Woody Allen geht doch vorerst nicht in den Ruhestand

Woody Allen in "Crisis in Six Scenes" © 2022 Amazon Studios

Quelle: Deadline

Einer der fleißigsten US-amerikanischen Filmemacher überhaupt denkt auch mit 86 noch nicht an den Ruhestand. Okay, er denkt vielleicht schon daran, hat aber vorerst nicht vor, seine Überlegungen in die Tat umzusetzen. Nachdem die spanische Zeitung La Vanguardia berichtet hat, Woody Allen habe im Interview behauptet, er würde nach seinem nächsten Film mit dem Filmemachen aufhören und stattdessen einen neuen Roman schreiben, folgt nun die Richtigstellung von Allens Pressesprechern. Laut dieser habe Allen zwar mit dem Gedanken ans Aufhören gespielt u. a. weil die Streaming-Dienste es kleinen Filmen schwieriger machen in die Kinos zu kommen und Allen die Freude an der Arbeit rauben, aber noch nicht beschlossen, seinen Beruf endgültig aufzugeben: (aus dem Englischen)

Woody Allen hat nie gesagt, dass er in den Ruhestand geht und er hat auch nicht gesagt, dass er einen neuen Roman schreibt. Er hat gesagt, dass er darüber nachgedacht hat, keine Filme zu machen, weil es ihm wenig Vergnügen bereitet, Filme zu drehen, die sofort oder schnell auf Streaming-Plattformen landen, weil er das Kinoerlebnis so sehr liebt. Aktuell hat er keine Absichten aufzuhören und freut sich sehr darauf, in Paris seinen neuen Film zu drehen, den 50. seiner Karriere.

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Was natürlich nicht erwähnt wird, ist, dass Allens Arbeit seit einigen Jahren durch die alten (aber nie nachgewiesenen) Missbrauchsvorwürfe seiner Adoptivtochter erheblich erschwert wird, da er in Hollywood zu einer persona non grata wurde und die meisten namhaften Schauspielerinnen und Schauspieler. die sich früher um Rollen in seinen Filmen gerissen haben, ihn inzwischen meiden wie eine hustende und niesende Person in Corona-Zeiten. Europäische Geldgeber sind Allen jedoch weiterhin treu und seinen nächsten Film mit dem Titel Wasp 22 wird er in Paris mit einer komplett französischen Besetzung und in französischer Sprache inszenieren – ein Novum für Allen. Den Film hat er als einen "giftigen romantischen Thriller" beschrieben, vergleichbar mit Match Point, einem seiner besten Filme aus den letzten 20 Jahren.

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