"Deputy": Keine 2. Staffel für die Polizeiserie mit Stephen Dorff

Stephen Dorff in "Deputy" © 2020 FOX Broadcasting Co.

Quelle: TVLine

Neben Ärzteserien gehören Polizei- und Krimiserien zum beliebtesten Genre der Fernsehzuschauer. Das kann man anhand der unzähligen Serienstaffeln von "Chicago P.D.", "Blue Bloods", "CSI" oder "Law & Order" unschwer erkennen. Bei diesen Procedurals können die meisten Zuschauer jederzeit einsteigen, oder mal eine Folge verpassen und sind dennoch in der Lage der Handlung zu folgen, denn neben übergreifenden Handlungsbögen geht es in den meisten Episoden jeweils um einen neuen Fall.

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Doch nicht jede Polizeiserie trifft gleichermaßen den Nerv der Zuschauer und ist für Quotenerfolg vorprogrammiert. FOX' neue Serie "Deputy" hat es beispielsweise nicht geschafft. Diese feierte im Januar mit knapp 4,8 Millionen Zuschauern Premiere, daraufhin sank die Quote jedoch unter 4 Millionen Zuschauer pro Folge. Doch es waren vor allem die Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe 18-49, die "Deputy" zu einer der quotenschwächsten Serien des Senders gemacht haben. Daher wird es nach dem am 26. März ausgestrahlten Staffelfinale nicht weitergehen: FOX hat die Serie nach einer Staffel eingestellt. Insgesamt wurden 13 Episoden produziert.

"Deputy" hätte eigentlich dass große Comeback von Stephen Dorff (Blade) sein sollen, nachdem er in den letzten Jahren größere Rollen bei "Star" und "True Detective" gespielt hat. In seiner neusten Serie verkörpert Dorff Bill Hollister, einen Gesetzeshüter in fünfter Generation mit abgebrühter Cowboy-Attitüde, der nach dem plötzlichen Tod des Sheriffs von Los Angeles County dank einem obskuren, alten Gesetz zu seinem unerwarteten Nachfolger wird bis die Wahl zum nächsten Sheriff abgehalten werden kann. Plötzlich hat er die Verantwortung über 10000 Deputies und muss die Welt der Politik navigieren, in der er sich nicht wohl fühlt. Seine rabiaten, nicht immer ganz regelkonformen Methoden kommen wiederum bei den Politikern nicht gut an.

Neben Dorff spielen Yara Martinez ("Jane the Virgin") und Bex Taylor-Klaus ("Scream") Hauptrollen in der Serie. Eschaffen wurde die Serie von Will Beall, der selbst früher ein LAPD-Detective war. Er schrieb auch das Drehbuch zu Gangster Squad und entwickelte die kurzlebige "Training Day"-Serienadaption. David Ayer, der mit Training Day, End of Watch und Street Kings bereits mehrere Filme über die Polizeiarbeit inszeniert hatte, produzierte die Serie. Kritiken zum Serienstart in den USA waren überwiegend negativ und möglicherweise auch ein Grund für das verhaltene Interesse der Zuschauer.

Hierzulande hat Bezahlsender 13th Street am 1. April mit der Ausstrahlung der Serie begonnen, die den deutschen Zusatztitel "Einsatz Los Angeles" bekommen hat. Entgegen den ursprünglichen Plänen wird mittwochs nun immer nur eine statt zwei Folgen gezeigt, was damit zu tun hat, dass die deutsche Synchro noch nicht für alle Folgen vorliegt, weshalb der Sender versucht, die Ausstrahlung der Staffel auszudehnen, in der Hoffnung, dass Synchronstudios demnächst wieder aufmachen werden. So oder so müssen sich die Zuschauer jedoch darauf einstellen, dass es nach der Staffel vorbei sein wird.

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