Hugh Keays Byrne tot

Hugh Keays-Byrne in Mad Max: Fury Road © 2015 Warner Bros. Pictures

Quelle: Brian Trenchard-Smith Facebook

Hugh Keays-Byrne, der englisch-australische Schauspieler, der die Ehre hatte, gleich in zwei Mad-Max-Filmen von George Miller unterschiedliche zentrale Bösewichte zu verkörpern, ist am 1. Dezember in einem Krankenhaus gestorben. Das gab Regisseur Brian Trenchard-Smith bekannt, der 1975 den Martial-Arts-Streifen Der Mann von Hongkong (OT: The Dragon Flies) mit Keays-Byrne gedreht hat, über Facebook bekannt. Er war 73 Jahre alt. Die Todesursache wurde bislang nicht enthüllt.

Keays-Byrne wurde 1947 in Srinagar, Indien als Sohn britischer Eltern geboren. Als er noch ein Kind war, zog seine Familie nach Großbritannien zurück. Dort begann seine Karriere als Theaterdarsteller bei der Shakespeare Royal Company. Mit dieser ging er 1973 in Australien auf Tour und ist danach dort geblieben. Nicht lange nach Der Mann von Hongkong besetzte George Miller Keays-Byrne als Toecutter im ersten Mad Max, einen psychopathischen Anführer einer Bikergang.

Mehr als 30 Jahre später bot Miller dem Schauspieler die Rolle des Hauptbösewichts Immortan Joe in Mad Max: Fury Road an. Zwar verbrachte er den gesamten Film hinter einer Maske, dennoch machten sein intensives Augen- und imposantes Körperspiel die Figur zu einem auf Anhieb ikonischen Schurken.

Eine seiner bekanntesten Rollen außerhalb der Mad-Max-Filme spielte Keays-Byrne als Grunchlk in der Weltraumserie "Farscape". Ende der Neunziger war er außerdem in dem Miniserien "Moby Dick" und "Reise zum Mittelpunkt der Erde" zu sehen.

Mad Max: Fury Road wurde zu Keays-Byrnes finaler Rolle – und was für ein Abgang! Nicht jedem Schauspieler ist es vergönnt, seine Karriere mit einer sehr einprägsamen Rolle in einem zehnfach oscarnominierten modernen Meisterwerk abzuschließen. Möge er auf ewig fahren in Glanz und Chrom, und durch die Tore von Walhalla reiten.