Aaron Paul ist endgültig fertig mit Jesse Pinkman

Aaron Paul in "El Camino: Ein Breaking-Bad-Film" © 2019 Netflix

Quelle: The Hollywood Reporter

"Breaking Bad" ist eine der besten und meistgefeierten Serien der letzten zehn Jahre. Darüber sind sich die meisten Kritiker wie Zuschauer einig. Es war das perfekte Zusammenspiel von großartigen Autoren, Regisseuren und Schauspielern, das der Serie einen Platz auf dem Podest der Serien-Meilensteine zementiert hat. Natürlich ist es unmöglich, sich die Serie ohne die wuchtige, vielschichtige und überlebensgroße Performance von Bryan Cranston als Walter White vorzustellen, der den meisten Serienfans davor als Malcolms Vater aus "Malcolm mittendrin" bekannt war. Doch während Cranston das Gesicht der Serie war und sein Alter Ego Heisenberg zu einer Popkultur-Ikone wurde, ist Aaron Paul als Jesse Pinkman im Verlauf der Serie zu ihrem Herz und ihrer Seele aufgestiegen und einem wahren Sympathieträger, mit dem man immer mehr gelitten hat und dem man gewünscht hat, dem toxischen Bann seines ehemaligen Chemielehrers zu entkommen.

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Das gelang ihm letztlich auch, wenn auch erst nach massivem Trauma und zahlreichen Verlusten. Dennoch gehört Jesse zu den wenigen Charakteren der Serie, die nicht im Knast oder im Jenseits gelandet sind. Nachdem das Serienfinale von "Breaking Bad" Jesses Schicksal noch etwas unegwiss ließ, hat der für Netflix produzierte Film El Camino als Epilog zur Serie dem Charakter noch einen würdigen Abschied verpasst.

Doch es sollte nicht das letzte Mal sein, dass die Zuschauer Paul als Jesse gesehen haben. in der finalen Staffel von "Better Call Saul", deren Ausstrahlung vor wenigen Tagen endete, trat er neben Bryan Cranston als Walt in zwei Folgen auf. Obwohl der Schauspieler inzwischen über 40 ist, spielte er wieder Jesse mit Anfang 20 und die Macher haben gar nicht erst versucht, sein wahres Alter durch Make-up oder Verjüngungseffekte zu kaschieren. Die Zuschauer sollen eben ihre Vorstellungskraft anstrengen, schließlich sah Jonathan Banks als Mike Ehrmantraut in der Prequelserie auch zunehmend älter aus als bei "Breaking Bad".

Pauls erneute Rückkehr als Jesse soll aber diesmal wirklich die allerletzte gewesen sein. Serienschöpfer Vince Gilligan hat sowieso angekündigt, dass er mit dem "Breaking Bad"-Universum fertig sei, und Paul hat in einem Interview zusätzlich beteuert, dass er Jesse ganz definitiv nicht mehr spielen wird: (aus dem Englischen)

Jesse Pinkman wird immer ein besonderes Plätzchen in meinem Herzen haben, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es das letzte Mal war, dass wir Pinkman gesehen haben. Also war es ein schöner Abschied.

Ich denk, damit können die Fans gut leben. El Camino hat Jesses Geschichte zufriedenstellend zu Ende gebracht und weitere Flashbacks zu den "Breaking Bad"-Tagen würden den Altersunterschied nur noch auffälliger werden lassen. Ich hoffe nur, dass Paul weiterhin interessante und anspruchsvolle Rollen bekommen wird, die es ihm ermöglichen, sein Talent angemessen unter Beweis zu stellen. Die drei Emmys, die er für seine Jesse-Performances gewonnen hat, waren hochverdient.

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