Im Trailer zum Horrorfilm Lullaby beschwört ein Schlaflied eine Dämonin herauf

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Quelle: Vertical Entertainment

Mutterschaft kann der Horror sein, insbesondere in den ersten Lebensjahren des Kindes, in der man (nicht nur) gefühlt keine freie Minute hat, die man nicht damit verbringt, die zahlreichen Bedürfnisse des Kleinkindes zu befriedigen und es vor zahlreichen Gefahren zu bewahren. Dass junge, frischgewordene Mütter und ihre Babys häufig im Mittelpunkt von Horrorfilmen stehen, ist daher kein Zufall. Sie bieten die perfekte Projektionsfläche für Ängste und Sorgen und haben darüber hinaus ein breites Publikum, das sich in die leidgeplagten Mütter mit starkem Beschützerinstinkt aufgrund eigener Erfahrungen gut hineinversetzen können.

Der neuste Beitrag zum Mutter-Baby-Horrorkino heißt Lullaby und kommt vom Regisseur von Genrefilmen Annabelle und Wish Upon, John R. Leonetti. In seinem Film spielt Oona Chaplin („Game of Thrones“) die junge Mutter Rachel, die ihrem Baby ein Wiegenlied vorsingt, das sie in einem uralten Buch gefunden hat. Offenbar hat sie noch nicht viele Horrorfilme gesehen und weiß nicht, dass man bei geheimnisvollen Texten aus alten Büchern größte Vorsicht walten lassen sollte. Denn nachdem das Schlaflied anfangs bei der Beruhigung des kleinen Eli Wunder wirkt, verwandelt sich Rachels Welt in einen Albtraum, als das Lied die Dämonin Lilith herbeiruft, die es auf ihr Baby abgesehen hat.

Das Drehbuch, dass von Alex Greenfield und Ben Powell (Killer Beach) geschrieben wurde, bezieht sich auf eine etymologische Erklärung des englischen Wortes für Schlaflied, lullaby, das sich angeblich vom hebräischen „Lilith-Abi“ abgeleitet ist, das sich mit „Lilith, fort mit dir!“ übersetzen lässt.

Lullaby wurde am 16. Dezember in den USA in ausgewählten Kinos und über Video-On-Demand veröffentlicht. Den Trailer, einen Filmausschnitt und das Filmplakat könnt Ihr unten sehen. Einen deutschen Releasetermin gibt es noch nicht.

Lullaby Trailer & Poster Ich mag Oona Chaplin und besonders mag ich Horrorfilme mit Folklore-Hintergrund, doch bei John R. Leonetti habe ich jeden Grund, skeptisch zu sein. Ich habe fünf seiner sechs Filme (Mortal Kombat 2 – Annihilation, Annabelle, Wish Upon, The Silence, Butterfly Effect 2) gesehen und keinen davon würde ich auch nur annähernd als passabel oder gar gut bezeichnen.

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