Könnte Unbreakable 2 als TV-Serie kommen?

Quelle: IGN

Einst als "neuer Steven Spielberg" nach seinen Megahits The Sixth Sense und Signs – Zeichen angepriesen, ist der Stern von M. Night Shyamalan so schnell gesunken, wie er emporgestiegen ist. Waren die Zuschauer noch bereit waren, The Village – Das Dorf oder sogar Das Mädchen aus dem Wasser als ambitionierte Ausrutscher gelten zu lassen, ließ an The Happening und Die Legende von Aang kaum jemand ein gutes Haar und der Name Shyamalan, der einst ein großer Zuschauermagnet war, wurde zu einem Zeichen, dass man sich von dem jeweiligen Film lieber fernhalten sollte. Mit seiner Mysteryserie "Wayward Pines", die kürzlich in den USA auf FOX angelaufen ist, erntete der Filmemacher aber tatsächlich seine ersten überwiegend positiven Rezensionen seit langer Zeit und zeigte, dass nicht sein ganzes Talent über die Jahre verpuffte. Es ist zwar noch ein langer Weg, um das Vertrauen der Zuschauer und der einstigen Fans wieder zu gewinnen, doch es ist ein guter Anfang.

Während The Sixth Sense und Signs zweifelsohne Shyamalans erfolgreichste Filme sind (zusammengerechnet spielten sie weltweit mehr als $1 Milliarde ein), ist es ein anderer Film, auf den die Gespräche mit Shyamalan auch nach 15 Jahren immer wieder kommen und der vielleicht nicht den besten, aber dennoch in gewisser Hinsicht den interessantesten Eintrag in seiner Filmografie darstellt – Unbreakable – Unzerbrechlich. Veröffentlicht etwas über ein Jahr nach The Sixth Sense, konnte dieser Mysterythriller weder bei den Kritikern noch an den Kinokassen an den Erfolg von The Sixth Sense anknüpfen und wurde anfangs auch schnell vergessen, nachdem Shyamalan zwei Jahre später mit Signs wieder einen großen Erfolg landete.

ANZEIGE

Doch über die Jahre fand Shyamalans düstere Superhelden-Vision mit Bruce Willis als ein unverwundbarer Mann, der eine enorme Kraft in sich entdeckt, und Samuel L. Jackson als sein Gegenspieler, immer mehr Fans, die sich gefragt haben, wie die Geschichte wohl weitergegangen wäre. Shyamalan hat sich Unbreakable nämlich als Trilogie vorgestellt, in deren Verlauf Bruce Willis' Figur immer mehr seine  Bestimmung als Superheld akzeptiert hätte. Doch da das Geld alles diktiert und Unbreakable zwar kein Flop, aber auch kein Box-Office-Überflieger war, ist daraus nichts geworden. Deshalb können sich die Fans nunmehr seit 15 Jahren "was wäre wenn"-Ideen von Shyamalan zu den möglichen Fortsetzungen anhören.

Doch was wäre, wenn die Zukunft des Sequels nicht im Kino, sondern im Fernsehen liegen würde? Heutzutage ist die Barriere zwischen den beiden, was Qualität angeht, sowieso kaum noch vorhanden. Was HBO und Netflix auf die Beine stellen, ist mit jeder großen Hollywood-Produktion vergleichbar. Diese Frage wurde Shyamalan kürzlich bei einem Interview gestellt und der Regisseur wäre gar nicht abgeneigt, Unbreakable 2 als Serie umzusetzen. Doch seine Pläne sind noch deutlich ehrgeiziger: (aus dem Englischen)

Könnte man eine sechsteilige "Unbreakable"-Serie auf Netflix oder HBO machen? Ja! Das ist cool. Ich hatte sogar die Idee, die Geschichte über verschiedene Medien zu erzählen. Es beginnt in einer Form, der zweite Teil ist in einer anderen Form oder der dritte in einer anderen. Man würde nie im gleichen Medium bleiben. Zunächst wäre da der Film, dann zum Beispiel eine TV-Serie, was auch immer, dann ein Theaterstück und dann geht es online und endet dort. Es wäre in verschiedenen Medien und würde nie zum ursprünglichen Medium zurückkehren. Es könnte irgendwie cool sein.

Die Idee, die Geschichte über mehrere Medien in Phasen zu erzählen, klingt nach einem coolen, künstlerischen Projekt, doch für gewöhnliche Fans sicherlich kein Optimum. Einer Umsetzung als Serie würde ich hingegen nicht widersprechen, jedoch nur, wenn Bruce Willis und Samuel L. Jackson dafür ebenfalls an Bord gebracht werden können. Ich befürchte jedoch, dass Unbreakable 2 für immer nur ein Wunschtraum bleiben wird.

Im gleichen Interview verteidigte Shyamalan übrigens auch Die Legende von Aang, seine Kinoadaption der Animationsserie "Avatar – Der Herr der Elemente". So habe er, den Film so gemacht, dass er sich an das Kernpublikum der Serie, also junge Kinder, richtete, und entschied sich bewusst dagegen, daraus "einen Blockbuster mit Megan Fox" zu machen. Ich befürchte da hat Shyamalan aber die Fangemeinde von "Avatar" nicht richtig eingeschätzt…

Weitere Film- und Serien-News

Mehr zum Thema

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here