Kein Land ist so berühmt berüchtigt für seine tödliche Tierwelt wie Australien. Haie, Schlangen, Oktopusse, Krokodile, Quallen, Spinnen, Dingos, Kängurus und sogar eine Vogelart haben in Down Under bereits Menschen getötet. Es scheint, als würde von allem, was in Australien kreucht und fleucht, Gefahr ausgehen. Es ist daher kein Wunder, dass Australien neben den USA der größte Lieferant von Tierhorrorfilmen ist, denn an Inspiration mangelt es ja nicht.
Dem australischen Filmemacher Andrew Traucki haben es Geschichten von tödlichen Tierangriffen besonders angetan, sodass nahezu alle seine Filme in dieses Subgenre fallen. Sein Regiedebüt feierte er 2007 mit dem packenden Krokodil-Horror Black Water. Drei Jahre später legte er mit The Reef einen Haithriller nach. Beide Filme liefen hierzulande beim Fantasy Filmfest. Sein dritter Film, The Jungle, hatte einen übernatürlichen Einschlag und handelte von einem indonesischen Walddämon, doch mit Black Water: Abyss und The Reef: Stalked kehrte er thematisch zu den ersten beiden Hits seiner Karriere zurück.
Seinem Lieblingsgenre bleibt Traucki auch mit seinem nächsten Projekt treu, das potenziellen Käufern beim European Film Market (EFM) in Berlin vorgestellt wurde. In ULU verlässt Traucki Australien. Der Film spielt tief in den selten gefilmten Flusssystemen und Regenwäldern Borneos und folgt einer Gruppe von Außenstehenden und Einheimischen, die in ein abgelegenes Flussgebiet gelockt werden, wo eine Reihe gewalttätiger Vorfälle offenbart, dass ein riesiges, äußerst territoriales Krokodil – von dem lange Zeit angenommen wurde, dass es nur in Legenden existiert – in tödliche Nähe zu den Menschen getrieben wurde. Der Film ist von wahren Begebenheiten inspiriert. Mein Interesse hat das Projekt jetzt schon, denn es kann aus meiner Sicht nie genug hochwertig produzierte ernste Tierhorrorfilme geben.
Quelle: Deadline












