Quelle: Netflix

Mit dem Kriegsfilm Lone Survivor hat Regisseur Peter Berg seine Muse gefunden: Mark Wahlberg. Er spielte auch die Hauptrolle in Bergs nächsten drei Filmen. Jedoch erreichte keiner von ihnen den Erfolg von Lone Survivor, der sowohl von Kinogängern als auch in der Kritik gut aufgenommen wurde. Deepwater Horizon und Boston wurden zumindest positiv rezensiert, spielten jedoch nicht genug ein, um ihre Budgets zu decken. Der Actioner Mile 22, Bergs und Wahlbergs erster Film, der nicht auf einer wahren Begebenheit beruhte, fiel sowohl in der Presse als auch an den Kinokassen durch. Das vor dem Kinostart bereits geplante Sequel wurde auf Eis gelegt.

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Dennoch setzt Peter Berg weiterhin auf seinen Star, der 2017 zum bestbezahlten Schauspieler der Welt aufgestiegen ist. Ihr fünfter gemeinsamer Film, Spenser Confidential, wurde vom Streaming-Anbieter Netflix produziert, dessen Lockruf heutzutage nahezu alle namhaften Schauspieler und Filmemacher folgen. In der Actionkomödie spielt Wahlberg den ehemaligen Boxer und Polizisten Spenser, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis von seinem ehemaligen Trainer und Mentor Henry, gespielt vom Oscarpreisträger Alan Arkin (Argo) aufgenommen wird. Gemeinsam mit seinem Mitbewohner Hawk (Winston Duke), einem taffen MMA-Kämpfer, und seiner unflätigen Ex-Freundin Cissy (Iliza Shlesinger) versucht er, die korrupten Cops und Politiker zur Strecke zu bringen, die ihn reingelegt und ins Gefängnis gebracht haben.

Netflix hat den Trailer zu Spenser Confidential veröffentlicht und wie die auf der deutschen YouTube-Seite von Netflix zu lesen ist, soll er ab dem 6. März nicht nur beim Streamer, sondern auch in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Das wäre insofern ungewöhnlich, als dass Netflix eigentlich fast ausschließlich seinen Prestigefilmen und Oscarkandidaten wie The Irishman, Marriage Story und The King eine begrenzte Kinoauswertung gewährt. Und nach einem Oscarkandidaten sieht Spenser Confidential ganz sicher nicht aus.

Deutscher Trailer

Originaltrailer

Sollte der Film gut ankommen, birgt der Film großes Franchise-Potenzial für seine beiden Hauptdarsteller. Sie spielen nämlich Figuren aus Robert B. Parkers Kriminalromanen, die nach Parkers Tod im Jahr 2010 von Ace Atkins fortgesetzt worden sind. Die Romane waren bereits Grundlage für die Achtziger-TV-Serie "Spenser" mit Robert Ulrich in der Titelrolle. Diese lief drei Staffeln lang bei ABC, gefolgt von vier TV-Filmen in den Neunzigern und einem kurzlebigen Spin-Off. Der Netflix-Film basiert jedoch auf keinem von Parkers Originalromanen, sondern auf Atkins' "Wonderland" aus dem Jahr 2013.

Der gebürtige Bostoner Wahlberg passt sehr gut als Spenser, der in Parkers Romanen ebenfalls in der Hauptstadt von Massachusetts ermittelt. Außerdem freue ich mich darauf, die begnadete Komikerin Iliza Shlesinger endlich in einer größeren Filmrolle zu sehen.

Spenser Confidential Trailer & PosterOffizieller Inhalt:

"Als er die Wahrheit über einen aufsehenerregenden Mord und die dahinter liegende Verschwörung herausfindet, begibt sich der ehemalige Polizist Spenser (Mark Wahlberg) wieder in den Untergrund der Verbrecherwelt Bostons. Ungeachtet der wiederholten Drohungen übt er Selbstjustiz, um zu beweisen, dass niemand über dem Gesetz steht. „Spenser Confidential“ mit Mark Wahlberg („The Fighter“), Winston Duke („Wir“), Alan Arkin („Argo“), Iliza Shlesinger und Austin Post entstand unter der Regie von Peter Berg („Lone Survivor“)."