Shelley Morrison tot

Shelley Morrison in "Will & Grace" © NBC

Quelle: Washington Post

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Shelley Morrison, am besten bekannt durch ihre Rolle als Karens (Megan Mullally) Hausmädchen in den ersten acht Staffeln der Sitcom "Will & Grace", ist am Sonntag im Alter von 83 in Los Angeles nach einer kurzen Erkrankung an Herzversagen gestorben.

Morrisons Schauspielkarriere umspannte mehr als vier Jahrzehnte und umfasste zahlreiche Serien- und Filmauftritte. Zu ihren frühen Erfolgen gehörte die Rolle der Schwester Sixto in der Sechziger-Comedyserie "The Flying Nun" neben Sally Field. In einem klassischen Fall von Schubladen-Casting spielte sie insgesamt 32 unterschiedliche Hausmädchen, sodass sie ihren Agenten irgendwann darum gebeten hat, keine Rollenangebote von Dienstmädchen mehr anzunehmen. Nichtsdestotrotz hat sie ihre Rolle als Rosario Salazar bei "Will & Grace" geliebt. In dem nach ihrem Tod veröffentlichten Statement aus ihrer Biografie erklärte sie, weshalb die Figur ihr sehr wichtig war: (aus dem Englischen)

Rosario ist einer meiner Lieblingscharaktere. Sie erinnert mich sehr an meine eigene Mutter, die Tiere und Kinder liebte, aber Dummköpfe nicht ertragen konnte. Es war mir sehr wichtig, dass wir eine ältere, hispanische Frau zeigen konnten, die intelligent und clever war, und die sich behaupten konnte.

Ursprünglich spielte Morrison Rosario in den ersten zwei "Will & Grace"-Staffeln als Gastdarstellerin. Die Zuschauer mochten die charakterstarke Figur jedoch so sehr, dass sie ab Staffel 3 bis zum ursprünglichen Ende der Serie zum Haupt-Cast gehörte. Für das Reunion-Video anlässlich der Präsidentschaftswahl 2016 kehrte sie neben den anderen "Will & Grace"-Hauptdarstellern zurück. Als jedoch das Revival der Comedyserie in die Wege geleitet wurde, lehnte sie das Angebot ab, als Rosario zurückzukehren. Zu dem Zeitpunkt lebte sie bereits im Ruhestand und hat die Schauspielerei hinter sich gelassen. Um ihre Abwesenheit zu erklären, ließen die Autoren Rosario in einer Episode der ersten Revival-Staffel im Off an einem Herzinfarkt sterben. Leider hat die Realität die Fiktion nur zwei Jahre später eingeholt.