Manhunter- und RoboCop-2-Darsteller Tom Noonan ist tot

Charakterdarsteller Tom Noonan, den Hollywood mit Vorliebe als Bösewicht besetzte, ist vergangenen Samstag im Alter von 74 gestorben. Das gab zunächst die Schauspielerin Karen Sillas bekannt, die neben Noonan im seinem Theaterstück "What Happened Was…" und dessen Filmadaption mitgespielt hat, die Noonan selbst inszenierte. Daraufhin bestätigte Regisseur Fred Dekker den Tod, in dessen Kultfilm Monster Busters (OT: The Monster Squad) Noonan das gutmütige Frankensteins Monster verkörperte. Die Todesursache ist nicht bekannt, Noonan soll jedoch schon länger gesundheitlich angeschlagen gewesen sein und stand seit acht Jahren nicht mehr vor der Kamera.

Eine seiner ersten Filmrollen spielte Noonan 1980 in Michael Ciminos Spätwestern Heaven’s Gate. Nur ein Jahr später kam er in Wolfen erstmals mit dem Horrorgenre in Berührung, zu dem er im Laufe seiner Karriere immer wieder zurückkehrte. Eine seiner bekanntesten Rollen übernahm Noonan 1986 in Michael Manns Thomas-Harris-Verfilmung Manhunter – Roter Drache, auch bekannt unter dem Titel Blutmond, in der er den Serienkiller Francis Dollarhyde verkörperte. Im darauffolgenden Jahr spielte er in Monster Busters mit und war als Frankensteins Monster das Herz des Films.

Viele Filmfans kennen Noonan vermutlich auch als drogensüchtigen Bösewicht Cain aus RoboCop 2. Weitere Schurkenrollen spielte Noonan u. a. als der Ripper in der Actionkomödie Last Action Hero, als Mr. Ulman im atmosphärischen Horrorfilm The House of the Devil, als geheimnisvoller Bleicher Mann in der "12 Monkeys"-Serie und als verurteilter Serienmörder in einer denkwürdigen "Akte X"-Folge. Mit Michael Mann arbeitete Noonan als Hacker Kelso in Heat zusammen und machte in Late Phases und Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (OT: Eight Legged Freaks) weitere Abstecher ins Horrorkino. Im Fernsehen spielte Noonan größere Rollen in Serien wie "Damages", "Hell on Wheels" und "The Beat".

ANZEIGE

Noonan war ein Multitalent und schrieb in den Neunzigern mehrere off-Broadway-Theaterstücke, von denen er What Happened Was… und The Wife auch selbst verfilmte. Für ersteren gewann Noonan 1994 den Großen Preis der Jury beim Sundance Film Festival. Zu den größten Fans des Films gehört auch Charlie Kaufman, der Noonan in seinen Regiearbeiten Synecdoche, New York und Anomalisa besetzte.

Quelle: Fred Dekker Facebook

Weitere Film- und Serien-News

Mehr zum Thema

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here