Oscarpreisträger Nicolas Cage ist nicht gerade für seine zurückhaltenden Performances bekannt, doch im Horrorfilm Longlegs hat er sich vorletztes Jahr selbst übertroffen. Obwohl er weniger als 20 Minuten Screentime in dem Film hat, brennt sich seine exzentrische Performance als dämonischer Puppenmacher und Serienkiller von seinem allerersten Auftritt bis zu seinem denkwürdigen Abgang ins Gedächtnis ein wie kaum eine andere Rolle aus seiner langen Karriere.
Dank einer cleveren, unheimlichen Marketingkampagne wurde Longlegs 2024 zu einem Überraschungshit an den Kinokassen und spielte weltweit mehr als das Zwölffache seines 10-Millionen-Dollar-Budgets ein. Longlegs war ein Triumph für alle Beteiligten. It-Follows– und The-Guest-Darstellerin Maika Monroe zementierte als junge FBI-Agentin auf der Spur von Cages Serienkiller ihr Image als eine der besten Horror Queens ihrer Generation, Regisseur Osgood Perkins gelang dank Longlegs der Durchbruch in den Horror-Mainstream, und für Cage wurde der Erfolg des Films zum vorläufigen Höhepunkt eines Karriere-Comebacks, das vor einigen Jahren nach einer langen Reihe austauschbarer Direct-to-DVD-Gurken mit Filmen wie Mandy und Pig begann.
Obwohl Longlegs in einigen Rezensionen als Das Schweigen der Lämmer oder Sieben für eine neue Generation angepriesen wurde, ist er mit den beiden Genreklassikern nur bedingt vergleichbar und schlägt im letzten Drittel einen unerwarteten Richtungswechsel ein, der einige Zuschauer vor den Kopf stößt, aber in dieselbe Kerbe schlägt wie die früheren Werke des Regisseurs.
Bislang war Longlegs hierzulande nur bei MagentaTV im Streaming-Abo abrufbar. Am 8. Februar wird ihn auch Netflix ins Programm aufnehmen, sodass ein deutlich breiteres Publikum in den Genuss des Katz-und-Maus-Spiels zwischen Nicolas Cage und Maika Monroe kommen kann.
Hier der deutsche Trailer zu Longlegs:
Quelle: Netflix Deutschland












