Spawn-Film stagniert wieder, Todd McFarlane droht auszusteigen

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Quelle: Comicbook

Er schien bereits so nah zu sein, doch jetzt hat der neue Spawn-Film wieder Probleme.

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Todd McFarlane, der Schöpfer des finsteren Antihelden, war mit der ersten filmischen Umsetzung von 1997, in der Michael Jai White die Titelrolle spielte, unzufrieden. Also nahm er die neue Verfilmung kurzerhand in eigene Hände. Bereits vor zehn Jahren kündigte McFarlane erstmals an, selbst einen Spawn-Film zu schreiben. Vor etwa zwei Jahren war das Skript dann fertig und mit Jason Blums Produktionsfirma Blumhouse fand er auch die passenden Partner, um den Film zu produzieren. McFarlane hat auch beschlossen, die Inszenierung des Films selbst zu übernehmen, obwohl er noch nie zuvor Regie geführt hat.

Seine Pläne sind ambitioniert, aber auch umsetzbar. Sein Spawn-Film soll nur $10 Mio kosten, nur ein Viertel des Budgets vom ersten Film (und das vor über 20 Jahren!). Das passt zu den üblichen Blumhouse-Budgets. Bei den großen Marvel-Filmen heutzutage würde die Summe vielleicht gerade einmal für das Catering ausreichen. Außerdem soll Spawn in seinem Film eine Nebenfigur sein, kein Wort sprechen und nur in Schlüsselsituationen eingreifen. Er verglich ihn mit dem Hai aus Spielbergs Der weiße Hai, dessen Präsenz immer zu spüren war, er aber wenig Screentime hatte. McFarlane betonte, sein Film sei kein Superheldenfilm, sondern ein sehr brutaler und düsterer übernatürlicher Thriller. Ein R-Rating hat er garantiert. Die Hauptfigur sollte der Polizeiermittler Maximilian "Twitch" Williams sein, dessen Wege sich mit denen von Spawn gelegentlich kreuzen.

Trotz des niedrigen Budgets hat McFarlane für die Hauptrollen zwei große Stars gesichert. Jamie Foxx übernimmt die Rolle des Spawn selbst. Der Oscarpreisträger bewarb sich schon seit 2013 voller Inbrunst um den Part. Twitch wird von Jeremy Renner gespielt. Laut MacFarlane verzichten beide auf ihre üblichen Gagen, damit der Film gestemmt werden kann. Zusammengefasst: Das Drehbuch ist fertig, die Produktionsfirma steht und die Darsteller sind an Bord. Klingt doch erst einmal ganz gut. Die Dreharbeiten sollten eigentlich bereits nächsten Monat beginnen, doch es gibt wohl noch ein "klitzekleines" Problem. Nicht alle Beteiligten haben McFarlanes Drehbuch abgesegnet.

McFarlane erklärt: (aus dem Englischen)

Das Geld wartet an der Seitenlinie. Was ich brauche, ist, dass jeder, der das Geld bereitstellt, das gleiche Drehbuch absegnet. Wie man sich vorstellen kann, hat jeder eine etwas unterschiedliche Vision davon im Kopf. Man muss einfach eine Handvoll Leute zufriedenstellen und zugleich keine Kompromisse bei dem eingehen, was ich selbst machen will. Denn wenn ich es zu sehr abändern muss, werde ich einfach weggehen.

Das ist natürlich sehr ernüchternd, klingt aber auch genau nach den Erfahrungen, die viele neue Filmemacher in Hollywood machen. McFarlane ist ein sehr erfahrener Comicautor, doch im Filmgeschäft wird er wohl noch einiges lernen müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass nicht alle Investoren darüber glücklich waren, dass in einem Film mit dem Titel Spawn, Spawn selbst nicht sehr häufig vorkommt.

Es steht auch noch nicht fest, welches Studio den Film in die Kinos bringen würde. Universal Pictures hat einen First-Look-Deal mit Blumhouse. Das heißt, sie haben immer das Vorrecht auf deren Projekte. Sollte Universal aber verzichten, darf Blumhouse die Filme anderen Studios anbieten. McFarlane erklärt, wie der Prozess ablaufen würde:

So würde es laufen. Sagen wir mal, wir haben drei Studios. Nehmen wir einfach drei. Also haben wir Sony. Ich denke mir das gerade alles aus. Sony, Universal, Paramount, die drei, die Marvel und DC nicht haben. Sie sollten hoffentlich interessierter sein. Auch wenn alle drei gleichzeitig Interesse zeigen, werden unsere Fragen sein: "Welche Marketingkampagne werdet ihr machen? Und Nummer zwei: "Welche zeitlichen Slots habt ihr?" Stimmt’s? Ein Studio könnte sagen: "Hey, ich habe diese Kampagne und diesen Zeitraum. Ich denke, es wäre besser, aber ihr müsst drei, vier, fünf Monate warten, bis wir eine Zeitlücke haben, die für uns passt." Und ein anderes Studio könnte sagen: "Hey, wir können das schneller machen, aber wir werden vielleicht nicht so viel ins Marketing investieren." Wir müssen diese Variablen gegeneinander abwägen und dann entscheiden: "Was ergibt am meisten Sinn für den Erfolg des Projekts als Ganzes?"

Drücken wir ihm mal die Daumen, dass er sich letztlich durchsetzen kann. Es wäre jedenfalls sehr interessant zu sehen, wie eine Comicverfilmung aussieht, die der Schöpfer der Vorlage selbst inszeniert.

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