Ridley Scott inszeniert die Lebensgeschichte der Bee Gees

Maurice Gibb, Robin Gibb und Barry Gibb beim "The Midnight Special" 1973

Quelle: Deadline

Mit wenigen Ausnahmen sind Filmbiografien berühmter Musiker eine sichere Bank für die Studios. Trotz gemischter bis negativer Kritiken kam Bob Marley: One Love mit $80 Millionen an den weltweiten Kinokassen aus den Startlöchern. Die Zuschauerreaktionen auf en Film über die Reggae-Ikone, der in Jamaika natürlich einen neuen Startrekord aufgestellt hat, sind überwiegend positiv und bei einem Budget von $70 Mio wird er für Paramount netten Profit abwerfen.

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Kein Wunder, dass das Studio jetzt erst recht das seit drei Jahren geplante Biopic über die Bee Gees endlich ins Rollen bringen will. Das britisch-australische Brüder-Trio Maurice, Robin und Barry Gibb begann seine Karriere mit Folk- und Soft-Rocks-Songs n den Fünfzigern, wurde aber dank des phänomenalen Erfolgs ihres Soundtracks zu Saturday Night Fever zu den Disco-Königen der Siebziger. Mit mehr als 120 Millionen verkauften Platten gehören sie zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Paramount erwarb 2019 die Filmrechte am Leben der Bee Gees einschließlich ihrer berühmten Songs, die im Film verwendet werden dürfen. Barry Gibb, dessen Brüder Maurice und Robin Gibb jeweils 2003 bzw. 2012 starben, produziert den Film.

Kenneth Branagh (Belfast) kam 2021 an Bord, um den Film über sie zu inszenieren. Bradley Cooper war damals noch im Gespräch für die Hauptrolle als Barry Gibb. Ein Jahr später stieg Branagh aus und wurde durch John Carney (Once) ersetzt. Auch er blieb nicht lange und Lorene Scafaria (Hustlers) sollte übernehmen.

Jetzt ist der bislang berühmteste Name im Gespräch für die Regie des Biopics. Die 86-jähriger Regielegende Sir Ridley Scott, der zuletzt mit Napoleon und Gladiator 2 zwei monumentale Historienepen hintereinander gedreht hat, braucht offenbar eine Pause von epischen Schlachten und würde mit dem noch unbetitelten Bee-Gees-Film seine ersten Musiker-Biografie inszenieren. Scott ist definitiv nicht der erste Regisseur, an den ich bei einem Bee-Gees-Biopic denken würde, denn er hat noch nie etwas Vergleichbares gedreht, aber vielleicht reizt ihn genau das am Projekt. Tatsächlich kam Scott jedoch vor fast 50 Jahren mit den Bee Gees in Berührung, als Bee-Gees-Manager und Musik-Mogul Robert Stigwood Scott in den Siebzigern für den Mittelalter-Film Castle Accident verpflichtet hat, in dem die Gibb-Brüder die Hauptrollen spielen würden. Es wäre Scotts Regiedebüt geworden, doch der Film kam nie zustande und Scott drehte stattdessen Die Duellisten.

John Logan, der mit Scott an Gladiator und Alien: Covenant zusammengearbeitet hat, schrieb das Drehbuch zum Bee-Gees-Biopic. Die bisherige Zusammenarbeit der beiden hat möglicherweise auch eine Rolle dabei gespielt, Scotts Interesse am Projekt zu wecken.

Neben der Bee-Gees-Filmbiografie soll Scott demnächst auch den Actionthriller BOMB inszenieren, der auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Kevin McMullin basiert. Welches der beiden Projekte der Filmemacher zuerst in Angriff nehmen wird, ist noch unklar. Auch wenn er auf die 90 zugeht, denkt Scott nicht daran, einen Gang runterzuschalten und wechselt mehr oder weniger von einem Filmset zum nächsten.

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