Robin Hood Taron Egerton

Taron Egerton in Robin Hood © 2018 Lionsgate

Quelle: Variety

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Innerhalb von nur fünf Jahren wurde der junge Brite Taron Egerton zu einem der vielversprechendsten Rising Stars der Filmindustrie. Zu verdanken hat er seinen Durchbruch natürlich der Hauptrolle als Eggsy in Kingsman: The Secret Service, in dem er vom Straßenjungen zum Quasi-James-Bond ausgebildet wird. Dass Egertons Bandbreite an schauspielerischem Können aber deutlich größer ist, bewies er als liebenswerter Underdog in Eddie the Eagle und als Musik-Legende Elton John im diesjährigen Rocketman. Letzterer brachte dem Schauspieler die besten Kritiken seiner Karriere ein und ließ ganz schnell den Kinoflop vergessen, in dem Egerton nur einige Monate zuvor zu sehen war.

Robin Hood, die möchtegern-hippe Neuadaption des Mythos um den Kämpfer für die Armen, legte vorletztes Jahr eine Bauchlandung hin. Sowohl Kinogänger als auch Kritiker zeigten dem Film die kalte Schulter. Die $100-Mio-Produktion von Lionsgate war ein kommerzieller Reinfall. Aus gutem Grund auch, denn an diesem lachhaften Versuch der Modernisierung der Robin-Hood-Legende, der sich zudem unverschämt bei Christopher Nolans Batman Begins bedient hat, war wirklich kaum Gutes zu finden.

Zum Kinostart eines Films sind die Darsteller natürlich immer verpflichtet, auf der Werbetour von ihrem Produkt zu schwärmen. Doch sobald etwas Zeit vergeht und sie Distanz gewinnen, fallen gelegentlich auch mal ehrliche und zum Teil harte Worte. So auch im Fall von Robin Hood, den Egerton jetzt in einem Podcast-Interview scharf kritisiert hat: (aus dem Englischen)

Es war absolut nicht der Film, für den ich unterschrieben habe. Er wurde mir anders vorgestellt. Ich denke, er wurde von einem Komitee gemacht und ich denke, dass er seine Vision verloren hat. Ich war nicht sehr glücklich am Set. Ich hatte keine glückliche Zeit beim Dreh.

Tatsächlich ist der Film weit unter dem, was man angesichts des Casts aus Egerton, Jamie Foxx und Ben Mendelsohn sowie der Regie von Otto Bathurst ("Peaky Blinders") erwarten würde. "Film per Komitee" ist leider ein häufiges Phänomen in Publikum, wenn Produzenten und/oder das Studio entscheiden, was sich am besten verkauft, anstatt an die Vision der Macher zu glauben.

Wie fandet Ihr Egertons Robin Hood?