"Shooter": Actionserie nach drei Staffeln abgesetzt, neuer Sender wird gesucht

Ryan Phillippe in "Shooter" © 2017 USA Network/Paramount Television

Quelle: Deadline

Als Mark Wahlberg die Hauptrolle im Actionstreifen Shooter, basierend auf Stephen Hunters Romanreihe über den außerordentlich guten Armee-Scharfschützen Bobby Lee Swagger übernahm, sollte das eigentlich der Auftakt von einem eigenen Franchise für Wahlberg werden. Der Schauspieler hatte zu dem Zeitpunkt eine Erfolgssträhne und wurde erst kurz zuvor für seinen Auftritt in Departed – Unter Feinden für einen Oscar nominiert. Doch obwohl Shooter unter Actionfans sehr gut ankam, schnitt Antoine Fuquas Film 2007 nur mäßig an den Kinokassen ab. Jegliche Sequel-Gespräche kühlten daraufhin ab.

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Neun Jahre später bekam Wahlberg erneut die Gelegenheit, Bobby Lee Swagger zum Leben zu erwecken, allerdings diesmal in der Produzentenrolle. Gemeinsam mit Paramount Television produzierte er eine Serienadaption von Hunters Romanen, ebenfalls "Shooter" genannt, in der Ryan Phillippe (Eiskalte Engel) die Rolle des Scharfschützen übernahm. Im Gegensatz zum Kinofilm fand die Serie auf Anhieb ihr Publikum und wurde fortgesetzt. Doch der Erfolg dauerte nicht lange, denn jetzt ist es Aus für die Serie. Noch während der aktuell laufenden Ausstrahlung der dritten Staffel, die lose auf dem Roman "Nachtsicht" (OT: "Black Light") von Hunter beruht, hat der Sender USA Network bekanntgegeben, dass er keine vierte Staffel von "Shooter" bestellen wird. Grund dafür dürften die sinkenden Einschaltquoten gewesen sein. Keine einzige Folge der dritten Season erreichte eine Million Zuschauer in den USA. Nach der kürzlich erfolgten Absetzung von "Colony" durch USA, wurde "Shooter" zur quotenschwächsten noch aktiven Serie des Senders.

Die Serie hatte von Anfang an und in jeder Staffel mit Problemen zu kämpfen. Nach dem Scharfschützen-Attentat auf Polizisten in Dallas im Juli 2016 wurde die Premiere der Serie zunächst um eine Woche nach hinten verschoben. Als dann im gleichen Monat drei Polizisten in Baton Rouge erschossen worden sind, hat der Sender den Serienstart in den November verschoben. Während der Dreharbeiten zur zweiten Staffel brach sich Ryan Phillippe abseits des Sets das Bein, sodass die Staffel zwangsweise nach acht anstatt der geplanten zehn Episoden beendet werden musste und kein richtiges Finale hatte. Dafür wurde immerhin die Episodenzahl der dritten Staffel von 10 auf 13 aufgestockt, doch der Schaden war bereits verursacht. Die Zuschauer verloren während der Wartezeit offenbar das Interesse.

Dennoch hofft Paramount Television, einen neuen Heimatsender für "Shooter" zu finden, und sucht nach einem Abnehmer für Staffel 4. Es soll Gespräche mit dem Schwesternsender Paramount Network gegeben haben, doch angeblich stagnierten sie. Angesichts der Zuschauerzahlen der Serie und der Tatsache, dass sie keine leidenschaftliche Fangemeinde wie "Lucifer" oder "The Expanse" hat, rechne ich ihr keine hohen Chancen ein, eine neue Heimat zu finden.

In Deutschland zeigt Sky 1 aktuell die aktuellen Folgen der dritten Staffel nur wenige Tage nach ihrer Erstausstrahlung in den USA.

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