Fußstapfen. Darüber hinaus spielten auch Barry Pepper und John Malkovich in den Adaptionen zweier weiterer Ripley-Romane die Hauptfigur.

Die Serie handelt von einem Trickbetrüger in New York der frühen Sechziger, der von einem wohlhabenden Mann angeheuert wird, um nach Italien zu reisen und seinen abtrünnigen Sohn zur Rückkehr in die Heimat zu überreden. Ripley nimmt den Auftrag an und das wird sein erster Schritt in die komplexe Welt von Täuschung, Betrug und Mord. Sollte die Serie Erfolg haben, werden sicherlich auch die verbleibenden vier Ripley-Romane von Highsmith als Basis für weitere Staffeln dienen. Die Besetzung der Hauptfigur halte ich schon mal für sehr gelungen.  Scott ist wie geschaffen für solche Charaktere.