San Andreas Trailer

Quelle: Warner Bros. Pictures

Katastrophenfilme waren einst Garanten für weltweiten Box-Office-Erfolg. Filme wie Deep Impact, Armageddon, The Day After Tomorrow, 2012 und Twister ließen die Kassen klingeln. Gerade die schnell fortschreitende Entwicklung von CGI-Effekten in den 90ern und 2000ern führte zu einer großen Welle von Filmen, in denen Naturgewalten ganze Städte (oder gar Kontinente) dem Erdboden gleich machten. Insbesondere Deutschland Hollywood-Export Roland Emmerich wurde immer wieder mit der Marke "Krawallkino" in Verbindung gebracht, hat er doch Städte (oder die gesamte Erde) in Independence Day, The Day After Tomorrow und 2012 erfolgreich und spektakulär zerstört.

Doch in den letzten Jahren verlor das Katastrophenkino (Gravity als Sonderfall ausgenommen) an Bedeutung. Vielleicht haben sich die Zuschauer bereits an Massenzerstörung sattgesehen und die Anzahl der Möglichkeiten, wie eine Stadt oder ein Kontinent auf der Leinwand spektakulär plattgemacht werden kann, ist auch begrenzt. Außerdem liefern ja schon Filme wie Man of Steel, Marvel’s The Avengers und Michael Bays Transformers-Filme Zerstörungsorgien. Neuere "reine" Katastrophenfilme wie Pompeii oder Storm Hunters haben nicht gerade ein Feuer der Begeisterung entfacht, waren aber vom Maßstab her auch nicht so "groß" angelegt, wie die meisten der eingangs erwähnten Filme.

Vielleicht wird es ja Zeit für einen bombastischen Film, bei dem die USA wieder unter Naturkatastrophen mächtig leiden darf. Das dachte man sich vermutlich bei Warner Bros. und so kommt dieses Jahr am 28.05. San Andreas (sorry, "GTA"-Fans, leider nicht die Verfilmung des Spiels) in die hiesigen Kinos, ein Erdbeben-Blockbuster, der die Leinwände in 3D erobern soll. Als Fels in der Brandung inmitten des Chaos steht Dwayne "The Rock" Johnson, der darin den Rettungspiloten Ray spielt, der gemeinsam mit seiner Ex-Frau Emma (Carla Gugino) von Los Angeles nach San Francisco aufmacht, um deren gemeinsame Tochter Blake ("True Detective"-Sternchen Alexandra Daddario) zu retten, nachdem Kalifornien von einem verheerenden Erdbeben erschüttert wurde.

Zu dem Film wurde jetzt der erste Trailer veröffentlicht und wer (wie ich) auf klassische Katastrophenfilme steht, bekommt hier eine deftige Portion an computergenerierter Zerstörungswut zu sehen:

Ein Kinobesuch sollte sich lohnen, denn diese Bilder sollten auf der Leinwand in 3D toll aussehen. Johnson, Gugino und Daddario werden hier von zahlreichen bekannten Nebendarstellern unterstützt, zu denen Paul Giamatti, Archie Panjabi, Ioan Gruffudd, "Arrow"-Star Colton Haynes und die Pop-Größe Kylie Minogue gehören.

Weniger vielversprechend klingt allerdings der Regisseur des Films. Obwohl die Bilder sicherlich danach aussehen, wurde San Andreas nicht von Roland Emmerich oder Michael Bay inszeniert, sondern von Brad Peyton, dessen einzigen Regiearbeiten bislang die mittelmäßigen bis schlechten Familienfilm-Sequels Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr und Die Reise zur geheimnisvollen Insel (ebenfalls mit Dwayne Johnson) sind. Bei San Andreas bekam er das bislang größte Budget seiner Karriere, um sich ordentlich auszutoben und immerhin sieht man schon im Trailer, wo das Geld hingeflossen ist. Jetzt hoffe ich nur noch, dass seine ersten beiden Filme keine sehr aussagekräftigen Indikatoren über seine Regiefähigkeiten waren. Gerade Dwayne Johnson würde ich einen weiteren Hit sehr gönnen.