Quelle: MGM

Für viele Film- und Serienfans wird Zach Braff immer J.D. aus "Scrubs" bleiben. Kein Wunder, schließlich spielte er den jungen Arzt neun Jahre lang und die Rolle wirkte wie maßgeschneidert für ihn. Doch Braff ist auch ein guter Filmemacher, dessen einfühlsames und tragikomisches Regiedebüt Garden State 2004 viele Preise gewonnen hat, auch wenn Natalie Portmans Charakter darin hinterher als eins der ultimativen Manic Pixie Dream Girls kritisiert wurde.

Trotz des Erfolgs von Garden State vergingen zehn Jahre, bis Braff in den Regiestuhl zurückgekehrt ist. Die Tragikomödie Wish I Was Here hat er zum Teil mittels Crowdfunding finanziert. Braff übernahm wieder die Hauptrolle, an den Kultstatus von Garden State konnte der Film jedoch nicht anknüpfen. Sein dritter Film als Regisseur wurde die Heist-Komödie Abgang mit Stil mit Altstars Michael Caine, Morgan Freeman und Alan Arkin. Diesmal blieb Braff selbst ausschließlich hinter der Kamera und schrieb auch das Drehbuch nicht selbst. Der Film, wurde zu einem soliden Kassenerfolg, hatte aber nicht mehr Braffs persönlichen Stempel wie seine ersten zwei Werke. Als Regisseur einer Folge der Comedyserie "Ted Lasso" erhielt er vor zwei Jahren eine Emmy-Nominierung.

Braffs vierte Regiearbeit A Good Person kommt dieses Jahr und diesmal schrieb Braff zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Regisseur das Drehbuch und produzierte den Film. Vor die Kamera trat er wieder nicht, dafür aber der stets großartige Shooting Star Florence Pugh (Black Widow). Pugh war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten mit Braff liiert und drehte zuvor unter seiner Regie den Kurzfilm In the Time It Takes to Get There. Inzwischen sind die beiden nicht mehr zusammen, es gab jedoch kein böses Blut bei der Trennung und Pugh schwärmte kürzlich von ihrer entspannten Zusammenarbeit.

In A Good Person spielt sie Allison, eine junge Frau, deren Welt aus den Fugen gerät, nachdem bei einem schweren Autounfall mit ihr am Steuer ihre zukünftige Schwägerin ums Leben kommt und ihr Verlobter schwer verletzt wird. Allison überlebt, unterdrückt ihre Trauer und ihr Trauma jedoch mit einer Schmerzmittelsucht. Den Silberstreifen am Horizont sieht sie erst, als sie sich mit ihrem fast-Schwiegervater Daniel anfreundet und Stück für Stück ihr Leben wieder zusammenfügt. Morgan Freeman spielt Daniel, nachdem er schon bei Abgang mit Stil mit Braff zusammengearbeitet hat. Molly Shannon (Promising Young Woman) spielt die Mutter von Pughs Charakter, Celeste O’Connor (Ghostbusters: Legacy) und Zoe Lister-Jones ("Life in Pieces") spielen ebenfalls mit.

In den USA wird A Good Person am 24. März in die Kinos kommen. Hierzulande soll er voraussichtlich im April exklusiv über Sky Cinema veröffentlicht werden, hat aber noch keinen offiziellen Starttermin. Unten könnt Ihr den Trailer in einer längeren und einer etwas kürzeren Version sehen. Als großer Fan von Braffs Garden State und noch größerer Fan von Florence Pugh habe ich den Film schon vorgemerkt.

A Good Person Florence Pugh Poster