Comedy scheint der beste Weg zum Horror zu sein. Wie Jordan Peele, begann die Karriere von Zach Cregger mit Comedy-Sketchen, bevor er Horrorfans mit seinem wendungsreichen Schocker Barbarian begeisterte. Dass er kein One-Hit-Wonder war, bewies Cregger letztes Jahr, als er mit Weapons – Stunde des Verschwindens nachlegte. Der Film wurde zu einem großen Kassenhit, gewann einen Oscar für seine Nebendarstellerin Amy Madigan und etablierte Cregger endgültig als eine der interessantesten Stimmen im Horrorgenre. Ein Prequel über Madigans schrille Hexe Gladys ist in Arbeit, Cregger schreibt jedoch lediglich das Drehbuch dazu.
Mit seinem nächsten Projekt bleibt Cregger dem Horrorgenre treu. Entgegen den Erwartungen wird es jedoch kein weiterer Originalfilm, sondern die mittlerweile achte Realfilmadaption der erfolgreichsten Horror-Videospielreihe aller Zeiten. Als eingefleischter "Resident Evil"-Fan ergriff Cregger die Gelegenheit, seine eigene Interpretation des ikonischen Videospiels in die Kinos zu bringen. Im Gegensatz zur sechsteiligen Reihe mit Milla Jovovich oder dem halbgaren Reboot von Johannes Roberts verzichtet Creggers Resident Evil jedoch auf sämtliche Charaktere aus den Spielen und erzählt eine eigenständige Geschichte, die sich parallel zum ersten Ausbruch des T-Virus in Raccoon City abspielt. Creggers Gedanke dahinter war, dass man es sowieso nicht besser machen kann als die Spiele, also wollte er lieber eine eigene Geschichte erzählen, die sich jedoch in den Gesamtkanon einfügt.
Austin Abrams, der einen denkwürdigen Auftritt als Junkie in Weapons hatte, spielt in Resident Evil die Hauptrolle als glückloser medizinischer Kurierfahrer Bryan, dessen Freundin unerwartet schwanger geworden ist. Während er versucht, die Situation zu verarbeiten, erhält er kurzfristig einen Auftrag, ein geheimnisvolles Päckchen nach Raccoon City zu transportieren. Dort gerät er mitten in einen Virusausbruch, der die Einwohner in Zombies – oder Schlimmeres – verwandelt.
Cregger war es wichtig, dass die Hauptfigur kein ausgebildeter Soldat oder Polizist ist, sondern ein durchschnittlicher "Trottel", der ohne jegliches Survival-Training oder besondere Fähigkeiten ums Überleben kämpfen und über sich hinauswachsen muss. Mit einer knackigen 95-minütigen Laufzeit zieht der Film das Tempo schnell an und behält es auch bis zum Schluss. Cregger erzählte bereits in den Interviews, dass er besonders stolz auf die letzten 30 Sekunden (!) des Films sei.
Sony Pictures und Constantin, die das Reboot gemeinsam produzierten, veröffentlichten kürzlich einen brandneuen Trailer zu Resident Evil, der einen atemlosen Horrortrip verspricht, aber noch nicht viel von den T-Virus-Mutanten zeigt.
Deutscher Trailer
Originaltrailer
Resident Evil kommt am 17. September in die deutschen Kinos. Unten findet Ihr zwei Plakatmotive zu dem Film:
Quellen: Sony Pictures, Constantin Film
















