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Wird Bradley Cooper der neue Indy?

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UPDATE: Lucasfilm und Produzent Frank Marshall haben die Gerüchte über ein Interesse an Bradley Cooper inzwischen entschieden zurückgewiesen.

Seit Monaten gibt es Spekulationen, demnach Harrison Ford, mittlerweile 71-jährig, in seine legendäre Rolle als Henry Jones Jr. a.k.a. Indiana Jones zurückkehren könnte. Dass Ford für die Rolle aber eventuell schon zu alt sein könnte, dürfte den neuen Rechteinhabern, nämlich Disney, die im Zuge der Lucasfilm-Akquisition vor über einem Jahr die Filmrechte an Indiana Jones erwarben, auch in den Sinn gekommen sein.

Eine Disney nahestehende Quelle behauptet nun im Gespräch mit Latino Review, dass das Studio eine Franchise im Sinne von James Bond anstrebt, in dem Indiana Jones alle Jahre von einem neuen Darsteller gespielt werde. Demzufolge steht auf Disneys Wunschzettel ein Name derzeit ganz oben: Bradley Cooper, Hangover-Star und Hollywoods Liebling, zuletzt zwei mal für den Oscar nominiert. Im Moment sei aber noch der Wunsch Vater des Gedanken, denn Verhandlungen mit Bradley Cooper wurden bisher noch nicht forciert, und ob Cooper überhaupt Interesse hegt, sei auch noch völlig unbekannt. Aber ob Cooper wirklich 'Nein' zu diesem unmoralischen Angebot sagen kann? Und werden die Fans Sturm laufen gegen die Absichten von Disney?

Pixar konvertiert Die Unglaublichen und Ratatouille in 3D

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Ratatouille 3D

Quelle: ScreenDaily

Und da dachte ich schon, der Trend, ältere Filme in 3D zu konvertieren und als Wiederaufführungen ins Kino zu bringen, wäre nach dem mäßigen Box-Office-Ergebnissen von Die Monster AG 3D mehr oder weniger durch. Klar, dank China haben sich die 3D-Wiederaufführungen von Titanic und Jurassic Park zwar richtig gelohnt, doch im Rest der Welt war das Interesse an den meisten der neukonvertierten Filme bestenfalls verhalten. In Deutschland haben Die Monster AG 3D und das Double Feature von Toy Story und Toy Story 2 in 3D es gar nicht erst in die Kinos geschafft, ebenso wenig wie die 3D-Fassung von Die Schöne und das Biest. Sogar der immens beliebte Findet Nemo lief in den meisten Ländern in der 3D-Fassung unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Viele fühlen sich von dem neuen Trend und den extrem hohen 3D-Eintrittspreisen abgezockt. Als dann die geplanten 3D-Wiederaufführungen von Die kleine Meerjungfrau und Independence Day wieder abgesagt wurden, wähnte man den Trend schon tot… oder doch nicht?

Wie Josh Hollander, der Director of 3D Production bei Pixar, gegenüber dem Branchenblatt ScreenDaily enthüllte, arbeitet Pixar aktuell an der 3D-Konvertierung von gleich zwei Animationshits: Die Unglaublichen und Ratatouille. Beide sehen laut ihm in 3D sehr gut aus, auch wenn die Konvertierung aufgrund der älteren Technologie der Filme anstrengend sei. Was die Release-Pläne für die beiden 3D-Versionen sind, ist aber unbekannt. Möglicherweise werden die 3D-Fassungen nur für den Heimkinomarkt veröffentlicht oder sie kommen nur in ausgewählten Ländern in die Kinos.

Ich persönlich kann gut ohne die 3D-Fassungen leben. Die Unglaublichen und Ratatouille sind gute Filme mit toller Optik und ich kann mir nicht vorstellen, dass 3D diese Filme in irgendeiner Art und Weise aufwerten würde.

Manchmal kommen sie wieder (1991)

Manchmal kommen sie wieder (1991) BluRay-Kritik

Sometimes They Come Back, USA 1991 • 98 Min • Regie: Tom McLoughlin • Drehbuch: Lawrence Konner, Mark Rosenthal • Mit: Tim Matheson, Brooke Adams, William Sanderson, Robert Rusler, Chris Demetral • Kamera: Bryan England • Musik: Terry Plumeri • FSK: ab 16 Jahren • Verleih: Koch Media GmbH • Heimkino-Start: 20.03.2014

Die Romane des Horrorautors Stephen King sind gern genommene Opfer für Verfilmungen aller Art. Ob für das Fernsehen, das Heimkinoregal oder sogar das Kino werden sogar manchmal Kurzgeschichten herausgekramt und diese auf Spielfilmlänge aufgeblasen. Dies geschah bereits für „Kinder des Zorns“ oder auch die „Mangler“-Filme. 1991 nahm man sich der Kurzgeschichte „Sometimes they come back“ und fabrizierte daraus einen Fernsehfilm, der in Deutschland sogar im Kino lief. Das Ergebnis gibt es nun erstmalig auf BluRay zu erstehen.

Jim Norman kommt mit seiner Familie nach langer Zeit zurück in seine Heimatstadt, um dort als Lehrer zu arbeiten. Doch seine neue Klasse hat er nur schwer im Griff und ihn plagt immer noch ein tragisches Ereignis aus seiner Kindheit, das in jener Stadt geschah. Als plötzlich die Vergangenheit zurückzukommen scheint und er den Geistern seiner Jugend wieder ins Auge blicken muss, ist nicht nur sein Leben bedroht, sondern auch das seiner Familie.

ManchMal kommen sie wieder (1991) Filmbild 1Stephen King hat schon immer gerne mit Geschichten gespielt, in denen es um tragische oder unheimliche Dinge geht, die in der Kindheit passierten und den Hauptakteur bis zum Erwachsenenalter nicht in Ruhe lassen. Schon bei „Es“ wechselte die Erzählweise fröhlich vom Jetzt in die Vergangenheit und zurück.Auch in „Manchmal kommen sie wieder“ findet dieses Stilmittel wieder Verwendung. Der Film entpuppt sich an vielen Stellen mehr als dramatische Vergangenheitsbewältigung denn als ein echter Horrorfilm. Die wenigen spannenden und „horror-artigen“ Szenen sind so kurz, dass sie kaum zum Tragen kommen. Die Schauspieler sind routiniert und gut, retten aber auch die langatmige uninteressante und vorhersehbare Handlung in keiner Situation. Der Film läuft so schematisch ab, dass man ihn nach weniger als der Hälfte des Films durchschaut hat. Auch gegen Ende driftet die Geschichte inhaltlich und optisch sehr in eine Richtung ab, die einfach nicht zum Handlungsverlauf passen möchte.

Technisch ist der Film hochwertig und gut gemacht. Auch die ganz, ganz sparsam eingesetzten Masken sind sehr gut. Trotzdem wird die Technik im Film an keiner Stelle gewinnbringend eingesetzt. Der Gewaltgrad ist für einen Film, der kurz nach den glorreichen achtziger Horrorjahren entstanden ist, ein Witz. Seichtes TV-Niveau trifft Stephen King – eine Mischung, die noch nie funktioniert hat.

Fazit

Wer beinharter Fan von Stephen King ist oder bereits die Kurzgeschichte mochte, hat vielleicht noch Spaß an dem Film. Wer aber spannende Horrorunterhaltung sucht – sollte lieber zu einer anderen Stephen-King-Verfilmung greifen. „Manchmal kommen sie wieder“ gehört definitiv zu den schlechteren King-Adaptionen und darf ohne schlechtes Gewissen ignoriert werden.


Zur Veröffentlichung

Manchmal kommen sie wieder (1991) DVD-Kritik CoverDie deutsche DVD und die BluRay von Koch Media GmbH sind seit dem 20.03.2013 im Handel erhältich. Der Film liegt ungekürzt in der deutschen und englischen Spachfassung vor. Zusätzlich zum Hauptfilm bieten die DVD und Bluray noch den deutschen sowie englischen Kinotrailer und eine Bildergalerie.  Auf der Bluray ist der Hauptfilm zudem als Kino-Scope-Format (2.35:1) sowie als Full-Frame-Format (1.78:1) enthalten. Das restaurierte Bild ist sehr klar und ansehnlich.

 

 

DVD-Cover © 2014 Koch Media GmbH


Trailer

 Chi Ying Chan

Taken 3 – Liam Neeson kehrt im Januar 2015 als Action-Papa zurück

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Taken 3 Starttermin

Quellen: Deadline, 20th Century Fox

Dass der dritte Teil der Action-Reihe kommen würde, war bereits nach dem bombastischen Startwochenende von 96 Hours – Taken 2 klar und wurde auch schon seitens des Studios bestätigt. Doch jetzt kommt der Film sogar schneller, als die meisten erwartet haben. 20th Century Fox hat den Starttermin für das zweite Sequel bestätigt – Taken 3 kommt schon am 9.01.2015 in due US-Kinos. Teil 1 hatte 2009 ebenfalls einen Januar-Start in den USA, während der zweite Film im Oktober 2012 anlief. Da Liam Neeson ja auch nicht jünger wird, wollte man diesmal offensichtlich weniger Zeit zwischen den Filmen verstreichen lasen. Neeson kehrt selbstverständlich in der Rolle des unaufhaltsamen pater familias Bryan Mills zurück und erhält dafür angeblich ein hübsches Sümmchen von $20 Mio – eine Gage, die in der Regel nur den größten Superstars vorbehalten ist. Doch Neeson ist sein Geld wert. Ohne ihn würde das Franchise gar nicht existieren können und auch mit Non-Stop beweist er aktuell wieder Kassenmagnet-Qualitäten. Taken 2 spielte weltweit mehr als $375 Mio ein, und das bei einem Budget von knapp $45 Mio. Kein anderer Film aus Luc Bessons Euro-Actionschmiede kann da auch nur annähernd mithalten.

Taken 3 Starttermin

Neeson ist jedoch nicht der einzige, der im dritten Teil wieder mit von der Partie sein wird. Famke Janssen und Maggie Grace (Bild oben aus 96 Hours – Taken 2), die in den vorherigen Filmen seine Ehefrau und seine Tochter gespielt haben und einen guten Grund für ihn boten, zahllosen osteuropäischen Fieslingen den Garaus zu machen, kehren in der Fortsetzung ebenfalls zurück. Man kann nur hoffen, dass zwischen dem zweiten und dem dritten Film ein Zeitsprung eingeplant wurde, sodass die mittlerweile 30-jährige Maggie Grace nicht schon wieder eine 19-Jährige spielen muss.

Zudem befindet sich der Oscarpreisträger Forest Whitaker aktuell in Verhandlungen zu dem Film, dessen Regie (leider) wieder von Olivier Megaton geführt werden wird. Luc Besson schreibt an dem Drehbuch wieder mit. Zum Plot gibt es kaum Infos, aber Liam Neeson hat in Vergangenheit erwähnt, dass im dritten Film wohl niemand mehr entführt werden wird. Außerdem soll Taken 3 der finale Teil der Reihe sein, doch wenn der Film erst einmal zu einem großen weltweiten Hit geworden ist, werden sich die Macher das vielleicht noch überdenken und Neeson mit einem noch höheren Gehaltscheck locken.

Prometheus 2 kommt im März 2016 an!

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Prometheus 2 News

Quelle: The Wrap

Das ist doch mal eine Überraschung! Vor etwa einer Woche hat 20th Century Fox neben zahlreichen neuen Sequel-Startterminen (darunter für The Fantastic Four 2 und Wolverine 3) einen unbenannten geheimnisvollen Ridley-Scott-Film für den 4.03.2016 gesetzt. Seitdem wurde spekuliert, ob es sich um Prometheus 2 handelt, die versprochene Fortsetzung zum Quasi-Prequel von Alien. Heute wurde diese Vermutung offiziell bestätigt. Prometheus 2 kommt im März 2016! Bereits 2012 angekündigt, sollte Prometheus 2 ursprünglich schon dieses Jahr oder 2015 in die Kinos kommen, doch es gab offensichtlich Verzögerungen. Diesen Herbst sollen aber die Dreharbeiten anlaufen. Der aktuelle Drehbuchentwurf stammt aus der Feder von Michael Green, der auch den Green-Lantern-Film mit Ryan Reynolds geschrieben hat (hoffen wir mal, dass er auch besser kann!).

Obwohl Prometheus 2 2012 grünes Licht erhielt und Ridley Scott sich immer wieder zu dem Film äußerte, glaubte ich eigentlich nie wirklich daran, dass daraus etwas werden würde. Stattdessen dachte ich, dass der Film das gleiche Schicksal erleiden würde, wie die US-Fassung von Stieg Larssons Verdammnis – und auf immer und ewig im Entwicklungs-Limbo verschwinden würde. Denn die Reaktionen der Kinogänger gegenüber Prometheus war gespalten und obwohl der Film weltweit etwa $400 Mio einspielte, war diese Summe noch so unglaublich hoch, um das Sequel zur Priorität des Studios zu machen. Ob sich die fast vierjährige Wartezeit bis zum zweiten Film positiv oder negativ auf seine Box-Office-Chancen auswirkt, kann ich noch nicht beurteilen. Meinerseits bin ich nur froh, dass der Film tatsächlich kommen wird. Der erste Prometheus hatte auf jeden Fall seine Schwächen und Logiklöcher, insbesondere in der zweiten Filmhälfte, doch er gehörte auch zu den visuell stärksten Filmen der letzten Jahre und war zumindest meilenweit besser als Alien³ und Alien: Die Wiedergeburt. Außerdem gehörte der erste Prometheus zu den wenigen Blockbustern, bei denen sich der 3D-Aufpreis durchaus lohnte. Bemerkenswert finde ich auch, dass Ridley Scott in seinem Alter (76) immer noch so teure Projekte anvertraut werden. Immerhin kostete der erste Prometheus etwa$130 Mio und ich gehe davon aus, dass Teil 1 sich im gleichen Rahmen bewegen wird.

Zur Handlung ist nicht viel bekannt, doch das Ende des ersten Films war offen und legte auf jeden Fall den Grundstein für ein Sequel. Sowohl Noomi Rapace als auch Michael Fassbender werden höchstwahrscheinlich in ihren Rollen zurückkehren. Laut der Quelle on The Wrap werden im Film mehrere Versionen von David, dem von Fassbender gespielten Androiden, vorkommen.

Dwayne Johnson ist Hercules auf dem ersten Filmplakat

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Hercules Poster

Quelle: USA Today, Dwayne Johnson Twitter

Selten ist die Passung von Rolle und Schauspieler so gut wie bei diesem Film. Wenn man an Hollywood-Schauspieler denkt, die für die Titelrolle in Hercules sich eigenen würden, kommen nicht viele in den Sinn. Vielleicht ein junger Arnold Schwarzenegger (äh,  Moment, da war ja was…) und natürlich sein Nachfolger im Geiste – der Profi-Wrestler und mittlerweile erfolgreicher Schauspieler Dwayne Johnson alias The Rock. Wer aus irgendeinem Grund die körperliche Eignung für die Rolle anzweifelt, sollte sich einfach nur Pain & Gain anschauen – würde man ihn darin grün anmalen, könnte er glatt als Hulk durchgehen.

Doch das war letztes Jahr und diesen Sommer sehen wir ihn als Hercules in Brett Ratners Adaption des Graphic Novels "Hercules: The Thracian Wars". Darin wird Hercules als ein Söldner mit dunkler Vergangenheit dargestellt, dessen beste Tage hinter ihm liegen. Wenn aber der gütige Herrscher von Thrakien und seine Tochter ihn um Hilfe bitten, einen grausamen Kriegsherren zu besiegen, muss er den Helden in sich wieder entdecken.

Neben Johnson treten im Film Ian McShane, Joseph Fiennes, John Hurt, Peter Mullan und Rufus Sewell auf, doch wir wissen natürlich ganz genau, dass es eine absolute One-Man-Show von Hercules sein wird. Das macht auch das von Johnson über seinen Twitter-Account veröffentlichte Poster deutlich. Johnson ist der der Film.

Hercules Poster

Zuvor wurden in USA Today schon die ersten zwei Bilder aus dem Film veröffentlicht. Ja, Hercules schreit offensichtlich sehr viel in dem Film.

Hercules Poster und Bilder 1Hercules Poster und Bilder 2

In den nächsten 24 Stunden soll auch schon der erste Trailer zum Film online veröffentlicht werden, den wir Euch natürlich präsentieren werden. Hercules kommt voraussichtlich am 4.09.2014 in die deutschen Kinos. Noch zuvor kommt auf die hiesigen Leinwände aber The Legend of Hercules, und zwar am 1.05.2014. In Renny Harlins furchtbar aussehendem Konkurrenzprojekt (Trailer) spielt Kellan Lutz aus Twilight die Rolle des griechischen Halbgottes. An den US-Kinokassen ging der Film gnadenlos unter und fiel bei den Kritikern komplett durch. Bei Brett Ratners Film kann es also nur aufwärts gehen!

Auge um Auge (2013)

Auge um Auge (2013) Beitragsbild

Out of the Furnace, USA 2013 • 116 Min. • Regie: Scott Cooper • Drehbuch: Scott Cooper, Brad Ingelsby• Mit: Christian Bale, Woody Harrelson, Casey Affleck, Forest Whitaker, Willem Dafoe, Zoë Saldana, Sam Shepard, Bingo O’Malley • FSK: ab 16 Jahren • Kinostart: 3. April 2014 • Deutsche Website

Handlung

Zwei Brüder versuchen auf sehr unterschiedliche Weise, ihr Leben in einem Kaff irgendwo in der amerikanischen Pampa so zu gestalten, dass sie sich über Wasser halten können. Russell Baze (Christian Bale) schlägt sich als hart schuftender Stahlarbeiter durch wie einst sein Vater. Sein jüngerer Bruder Rodney (Casey Affleck) lehnt es ab, einem normalen Job nachzugehen, und kämpft stattdessen als Soldat im Auslandseinsatz für seine Heimat. So verschieden die beiden auch sind, sie respektieren und lieben sich. Doch als Russell plötzlich ins Gefängnis muss, beginnt sich sein Leben zu verändern. Sein schwer kranker Vater stirbt, seine große Liebe Lena (Zoë Saldana) hat ein neues Leben ohne ihn begonnen, und sein Bruder leidet zusehends unter den Auslandseinsätzen im Irak. Rodney entscheidet sich, durch Straßenkämpfen seine Schulden bei John Petty (Willem Dafoe) zu begleichen. Doch als er in einem profitableren Kampf mitmischen will, trifft er auf Harlan DeGroat (Woody Harrelson), einen skrupellosen Bandenchef. Und der sorgt dafür, dass Rodney nicht mehr nach Hause zurückkehrt. Als Russell ahnt, was passiert ist, macht er sich auf die Suche nach seinem jüngeren Bruder. Ein Zusammentreffen mit dem gewalttätigen DeGroat ist unausweichlich, doch Russell ist vorbereitet.

Kritik

Auge um Auge (2013) Filmbild 1Schnell wird klar, dass es sich bei Auge um Auge im Grunde genommen um ein typisches US-Kleinstadt-Drama handelt. Nur eben mit ein paar eingestreuten Action- und Thriller-Elementen, die über die Genre-Grenzen eines gewöhnlichen Dramas hinausgehen. Doch das soll kein Vorwurf für ein Potpourri zusammenhangloser Szenen sein. Denn selten gelingt die Kombination dieser Genres so gut wie in Scott Coopers neuem Film. Die verschiedenen Ebenen von Emotionalität – von tiefer Trauer, Enttäuschung, Schmerz, aber auch Freude, Liebe, bis hin zu purer Gewalt – wurden sehr stimmig miteinander verwoben. Anhand der Beziehung der beiden Baze-Brüder stellt Cooper das gesamte Spektrum an Emotionen besonders passend dar. Für Action sorgen besonders die Szenen mit Rodney, der ungehalten versucht, seinem Ärger in illegalen Straßenkämpfen Luft zu machen. Dabei schlägt er mehr als einmal über die Stränge heraus.

Insgesamt strahlt der Film eine enorme Ruhe aus, wie man sie vor allem aus modernen Hollywood-Filmen nur noch selten kennt. Es entwickeln sich nicht Schlag auf Schlag neue Konflikte, die die Charaktere alle paar Sekunden aufs Neue fordern. Die Handlung entwickelt sich im langsamer, wenngleich einige langwierige Lebensabschnitte dankenswerterweise nur verkürzt gezeigt werden. Wie zum Beispiel die Zeit, in der Russell seine Strafe absitzt. Ein Gespräch, das er mit seinem Bruder in dieser Zeit führt, reicht, um klarzumachen, dass sich sein Leben schlagartig verändert hat. Eine langwierige Fokussierung auf seine Haftzeit wäre somit auch vollkommen überflüssig gewesen. Die ruhige Atmosphäre wird auch technisch durch die Bilder von Kameramann Masanobu Takayanagi überzeugend vermittelt. Auge um Auge (2013) Filmbild 2Er fängt das gemächliche Alltagsleben einer typischen Kleinstadt in aussagekräftigen Bildern ein. Wenn der Fokus allerdings auf Rodney liegt, kippt die Stimmung. In den illegalen Straßenkämpfen werden die brutalen Aggressionen des Irak-Heimkehrers und deren Auswirkungen auf seinen körperlichen und seelischen Zustand deutlich. Sein Leben wirkt insgesamt düsterer. Parallelität und Kontraste zwischen den beiden Brüdern werden durch die expressiven Bilder noch stärker transportiert.

Auge um Auge ist kein Werk, das verurteilen will. Und auch die Erschaffung eines mordlustigen Rachehelden hat keinerlei Bedeutung für den Film. In dem von Cooper und Ingelsby verfassten Drehbuch steht der Mensch im Vordergrund. Und mit ihm seine Gefühle, Entscheidungen und sein Schicksal. Und in ihrer Version ist Gewalt ein zwingender Bestandteil der konstruierten Welt. Doch die wird nicht unnötig überzogen über den Plot verteilt. Gezielt werden Gewaltdarstellungen eingestreut, die dennoch besonders am Anfang und am Ende des Films geradezu sadistisch wirken. Auf der anderen Seite dient die Gewalt in all ihren Facetten auch dazu, den Film aufzulockern und einen Kontrast zu den alltäglichen Handlungssträngen zu bieten. Der Alltag dominiert die Handlung jedoch eindeutig, was dem Film passagenweise zu sehr an Geschwindigkeit nimmt.

Auge um Auge (2013) Filmbild 3Der Cast ist bunt zusammengewürfelt und strotzt nur so vor bekannten Gesichtern, die sich auch international einen Namen gemacht haben. Allen voran sticht der Mann heraus, der zuletzt in American Hustle eine großartige „Figur“ gemacht hat. Dass Christian Bale ein überzeugender Charakterdarsteller ist, beweist seine Filmografie. Neben American Hustle sind dabei American Psycho, Equilibrium und Der Maschinist als starke Auftritte erwähnenswert. Seine Verkörperung des Russell Baze reiht sich makellos in diese Aufzählung ein. Bale setzt Russells Leben, das von geradezu stupider Alltäglichkeit geprägt ist und plötzlich durch zahlreiche Schicksalsschläge erschüttert wird, organisch um. Die Entwicklung vom Vernünftigen zum Rachegetriebenen durch die enge Verbundenheit zu seinem Bruder wirkt durch seine Darstellung erschreckend nachvollziehbar. Für Casey Affleck ist es sichtlich schwer, neben Bale zu bestehen. In den Rodney-zentrierten Szenen kann er jedoch punkten. Neben den Hauptrollen wurden auch die Nebenrollen starbesetzt. Willem Dafoe und Woody Harrelson brillieren in ihren wie auf den Leib geschriebenen Darstellungen als Männer am Rande der Legalität. Dafoe als Kleinstadtkrimineller und Harrelson als skrupelloser Bandenchef mit Hang zum Wahnsinnigen. Im Kontrast dazu stellen Zoë Saldana als Kindergärtnerin und Forest Whitaker als Polizist gesetzestreue Charaktere mit Bravour dar.

Fazit

Auge um Auge hebt sich in vielerlei Hinsicht von den Mainstream-Produktionen aus Hollywood ab. Sehr ruhige Bilder eines Dramas und hasserfüllte Gewaltdarstellungen eines Thrillers changieren. Der Film kann berühren wie schockieren und wirkt dabei nur selten übertrieben abgehoben. Die stimmige Atmosphäre hat jedoch einen Haken: Ab und an droht sich die Handlung in allzu langwierigen Absurditäten zu verstricken. Das kann auch der herausragende Cast nicht immer wettmachen.

Trailer

So entstehen die fehlenden Paul-Walker-Szenen in Fast & Furious 7

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Paul Walker Fast & Furious 7

Quelle: NY Daily News

Im April gehen die letzten Wochen der Dreharbeiten zu Fast & Furious 7, die aufgrund von Paul Walkers tödlichem Autounfall Ende November 2013 unterbrochen wurden, wieder los. Die Unterbrechung führte dazu, dass der Kinostart des Films von diesem Sommer ins nächste Frühjahr verschoben wurde. Lange Zeit herrschte Ungewissheit, wie mit Walkers Charakter im Film verfahren werden sollte. Walker hat zwar einen großen Teil seiner Szenen abgedreht, doch etliche wichtige Szenen fehlten noch. Würde die Produktion ihn im Film sterben lassen, ihn aus dem Film komplett herausschneiden oder seine Szenen mit einem neuen Schauspieler komplett nachdrehen oder? Die Entscheidung fiel im Januar – Paul Walkers Charakter Brian O’Conner würde einen würdigen Leinwandabschied in Fast & Furious 7 erhalten, jedoch nicht sterben. Das entsprach wohl auch dem Wunsch der meisten Fans. Wie Universal dies jedoch bewerkstelligen würde, war bis vor Kurzem nicht bekannt.

NY Daily News hat das jetzt scheinbar herausgefunden – angeblich hat die Produktion vier Body-Doubles angeheuert, die Paul Walker körperlich am nächsten kommen. Diese werden seine Szenen nachdrehen. In der Postproduktion werden dann mittels CGI-Effekte dann sein Gesicht und seine Stimme hinzugefügt. Ich schätze, dass es die einzige vernünftige Lösung ist, wenn man nur begrenztes Material hat, mit dem man arbeiten kann. Ich hoffe aber inständig, dass die CGI-Technik sich in den letzten Jahren bei der Erschaffung von menschlichen Gesichtern deutlich verbessert hat, denn wenn ich an Filme wie Tron: Legacy oder X-Men Origins: Wolverine denke, dann haben ich leider nicht viel Hoffnung, dass es gut aussehen wird.

Regisseur und Besetzung für Amityville stehen fest!

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Amityville Cast

Quellen: The Wrap, Bloody Disgusting

Nachdem wir erst kürzlich berichtet haben, dass Franck Khalfoun, der Regisseur von Alexandre Ajas Maniac in Verhandlungen für den Regieposten bei Amityville steht, folgt jetzt schon die Bestätigung. Khalfoun ist an Bord! Außerdem sind laut The Wrap und Bloody Disgusting auch schon die ersten Besetzungsmitglieder des Films bekannt: Jennifer Jason Leigh und Bella Thorne.

Zudem wurden der ursprünglich geplante "Found Footage"-Ansatz und damit die gesamte zuvor berichtete Handlung (hier zum Nachlesen) des Films verworfen. Stattdessen wird es wohl ein klassischer Geisterhaus-Horrorfilm. Vom neuen Plot ist nur bekannt, dass der Film von einer Frau handelt (gespielt von Jennifer Jason Leigh), die in das berüchtigte Amityville-Haus mit ihren drei Kindern einzieht. Wie es dann weitergeht, kann sich jeder ausmalen, der schon einen Amityville-Horror-Streifen oder einfach nur einen beliebigen Geisterhausfilm gesehen hat. Jennifer Jason Leigh erlebte mit Filmen wie Dolores, Weiblich, ledig, jung sucht, Letzte Ausfahrt Brooklyn, eXistenZ und Hudsucker – Der große Sprung den Höhepunkt ihrer Karriere während der Neunziger und war zuletzt u. a. in der TV-Serie "Weeds" zu sehen. Bella Thorne, die vermutlich ihre Tochter im Film spielen wird, ist vor allem als Disney-Channel-Star der Sitcom "Shake It Up – Tanzen ist alles" bekannt. Dieses Jahr wird Thorne außerdem an der Seite von Adam Sandler und Drew Barrymore in der Komödie Urlaubsreif zu sehen sein.

Angesichts des Überangebots von "Found Footage"-Horrorfilmen und der Tatsache, dass nur ein Bruchteil von ihnen zu etwas taugt, finde ich diese Entwicklung eigentlich ganz gut. Ein klassischer Geisterhaus-Horror unter der Regie des offensichtlich fähigen Regisseurs (ich mochte nicht nur Maniac, sondern war auch von P2 – Schreie im Parkhaus durchaus angetan) – das könnte doch was werden.

Der US-Start von Amityville ist am 2.01.2015, sodass die Dreharbeiten wahrscheinlich sehr bald anlaufen werden. Dann werden wir auch den Rest der Besetzung kennenlernen.

Zwei neue "Game of Thrones" TV-Spots

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Quelle: HBO

Weniger als zwei Wochen verbleiben bis zur Rückkehr von "Game of Thrones" auf die US-amerikanischen Bildschirme und mit der Ausnahme der zweiten Hälfte der letzten "Breaking Bad"-Season, wurde schon lange keine Rückkehr einer Serie so sehnlichst erwartet wie die von "Game of Thrones". Das gilt insbesondere nach den schockierenden Ereignissen gegen Ende der dritten Staffel. Bestanden davor noch Zweifel, ob "Game of Thrones" zu den besten Serien der letzten zehn Jahre gehört, so dürften diese jetzt aus dem Weg geräumt sein.

Zur neuen Staffel, die ab dem 6. April auf HBO ausgestrahlt werden wird (zu den deutschen Ausstrahlungsplänen bitte hier klicken), hat der US-Kabelsender zwei neue kurze TV-Spots veröffentlicht. Diese versprechen die bislang epischste Staffel.

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