Abgesetzt: Keine 4. Staffel für "Leverage 2.0"

"Leverage" ist vorbei – schon wieder. Mehr als ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der lange verschobenen dritten Staffel von "Leverage 2.0" (OT: "Leverage: Redemption") besiegelte Amazon Prime Video das Schicksal des Serien-Revivals und setzte es ab. Ein Trostpflaster für die Fans, die die hierzulande bislang noch nicht erschienene Staffel nicht gesehen haben, gibt es aber dennoch: Die Staffel endet nicht mit einem Cliffhanger, die meisten Handlungsfäden werden aufgelöst.

"Leverage" lief ursprünglich von 2008 bis 2012 beim US-Kabelsender TNT und handelte von einem ehemaligen Versicherungsdetektiv (Timothy Hutton), der gemeinsam mit einem Team aus vier Kriminellen mit unterschiedlichen Spezialgebieten gewöhnlichen Menschen hilft, die von reichen und mächtigen Personen oder Organisationen betrogen, ausgebeutet oder bedroht wurden. Die vom Stargate– und Independence-Day-Co-Autor Dean Devlin produzierte Serie wurde aufgrund schwächelnder Einschaltquoten nach fünf Staffeln abgesetzt. Acht Jahre später wurde überraschend ein Revival der Serie für Amazons kostenfreie, werbefinanzierte Plattform Freevee angekündigt. Nahezu die komplette Originalbesetzung kehrte in "Leverage 2.0" zurück, mit der unrühmlichen Ausnahme von Timothy Hutton. Auf dem Höhepunkt der #MeToo-Welle war es wegen der wieder aufgetauchten, fast 30 Jahre alten Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn zu heikel, ihn zurückzubringen. Als das Verfahren eingestellt wurde, verklagte Hutton die Serienproduzenten auf Schadensersatz, und es kam zu einer außergerichtlichen Einigung.

Originalschöpfer der Serie John Rogers und Chris Downey kehrten für das Revival zurück, ebenso wie Dean Devlin als ausführender Produzent und Regisseur mehrerer Folgen. Die Seriemacher ließen Huttons Charakter Nate kurzerhand vor den Ereignissen der neuen Folgen sterben, und stattdessen übernahm der kürzlich mit einem Emmy ausgezeichnete "The Pitt"-Star Noah Wyle eine neue Hauptrolle als ehemaliger korrupter Rechtsanwalt, der nach Erlösung sucht und zum neuen Anführer des Leverage-Teams wird.

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Das Revival startete 2021 bei Freevee und war so erfolgreich, dass es um eine zweite und später eine dritte Season verlängert wurde. Nachdem Amazon Freevee eingestellt und dessen Inhalte in Prime integriert hat, wurde die finale "Leverage 2.0"-Staffel dieses Jahr direkt bei Prime Video veröffentlicht, mehr als zwei Jahre nach der zweiten Staffel. Zu den Vorzeichen für ein baldiges Serienende zählte die verkürzte Episodenbestellung von nur zehn Folgen für Staffel 3. Wyle musste außerdem aufgrund seiner Verpflichtungen an "The Pitt" in der dritten Staffel deutlich kürzertreten.

In Deutschland suchen "Leverage"-Fans das Revival bei Prime vergeblich. Hierzulande hat RTL die Ausstrahlungsrechte an der Serie. Die ersten beiden Staffeln liefen daher zunächst bei RTL Crime im Pay-TV und später bei Nitro im Free-TV. Streamen kann man sie aktuell bei RTL+. Die dritte Staffel wartet hierzulande immer noch auf ihre Veröffentlichung.

Obwohl die dritte Staffel nicht viele Fragen offen lässt, hatten die beiden Macher der Serie dennoch Hoffnungen und Pläne für eine vierte Season, die sie im Interview mit TV Insider verrieten. Wäre eine weitere Staffel produziert worden, hätten moderne KI-Technologie sowie große Bitcoin- und KI-Fabriken, die das Leben vieler Menschen in kleinen Städtchen schwer machen, eine Rolle darin gespielt. Es waren weitere Gastauftritte für Drew Powell als Jack Hurley aus der Originalserie vorgesehen. Außerdem hätten die Macher gerne Kari Matchett und Mark Sheppard als Maggie und Sterling aus der Originalserie zurückgebracht.

Wie fandet ihr die neuen "Leverage"-Folgen?

Quelle: TVInsider

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