Foto © Universal Pictures

Quelle: Filmfutter

Im Februar haben wir erstmals davon erfahren, dass Michael Mann dieses Jahr einen neuen Film drehen würde. Vier Jahre sind bereits seit seinem interessanten, jedoch nicht gänzlich gelungenen John-Dillinger-Streifen Public Enemies vergangen – höchste Zeit also, dass der Meisterregisseur, der sich für großartige Streifen wie Heat, Collateral und Insider (sowie den sehr unterschätzten Miami Vice!) verantwortlich zeichnete, auf den Regiestuhl zurückkehrte. Die Details zu seinem neusten Film waren jedoch sehr spärlich. Im bislang noch unbetitelten Thriller (der allerdings in einem Medien “Cyber” genannt wird), sollte Cyber-Terrorismus der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sein. Dabei muss die USA mit China zusammenarbeiten, um eine hochgefährliche Hacker-Gruppe unschädlich zu machen. Der Star von Thor und dem kommenden Rennfahrer-Drama Rush, Chris Hemsworth, übernahm die Hauptrolle in dem Film. Viola Davis und Tang Wei (der chinesische Star von Ang Lees Gefahr und Begierde), werden an seiner Seite zu sehen sein. Die Dreharbeiten begannen am 17. Mai und führten das Team unter anderem nach Los Angeles, Kuala Lumpur, Jakarta und Hong Kong.

Weder zur Handlung noch zu Hemsworth Charakter gab es bis jetzt Details. Bis jetzt. Denn während unseres Interviews mit Mr. Hemsworth anlässlich der Deutschlandpremiere von seinem neusten Film Rush (ab 3.10. im Kino) in Köln, verriet er uns einige höchst interessante und überraschend spezifische Details zum Plot des Films (aus dem Englischen übersetzt).

Ich habe den Dreh gerade beendet. Der Film spielt in der Welt des Cyber-Terrorismus. Im Prinzip wird ein Äquivalent der Chicago Board of Trade (Anm. der Red: weltälteste Terminbörse) gehacked und das löst eine Kettenreaktion bei Aktienmärkten rund um die Welt aus. Der Code, der dazu benutzt wurde, sich in das System zu hacken, wurde Jahre zuvor von meinem Filmcharakter geschrieben, der aber gerade wegen Cyber-Verbrechen im Gefängnis sitzt. Er wird dort rausgeholt und ihm wird ein Deal angeboten, wenn er mit einer gemeinsamen Sondereinheit des FBI und der chinesischen Regierung zusammenarbeitet, um diesen Kerl ausfindig zu machen. Der Film fängt in Chicago an und führt später nach Kuala Lumpur, Hong Kong und Jakarta. Es ist ein internationaler Katz-und-Maus-Krimithriller. […]

Er fügte zudem noch Details zu einem spezifischen Handlungselement hinzu, bei dem es sich durchaus um einen leichten SPOILER handelt. Weiterlesen auf Gefahr:

Es war sehr faszinierend. Ich wusste vorher nichts von jener Welt. Heutzutage ist es ein sehr aktuelles Thema, denn wir sehen, was mit Hacking und Cyber-Terrorismus möglich ist, wie zum Beispiel Stromnetze in anderen Ländern lahmzulegen. In unserem Film schaltet er (der Bösewicht) die Wasserpumpen in einem Atomkraftwerk ab, um das Kühlungssystem zu überhitzen und sorgt damit für viel Chaos. Wenn man für einen solchen Film recherchiert, wird einem bewusst, wie angreifbar Technologie uns macht.

Das klingt alles höchst spannend, wobei mich die Cyber-Attacke auf das Atomkraftwerk sehr stark an die vierte Season von “24” erinnert. Mit so vielen exotischen Locations, Manns unverwechselbarem Stil und seiner üblicherweise tollen Kamera, kann man auf einen spannenden und visuell starken Thriller gespannt sein. Ich bin sicher, dass wir in den kommenden Monaten noch mehr über den Film erfahren werden. Hoffentlich hat die fünfjährige Wartezeit nach Public Enemies sich lohnt.

Das vollständige Interview mit Chris Hemsworth sowie unsere Filmkritik zu Rush könnt Ihr ebenfalls sehr bald bei uns nachlesen.