Als "deutscher Ed Wood" hat sich Uwe Boll in den 2000ern einen Namen als Regisseur einiger der schlechtesten Videospielverfilmungen gemacht, die jemals das Licht der Welt erblickten. Diese dienten hauptsächlich als steuerliche Abschreibungen für die Investoren und als Broterwerb für abgehalfterte Hollywood-Schauspieler:innen. Doch Boll drehte in der Zeit tatsächlich auch andere, wenn auch kaum bessere Filme, darunter die Serienkiller-Schlachtplatte Seed (2007), die in ihrer ungekürzten Fassung zumindest Gore-Fans etwas bieten konnte. Seed spielte in den Siebzigern und erzählte die Geschichte des scheinbar unaufhaltsamen Serienmörders Max Seed, der innerhalb von sechs Jahren 666 Menschen tötet, bevor er gefasst wird. Als er jedoch zwei Hinrichtungsversuche auf dem elektrischen Stuhl überlebt und laut Gesetzeslage nach dem dritten entlassen werden müsste, fälschen der Gefängnisdirektor (Ralf Möller) und der Polizist (Michael Paré), der ihn verhaftete, kurzerhand den Totenschein und lässt Seed lebendig vergraben. Er buddelt sich aber natürlich frei und setzt sein blutiges Handwerk fort.
Produziert für zehn Millionen US-Dollar, war Seed zumindest im Heimkino offenbar erfolgreich genug, dass 2014 eine Fortsetzung gedreht wurde. Diese inszenierte Boll jedoch nicht selbst, sondern produzierte sie lediglich, während Marcel Walz (RAW – Der Fluch der Grete Müller) die Regie führte. Nick Principe, am besten bekannt als Darsteller von Chromeskull aus den beiden Laid-to-Rest-Filmen, übernahm darin die Rolle des Max Seed, die im ersten Film von Will Sanderson verkörpert wurde.
Nach einer Auszeit vom Filmgeschäft feierte Uwe Boll kürzlich sein Comeback und kehrt zu einigen seiner alten Franchises zurück. So ist neben einem Reboot von Alone in the Dark und einer Fortsetzung zu House of the Dead (ja, wirklich!) auch ein neuer Seed-Film geplant, den Boll jedoch wieder nur produzieren wird. Im Regiestuhl wird diesmal Dustin Ferguson sitzen, der Macher von Filmperlen wie Ebola Rex und Camp Blood 5. Der Film wird scheinbar Seed 2 ignorieren und der erwachsenen Emily Bishop (Saint Heart) folgen, die 30 Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Film aus einer Nervenheilanstalt ausbricht, um Max Seed zur Strecke zu bringen. Principe wird jedoch wieder in die Rolle des brutalen Mörders schlüpfen. Eine weitere Rolle im Sequel übernimmt Lisa Wilcox aus Nightmare on Elm Street 4 und 5.
Laut einem Facebook-Posting von Dustin Ferguson haben die Dreharbeiten zu Seed: Legacy diesen Monat begonnen. Jedoch schrieb Wilcox über Instagram bereits letztes Jahr, dass ihre Rolle abgedreht sei. Es kommt nicht selten vor, dass kleine Independent-Produktionen wie diese stückweise gedreht werden, wenn das Geld gerade da ist. Wir werden Euch informieren, sobald mehr zur Veröffentlichung bekannt wird.
Quelle: JoBlo












