Es gibt viele sehr gute Actionfilme, doch nur einige wenige, die für das Genre wirklich wegweisend sind und es nachhaltig beeinflussen. Gareth Evans' The Raid, der das indonesische Actionkino über Nacht ins Rampenlicht rückte, die indonesische Kampfkunst Pencak Silat popularisierte und Iko Uwais zum gefragten Actionstar machte, ist für viele Fans des Martial-Arts-Kinos der Goldstandard, an dem andere Filme aus dem Genre gemessen werden. Viele Actionfilme haben versucht, die atemlose Nonstop-Action und die virtuos choreografierten Kampfszenen von The Raid und seinem Sequel nachzumachen, keinem ist es jedoch gelungen – zumindest bis jetzt. Denn wenn man den ersten Reaktionen zu The Furious Glauben schenkt, erreicht er nicht nur die hohe Messlatte von The Raid, sondern übertrifft sie sogar.
Was kommt wohl zusammen, wenn Martial-Arts-Profis aus China, Thailand, Indonesien und den USA unter der Regie eines japanischen Filmemachers und Kampfchoreografen, mit einem japanischen Stuntteam und einer Produktionsfirma aus Hongkong zusammenbringt? Das Ergebnis ist The Furious. Der Filmtitel ist schon eine Ansage und für die knochenbrecherische Action erteilte die FSK hierzulande das rote FSK-18-Siegel. Welchem Actionfan schießen dabei nicht die Freudentränen in die Augen?
Xie Miao, der in den Neunzigern in den Hongkong-Actionern Master der Shaolin und The Hero Jet Lis Filmsohn verkörperte und inzwischen selbst in die Fußstapfen des früheren Martial-Arts-Superstars trat, spielt in The Furious den stummen Handwerker Wang Wei, dessen kleine Tochter von skrupellosen Menschenhändlern auf offener Straße entführt wird. Als die korrupte Polizei ihm die Hilfe verweigert, wendet er sich an den Journalisten Navin (Joe Taslim aus The Raid und Mortal Kombat), dessen Ehefrau Nachforschungen über den Menschenhändlerring anstellte und ebenfalls entführt wurde. Beide Männer haben eine dunkle Vergangenheit und verfügen über beachtliches Kampftalent, mit dem sie sich durch Horden von Gegnern durchkämpfen, um ihre geliebten Menschen zu retten.
Der vom renommierten Kampfchoreografen Kenji Tanigaki, der zuletzt die Kampfszenen im Hongkonger Riesenhit City of Darkness choreografierte, inszenierte Film eroberte bereits die Spitze der chinesischen Kinocharts und ist seit gestern auch in Deutschland zu sehen. Angesichts der begeisterten Resonanz träumt Produzent Bill Kong bereits von einer Fortsetzung und machte kürzlich auch eine ambitionierte Ansage:
Ich kann eins versprechen, dass wenn es ein Sequel geben wird, dass es ein besserer Film sein wird als der erste.
Wenn Ihr also wollt, dass The Furious 2 kommt, dann geht in die Kinos und schaut Euch den Film an, damit wir auch in Zukunft nicht nur jugendfreie Action aus Hollywood auf unseren Leinwänden zu sehen bekommen.
Hier noch ein Actionclip aus dem Film:
Quellen: City on Fire, Henderson Movies














