Jurassic World Komponist

Quelle: /Film

Obwohl die Dreharbeiten zu Jurassic World, dem dritten Sequel zu Steven Spielbergs Blockbuster-Klassiker Jurassic Park, bereits seit einiger Zeit laufen, gehörte das Projekt bislang zu den geheimnisumwittertsten Sequels der nächsten Zeit. Abgesehen von der Besetzung – zu der u. a. Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, Vincent D’Onofrio und Omar Sy gehören – und dem Gerücht, dass die Handlung wieder auf der Ursprungsinsel Isla Nublar spielen würde, war bis dato nichts, aber auch gar nichts, über den Inhalt bekannt. Bis jetzt.

Regisseur Colin Trevorrow, der mit Jurassic World einen Riesensprung ins Blockbusterkino nach seinem Independent-Film Safety Not Guaranteed schaffte, brach in einem Interview mit /Film endlich das Schweigen und verriet überraschend viele Details zum kommenden Film, der am 11.06.2015 in Deutschland starten wird. Wer also komplett "unvorbelastet" in den Film reingehen will, sollte ab jetzt nicht weiterlesen.

Zunächst stellte er das Setting klar: (aus dem Englischen)

Jurassic World findet in einem komplett funktionierenden Park auf Isla Nublar statt. Der Park bekommt täglich mehr als 20,000 Besucher. Man kommt dort mit einer Fähre von Costa Rica aus an. Es gibt Elemente eines biologischen Reservats, eines Safari-Parks, eines Zoos und eines Freizeitparks. Es gibt ein Luxus-Resort mit Hotels, Restaurants, Nachtleben und einem Golfplatz. Und es gibt Dinosaurier. Echte Dinosaurier. Man kommt näher an sie heran als man es je für möglich gehalten hätte. Es ist die Verwirklichung von John Hammonds Traum und ich denke, dass man dorthin gehen wollen würde.

Trevorrow fügte hinzu, dass die Handlung 22 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films spielt (was auch passt, denn Jurassic World wird auch 22 Jahre nach Jurassic Park in die Kinos kommen). Laut Trevorrow beschäftigt sich das Drehbuch mit zwei Themen: der menschlichen Gier und dem Verhältnis der Menschheit zu moderner Technologie. Er führte aus: (aus dem Englischen)

Unsere Beziehung mit der Technologie wurde so mit unserem alltäglichen Leben verflochten, dass wir nicht mehr die Wunder der Wissenschaft um uns herum wahrnehmen. Wir nehmen vieles als gegeben hin… War wäre wenn sie trotz früherer Katastrophen ein neues biologisches Reservat errichtet hätten, in dem man lebendige Dinosaurier sehen könnte….? Und was wäre wenn die Menschen sich daran bereits gewöhnt hätten? Wir stellen uns dabei einen Teenager vor, der seiner Freundin eine SMS schreibt, während er seinen Rücken dem Schutzglas kehrt, hinter dem wir einen T-Rex sehen. Für uns fängt dieses Bild das Gefühl der Kinogänger bezüglich der Filme selbst ein. "Wir haben die computergenerierten Dinos gesehen. Was habt ihr noch zu bieten?" Nächstes Jahr seht ihr die Antwort darauf.

Trevorrow sprach außerdem ein Internet-Gerücht an, laut dem es "gute" Dinosaurier in dem Film geben würde, die an der Seite der Menschen kämpfen würden: (aus dem Englischen)

So etwas wie "gute" oder "böse" Dinosaurier gibt es nicht. Es gibt Raubtiere und Beute. Der T-Rex in Jurassic Park nahm Menschenleben und er rettete sie. Der Film handelt von unserer Beziehung zu Tieren und davon, wie wir auf die Bedrohung reagieren, die sie für unsere Herrschaft als Spezies auf der Erde darstellen. Wir jagen sie, wir stecken sie in Zookäfige, wir bewundern sie aus der Ferne und wir versuchen, sie zu kontrollieren. Der Charakter von Chris Pratt betreibt Verhaltensforschung bei Raptoren. Sie sind nicht trainiert und können keine Kunststücke vorführen. Er ersucht einfach die Grenzen der Beziehung zwischen diesen hochintelligenten Kreaturen und Menschen zu erforschen.

Außerdem bestätigte Trevorrow eine brandneue Spezies im Film: (aus dem Englischen)

Es wird einen neuen Dinosaurier geben, erschaffen von den Genetikern des Parks. Die Lücken in ihrer DNA-Sequenz werden mit der DNA anderer Spezies aufgefüllt, ähnlich wie die DNA-Sequenzen im ersten Film durch Frosch-DNA aufgefüllt wurden. Diese Kreatur existiert, um den Unternehmensauftrag zu erfüllen. Sie wollen etwas größeres, lauteres und mit mehr Zähnen. Und genau das bekommen sie.

Es ist unschwer zu erraten, dass diese neue Spezies wahrscheinlich die Hauptgefahr im neuen Film darstellen wird, wenn alles, unausweichlich, zur Hölle fährt.

Ich finde Trevorrows Äußerungen und den Ansatz des Films extrem vielversprechend und hoffe, dass wir noch diesen Sommer den ersten Teaser zu sehen bekommen werden.