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Quelle: The Hollywood Reporter

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Eine der ambitioniertesten neuen Serien des Jahres ist Ende Juli gestartet und auf Anhieb zum Erfolg geworden. Die von Stephen Kings umfangreichem Werk inspirierte Horror-Mysteryserie "Castle Rock" ist bei ihrer Veröffentlichung auf dem Streaming-Dienst Hulu laut den eigenen Angaben des Anbieters zum meistgeschauten Start einer neuen Serie des VOD-Diensts geworden. Seit der letztjährigen Ankündigung, dass J.J. Abrams eine Serie aus Stephen Kings Universum produzieren würde, war der Hype groß. Den ersten positiven Reaktionen nach zu urteilen, hält die Serie, was sie verspricht.

Jetzt hat "Castle Rock" das ultimative Erfolgs-Siegel von Hulu bekommen: den Auftrag für eine zweite Staffel. Allerdings wird diese nicht die erste direkt fortsetzen, sondern gemäß dem Anthologie-Prinzip eine völlig neue Geschichte erzählen. Jedoch ist es aufgrund der zahlreichen Überschneidungen in Stephen Kings Universum möglich, dass Figuren aus der ersten Staffel hin und wieder in der zweiten auftauchen werden. Co-Showrunner Dustin Thomason erklärte das Prinzip:

Jede Staffel wird eine in sich geschlossene Geschichte erzählen: Anfang, Mitte und Ende. Aber ich denke, das ist das, was die Bücher auch tun. Wir wollen die Zuschauer damit überraschen, wie sich die Geschichten überschneiden. So wie manche Charaktere in den Büchern an überraschenden Stellen auftauchen, das ist die Art der Anthologie, die wir gerne erzählen würden. Was an Kings Universum besonders ist, ist, dass einige sehr seltsame Dinge passieren können, wenn es darum geht, wie sich die Geschichten entfalten. Hoffentlich wird es auch solche Überraschungen bei unserer Anthologie geben. Es ist ziemlich entzückend, dass Kathy Bates sowohl Dolores Claiborne als auch Annie Wilkes gespielt hat, wenn man an die Verfilmungen denkt. Aber ich denke, dass es für uns am besten passt, dem Schema treu zu bleiben, das Steve auch in den Büchern anwendet. Es fühlt sich fast an, als sei das Anthologie-Format für uns schon vorbereitet worden.

 

"Catsle Rock" adaptiert keine bestimmten King-Geschichten, sondern lässt sich von der Schreibweise und der Welt des "King of Horror" inspirieren. Während viele Figuren in "Castle Rock" zumindest anfangs Originalschöpfungen zu sein scheinen und nicht in Kings Romanen schon vorkamen, gibt es einige direkte Verweise. So spielt Scott Glenn in der ersten Staffel den ehemaligen Castle-Rock-Sheriff Alan Pangborn, die Hauptfigur aus Kings "In einer kleinen Stadt", und Jane Levy ist als Diane "Jackie" Torrance zu sehen, die Nichte von Jack Torrance aus "Shining". Solche Verknüpfungen sind vermutlich auch in der zweiten Staffel zu erwarten.

Ich bin schon seit der Ankündigung richtig heiß auf die Serie. Die bisherigen Trailer haben meine Neugier nur weiter gesteigert. Leider steht noch nicht fest, wann und wo "Castle Rock" nach Deutschland kommt.