James Van Der Beek, der als Dawson Leery zum Teenie-Idol wurde, ist gestern im Alter von 48 an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben. Er hinterlässt eine Ehefrau und sechs Kinder. Van Der Beek wurde im Sommer 2023 mit Darmkrebs diagnostiziert, machte seine Erkrankung jedoch erst im November 2024 öffentlich. Im letzten Jahr seines Lebens war der Schauspieler von der Krankheit äußerlich stark gezeichnet, stand jedoch bis zu seinem Tod regelmäßig vor der Kamera. So wird er dieses Jahr noch in einer wiederkehrenden Rolle als Bürgermeisterkandidat Dean Wilson in der Natürlich-blond-Prequelserie "Elle" bei Prime Video zu sehen sein, ebenso wie im Thriller The Gates neben Mason Gooding. Die horrenden Kosten seiner Behandlung zehrten Van Der Beeks Rücklagen auf und zwangen ihn dazu, Erinnerungsstücke aus "Dawson’s Creek" und Varsity Blues zu versteigern. Nach seinem Tod wurde ein Spendenaufruf für seine Familie auf der Plattform GoFundMe gestartet. Mehr als 2,6 Millionen US-Dollar wurden bereits angesammelt.
Van Der Beeks Schauspielkarriere begann als Teenager im Theater. Nach einigen kleinen Serien- und Filmrollen bewarb sich Van Der Beek Anfang 1997 für drei TV-Piloten, darunter "Dawson’s Creek". Er ergatterte die Titelrolle in der Serie des Scream-Autors Kevin Williamson, der darin seine eigenen Erlebnisse als Jugendlicher aus einer Kleinstadt mit großen Hollywood-Träumen verarbeitete. Dank einer einfühlsamen und authentischen Darstellung seiner Figuren und ihrer Beziehungen wurde "Dawson’s Creek" zu einer der einflussreichsten Teenie-Serien aller Zeiten und ihre Charaktere wurden Identifikationsfiguren einer ganzen Generation. Die Rolle des Dawson Leery begleitete Van Der Beek noch lange nach dem Ende der Serie 2003 und er nahm sie und sein mit ihr untrennbar verknüpftes Image immer wieder gerne aufs Korn, darunter in Scary Movie, Jay und Silent Bob schlagen zurück (OT: Jay and Silent Bob Strike Back) und in der Serie "Apartment 23" (OT: "Don’t Trust the B—- in Apartment 23").
Auf dem Höhepunkt des "Dawson’s Creek"-Erfolgs spielte Van Der Beek seine erste Film-Hauptrolle im Football-Drama Varsity Blues, das 1999 zwei Wochen lang die Spitze der US-amerikanischen Charts belegte und bis heute als Van Der Beeks bekanntester Film gilt. Gegen sein Dawson-Image kämpfte Van Der Beek, noch während die Serie lief, in Roger Avarys Bret-Easton-Ellis-Verfilmung Die Regeln des Spiels (OT: The Rules of Attraction) an. In dem Film verkörperte er Sean Bateman, den Bruder des Serienkillers Patrick Bateman aus Ellis' "American Psycho". Der Film floppte, erlangte aber schnell Kultstatus und ist mein persönlicher Favorit in Van Der Beeks Filmografie.
Nach dem Ende von "Dawson’s Creek" absolvierte Van Der Beek denkwürdige Auftritte in Serienhits wie "Criminal Minds" (als Serienkiller!), "One Tree Hill" und "How I Met Your Mother". Seine erste Serien-Hauptrolle nach "Dawson’s Creek" übernahm er erst 2012 in "Apartment 23" und spielte eine fiktive Version von sich selbst. Leider wurde die unterschätzte Comedyserie mit Krysten Ritter nach nur zwei Staffeln eingestellt. Auch Van Der Beeks Serien "Friends with Better Lives" und "CSI: Cyber" hielten nicht länger durch und wurden nach jeweils einer bzw. zwei Staffeln abgesetzt. Van Der Beek spielte auch eine der Hauptrollen in der ersten Staffel von Ryan Murphys preisgekrönter Serie "Pose", kehrte aber in den nachfolgenden beiden Staffeln nicht zurück.
Zuletzt spielte Van Der Beek eine Nebenrolle in der Young-Adult-Romanverfilmung The Bad Boy and Me (OT: Sidelined: The QB and Me) und deren Sequel und war in der Amazon-Prime-Serie "Überkompensation" (OT: "Overcompensating") zu sehen.
Quelle: James Van Der Beek Instagram












