Im August 2026 endete eine Ära: Der US-amerikanische Videospielhersteller Electronic Arts (EA) wurde für die Rekordsumme von 55 Milliarden US-Dollar von einem Investorenkonsortium übernommen. Der saudi-arabische Staatsfonds wurde mit rund 93% der Anteile zum Hauptanteilseigner, unterstützt durch eine Investmentgesellschaft von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Das Unternehmen wurde damit privatisiert und beendete nach 37 Jahren seine Börsennotierung. Um rund 18 Milliarden US-Dollar an Schulden abzubauen, waren drastische Sparmaßnahmen zu erwarten. Jetzt bekommen die Gaming-Fans die ersten Auswirkungen dieses folgenreichen Deals zu spüren: EA kündigte die Schließung des kanadischen Entwicklerstudios BioWare an, das u. a. Franchises wie "Mass Effect", "Dragon Age" und "Baldur’s Gate" entwickelte. Damit gehen drei Jahrzehnte von Videospielgeschichte zu Ende. Insgesamt 400 Stellen streicht EA, darunter 50 bei BioWare.
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— BioWare (@bioware) October 21, 2026
EA erwarb BioWare 2007 und brachte die erfolgreichsten Videospiele des Studios auf den Markt, darunter "Dragon Age: Inquisition". Die Verkaufszahlen der letzten beiden BioWare-Spiele "Anthem" und "Dragon Age: The Veilguard" blieben jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die neuen Besitzer von EA ziehen nun die Konsequenz daraus und machen das Studio dicht. Für "Mass Effect"-Fans, die nach der Enttäuschung durch "Mass Effect: Andromeda" auf eine Rehabilitation der Sci-Fi-Videospielreihe durch einen fünften Teil hofften, bedeutet es leider, dass die Entwicklung des neuen Spiels mit sofortiger Wirkung eingestellt wurde. Seit 2020 war das fünfte "Mass Effect"-Spiel in Arbeit und sollte viele Entwickler der Original-Trilogie zurückbringen. Natürlich bedeutet das Ende von BioWare nicht zwangsläufig, dass es nie wieder ein neues "Mass Effect"-Game geben wird, es ist jedoch ein herber Rückschlag für das Franchise.
Während ein neues Spiel nun ungewiss ist und bestenfalls in weite Ferne rückt, wird die Welt von "Mass Effect" demnächst ein neues Medium erobern: Amazon Prime Video entwickelt eine Serienadaption, die nach den Ereignissen der Reaper-Trilogie spielen soll. Doug Jung (Star Trek Beyond) wurde letztes Jahr als Showrunner der Serie angekündigt. Mit "Mass Effect" wird Prime sein Portfolio an Videospieladaptionen erweitern, zu dem neben "Fallout" bald auch "Tomb Raider"-, "God of War"– und "Wolfenstein"-Serien gehören werden.
Quelle: BioWare X













