Neue "Stargate"-Serie ist vorerst vom Tisch

Christopher Judge, Amanda Tapping, Richard Dean Anderson und Michael Shanks in "Stargate – Kommando SG-1" © MGM Television

Quelle: Brad Wright Twitter

Es gibt kaum erfolgreichere Serien zu Kinofilmen als "Stargate". Roland Emmerichs Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1994 war ein Kinohit, etablierte Emmerich nach Universal Soldier als Regisseur mit gutem Mainstream-Riecher und öffnete ihm viele Türen in Hollywood, darunter auch zu seinem Megablockbuster Independence Day. Doch es sind die seit 1997 produzierten "Stargate"-Serien, mit denen die meisten das Franchise heute noch in Verbindung bringen. Mit "Stargate – Kommando SG-1" und Richard Dean Anderson in seiner zeitbekanntesten Rolle nach "MacGyver" ging es los. Einschließlich der beiden Ablegerserien "Stargate Atlantis" und "Stargate Universe" wurden insgesamt 364 Folgen über 18 Staffeln und zwei DVD-Filme bis 2011 produziert. Das macht "Stargate" zu einem der größten Science-Fiction-Franchises im Fernsehen neben "Star Trek". Besonders in Europa waren die Reisen durch das Sternentor in andere Galaxien ein großer Hit.

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Doch das ist auch schon eine Weile her. "Stargate Universe" endete vor elf Jahren. Die geplante Reboot-Filmtrilogie von Emmerich und Dean Devlin fiel durch und die zehnteilige Webserie "Stargate Origins" wirkte mit ihren zehnminütigen Folgen wie Fan-Made-Laientheater (war es eigentlich auch). Die erhoffte Begeisterung für "Stargate"-Serien hat das Prequel nicht gerade wieder entfacht.

Doch natürlich ruht kein einst profitables Franchise in Hollywood ewig. Schließlich ist die Marke "Stargate" einfach zu groß, um sie nicht noch etwas zu melken. Brad Wright, der zusammen mit Jonathan Glassner "Kommando SG-1" erschaffen hat, wurde 2019 von MGM verpflichtet, um ein "Stargate"-Revival zu schreiben, die einem neuen Team im bestehenden Kanon folgen würde. Im Herbst 2020 hat Joseph Mallozzi, der zusammen mit Paul Mullie zahlreiche "Stargate"-Serienfolgen geschrieben und alle drei Hauptserien mitproduziert hat, ein optimistisches Update zur neuen Serie gegeben und versichert, dass sie einige ausstehende offene Fragen beantworten würde.

Doch die Vorfreude der Fans war leider etwas vorschnell. Über Twitter hat Brad Wright jetzt leider mitgeteilt, dass das neue "Stargate"-Projekt wegen zahlreicher Wechsel beim Studio bis auf Weiteres tot sei: (aus dem Englischen)

Von mir gibt es keine Neuigkeiten. MGM hat mich angeheuert, um den Piloten für eine neue Serie zu schreiben, aber das war unmittelbar vor Covid. Das Timing hätte nicht schlechter sein können. Alle Verantwortlichen haben in der Zwischenzeit gewechselt, also ist es höchstwahrscheinlich zum Staubfänger bestimmt. Hätte aber Spaß gemacht.

Das ist natürlich eine deprimierende Neuigkeiten für alle "Stargate"-Fans. Dennoch ist es, meiner Einschätzung nach, lediglich eine Frage der Zeit, bis "Stargate" irgendwie irgendwo weitergeht, ob im Kino, im regulären Fernsehen oder im Stream. Letzteres halte ich tatsächlich für am wahrscheinlichsten.

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