Alien Romulus Film

Bolaji Badejo in Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) © 20th Century Studios

Quelle: Deadline

Im August kehrt der Xenomorph in die Kinos und hoffentlich zu seinen furchteinflößenden Wurzeln zurück. Bevor Ridley Scott in Alien: Covenant die Ursprünge der Kreaturen mit phallischen Köpfen als Schöpfung eines größenwahnsinnigen Androiden mit Gott-Komplex entmystifiziert hat, gehörten sie gerade wegen ihrer unbekannten Herkunft und ihres faszinierenden Lebenszyklus zu den gruseligsten außerirdischen Wesen der Filmgeschichte. Scotts Ansatz, ihre Entstehung im Zusammenhang mit einer anderen außerirdischen Spezies in Prometheus zu beleuchten, zeugte noch von großem Potenzial, lief jedoch im Nachfolgerfilm aus dem Ruder der die besten Ideen aus Prometheus verworfen und sich stattdessen auf Michael Fassbenders Androiden als Xenomorph-Schöpfer konzentriert hat.

Scott plante nach Covenant mindestens zwei weitere Filme, um an seinen allerersten Alien anzuschließen, doch die kommerzielle und qualitative Enttäuschung des Films machte sein ambitioniertes Vorhaben zunichte. Nicht lange nach Covenant schluckte Disney 20th Century Fox und damit auch die Rechte an den Alien– und Predator-Franchises. Letzteres hat das Studio vorletztes Jahr erstaunlich effektiv mit Dan Trachtenbergs Prey wiederbelebt. Der Back-to-Basics-Ansatz des Films begeisterte die Kritiker, die Prey als besten Predator-Film seit dem Original mit Arnold Schwarzenegger lobten. Leider hat ausgerechnet dieser Film keinen Kinostart bekommen, sondern wurde in den USA direkt über Hulu bzw. hierzulande über Disney+ im Stream veröffentlicht.

Nach der erfolgreichen Rückkehr des Predators, sind nun auch die Xenomorphs dran. Dabei fährt Disney sogar zweigleisig. "Fargo"-Schöpfer Noah Hawley produziert die allererste "Alien"-TV-Serie, die mehrere Jahrzehnte vor dem ersten Alien-Film spielt und die Handlung erstmals auf die Erde verlegt. Komplett unabhängig von der Serie hat Evil-Dead– und Don’t-Breathe-Regisseur Fede Álvarez auch einen neuen Alien-Film inszeniert, dessen Drehbuch er gemeinsam mit seinem Rodo Sayagues schrieb. Scott fungiert als Produzent und soll laut Álvarez von der ersten Schnittfassung begeistert gewesen sein. Obwohl ursprünglich auch dieser Film für eine Veröffentlichung über Hulu geplant war, kündigte Disney letztes Jahr einen Kinostart für ihn im Sommer 2024 am. Am 15.08.2024 wird Alien: Romulus in unsere Kinos kommen. Der Titel, der schon seit Produktionsbeginn letztes Jahr gemunkelt wurde, wurde jetzt von Disney offiziell bestätigt.

Welche Bedeutung der Name des mythischen Rom-Gründers im Titel hat, darüber kann nun spekuliert werden. Fest steht, dass Alien: Romulus nicht an Scotts Prequels anknüpft, sondern zeitlich zwischen dem ersten und dem zweiten Alien-Film aus der Originalreihe spielt. Zum Inhalt ist nur bekannt, dass darin eine Gruppe junger Menschen auf einer entfernten Weltraum-Kolonie auf die furchterregendste Lebensform des Universums trifft. Die Hautrollen in Alien: Romulus spielen Cailee Spaeny (Priscilla), Isabela Merced (Sicario 2), Archie Renaux ("Shadow and Bone") und David Johnsson ("Industry"). Mehr ist zu dem Film aktuell nicht bekannt, doch mit Álvarez im Regiestuhl gehe ich von einem blutigen neuen Kapitel in der Alien-Saga auf, die nach Covenant wirklich dringend frisches Blut gebrauchen kann.

Freut Ihr Euch auf den neuen Alien-Kinofilm oder habt Ihr größeres Interesse an der kommenden Serie?