Dracula, der Wolfsmensch und der Unsichtbare gegen Michael Madsen als Frankenstein im Trailer zu The Asylums Monster Mash

Auch wenn es gerade trendy ist, über das Marvel-Kinouniversum und dessen schwache Bilanz in den letzten Jahren herzuziehen, sollte man nicht vergessen, dass das Marvel Cinematic Universe immer noch ein präzedenzloser, monumentaler Erfolg ist, der in die Filmgeschichte eingehen wird. Fast 30 Milliarden US-Dollar haben 33 miteinander verbundene Filme seit 2008 eingespielt, ganz zu schweigen von unzähligen TV-Serien, die ins MCU integriert sind.

Dass MCU ist nicht das erste miteinander zusammenhängende Filmuniversum, doch es ist das mit Abstand erfolgreichste. Natürlich rief dieser Erfolg Nachahmer auf den Plan, die die Formel nachmachen wollten. Dabei spreche ich nicht einmal vom DC-Kinouniversum. In den 2010ern war der Hype um "Shared Universes" groß. Alle Franchises sollten plötzlich zusammenhängende Filmuniversen sein. Erinnert Ihr Euch noch an die Pläne eines Tom-Clancy-Universums rund um Jack Ryan, das mit Jack Ryan: Shadow Recruit beginnen und Kevin Costners Charakter als verbindendes Element haben sollte? Nein, vermutlich nicht.

Doch das unrühmlichste Beispiel eines voreilig konzipierten und spektakulär gescheiterten Filmuniversums bleibt sicherlich das Dark-Universe-Fiasko von Universal, das die klassischen Monster des Studios wie Dracula, den Wolfsmenschen, Frankensteins Monster, die Mumie und den Unsichtbaren erst mit eigenen großen Blockbustern einführen und dann in einem Avengers-mäßigen Monsterfilm zusammenbringen sollte. Die Mumie mit Tom Cruise sollte der Auftakt des Dark Universe werden. Universal war sehr erfolgssicher. Es wurde ein Dark-Universe-Logo erstellt. Alex Kurtzman wurde als Kevin Feige des Dark Universe verpflichtet. Johnny Depp wurde als der Unsichtbare Mann und Javier Bardem als Frankensteins Monster besetzt. Sie und die anderen Dark-Universe-Darsteller aus Die Mumie kamen sogar für ein Fotoshooting zusammen.

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Dann Die Mumie fiel in der Kritik und an den Kinokassen durch und das Dark Universe erstickte im Keim. Es wurde zu einem warnenden Beispiel für andere Studios, den Tag nicht vor dem Abend zu loben.

Doch was Universal nicht geschafft hat, reicht Trash-Fabrik The Asylum jetzt mit einem eigenen inoffiziellen Dark-Universe-Film nach: In Monster Mash ist der Titel Programm. Michael Madsen (Reservoir Dogs) spielt in dem Film den irren und todkranken Dr. Frankenstein, der Draculas Tochter entführt, um mit ihrer Hilfe die Kräfte der schrecklichsten Monster der Welt in einer unaufhaltsamen Kreatur zu vereinen. Um das zu verhindern, müssen sich Dracula, der Unsichtbare, der Werwolf, Frankensteins Monster und weitere klassische Horrorfilmmonster miteinander verbünden.

Es ist The Asylum, Ihr wisst also vermutlich schon, was Euch erwartet. Der gesamte Film wurde in nur fünf Tagen abgedreht. Spätestens das sagt alles, was Ihr wissen solltet. Für Trash-Liebhaber könnte er jedoch einen Blick wert sein. So kann man sich vorstellen, wie das Dark Universe hätte aussehen können, wenn es das Budget eines Kindergeburtstags gehabt hätte.

Monster Mash ist am 29. März in ausgewählten Kinos und digital in den USA erschienen. Der deutsche Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, wir können Euch aber schon mal den Trailer zeigen:

Monster Mash Trailer & PosterQuelle: The Asylum

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