Asia-Mission-Star und Kunstturner Kurt Thomas ist tot

Kurt Thomas in Gymkata (1985) © MGM

Quelle: Associated Press

Kurt Thomas, der erste US-Amerikaner, der 1978 den Weltmeistertitel im Kunstturnen holte, ist am Freitag im Alter von 64 infolge eines Hirnschlags gestorben. Am 24. Mai erlitt er einen Riss in einer Schlagader im Hirnstamm, der den Schlaganfall verursachte.

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Seinen ersten großen internationalen Auftritt hatte Thomas 1975 im Rahmen der Panamerikanischen Spiele in Mexiko. Ein Jahr später war er Teil des US-amerikanischen Olympia-Kaders in Montreal. Seine größten Erfolge feierte er 1978 und 1979 bei den Turn-Weltmeisterschaften jeweils in Straßburg und Fort Worth, bei denen er insgesamt sieben Medaillen (dreimal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze) holte. Thomas' Leistungen als Turner waren so bemerkenswert, dass zwei Turn-Elemente nach ihm benannt wurden ("Thomas Flair" und "Thomas Salto").

Kennern des Achtziger-Actionkinos dürfte Thomas aus dem völlig absurden Streifen Asian Mission, besser bekannt unter seinem Originaltitel Gymkata, aus dem Jahr 1985 bekannt sein. Um aus Turnerfolgen der USA und Thomas' Popularität Kapital zu schlagen, wurde er in dem Film als olympischer Turner Jonathan Cabot besetzt, der von einer Geheimorganisation auf eine Mission ins fiktive Land Parmistan geschickt wird, wo er an einem tödlichen Wettbewerb teilnehmen muss. Seine Gegner besiegt er, indem er aus Kunstturnen einen Kampfsport macht. Das ist genauso bizarr, wie es klingt. Das Video unten zeigt eine Schlüsselszene aus dem Film, in der Cabot ganz zufällig ein Pauschenpferd auf einem Dorfplatz findet und mit seiner Hilfe seine Verfolger abwehrt:

Asia Misison war ein Kassenflop und brachte Thomas eine Nominierung für Goldene Himbeere ein, doch gerade aufgrund seiner unfreiwilligen Komik entwickelte sich der Streifen Jahre später zu einem waschechten Kultfilm.

Eine Schauspielkarriere ist für Thomas nach Asia Mission ausgeblieben. Er war danach lediglich in Nebenrollen im TV-Film Circus (1988) und in der spanischen Komödie Slam (2003) zu sehen. Sein Beitrag zum Kunstturnen bleibt jedoch unvergessen.

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