Maleficent 2 Autor

© Walt Disney Pictures

Quelle: The Tracking Board

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Walt Disney Pictures ist aktuell das uneinholbar erfolgreichste Filmstudio der Welt und hat dies im Prinzip vier Standbeinen zu verdanken, die jährlich Milliarden einbringen: Marvel-Adaptionen, Star Wars, Animationsfilmen von Pixar und aus der eigenen Schmiede und Realverfilmungen von eigenen Zeichentrickklassikern. Letztere hat Disney erst vor einigen Jahren für sich entdeckt und verarbeitet aktuell gefühlt das gesamte Katalog der früheren Zeichentrickhits zu Realfilmen.

Eine etwas abgewandelte Version anstatt einer 1:1-Adaption war immerhin Maleficent aus dem Jahr 2014, in dem die böse Hexe aus Dornröschen reingewaschen wurde. Denn eigentlich war sie ja gar nicht so böse, sondern ihr wurde nur übel mitgespielt, wofür sie sich rächte. Perfekt besetzt mit Angelina Jolie, unterschied sich das Realmärchen jedoch kaum von den andren Adaptionen und konnte mich nicht so recht begeistert.

Millionen von Kinogängern jedoch schon, denn Maleficent spielte weltweit mehr als $750 Mio ein und wurde zum größten Hit von Jolies Karriere. Kein Wunder, dass Disney sofort an einer Fortsetzung interessiert war. Um diese war schon lange ruhig, doch vergessen hat das Studio den Film nicht. Auch lässt es sich nicht vom kommerziell gefloppten Sequel zu Alice im Wunderland abschrecken. Maleficent 2 hat jetzt einen neuen Autor. Jez Butterworth, der u. a. am Drehbuch zum letzten Bond-Film Spectre mitgeschrieben hat, ersetzt Linda Woolverton, die Autorin des ersten Films, die ursprünglich auch das Sequel schreiben sollte. Ob Robert Stromberg als Regisseur zurückkehren soll, ist unklar, doch natürlich wird Jolie wieder die Rolle der dunklen Fee verkörpern. Butterworth hat bei Filmen über Disneys Schurkinne bereits Fingerübung. Er verfasste auch das Drehbuch zu Cruella, in dem Oscargewinnerin Emma Stone die Böse aus 101 Dalmatiner spielen wird. Ob sie sich dann auch noch als gut herausstellen wird?

Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Geschichte Maleficent 2 erzählen soll. Der größte Reiz des ersten Films bestand darin, dass er von einer von Disneys bekanntesten Schurkinnen handelte und die bislang bekannte Geschichte auf den Kopf stellte. Doch jetzt wissen wir ja, dass Maleficent eigentlich ganz lieb ist…