Emma Watson erklärt ihre längere Schauspielpause: "Ich fühlte mich gefangen"

Emma Watson in Little Women © 2019 Sony Pictures

Quelle: Financial Times

Was ist eigentlich aus Emma Watson geworden? Nach dem Ende der Harry-Potter-Reihe standen er Hermine-Darstellerin alle Türen in Hollywood offen. Tatsächlich schien sie von dem Haupt-Trio die vielversprechendste Karriere vor sich zu haben. Nach ihrem Auftritt im Coming-of-Age-Kultfilm Vielleicht lieber morgen arbeitete sie mit renommierten Regisseuren wie Sofia Coppola (The Bling Ring) und Darren Aronofsky (Noah) zusammen und übernahm als Belle die Hauptrolle in Disneys Realverfilmung von Die Schöne und das Biest, die fast $1,3 Milliarden weltweit eingespielt hat. Ihr letzter Film, Greta Gerwigs Literaturverfilmung Little Women, war nicht nur ein Kassenhit, sondern ergatterte auch sechs Oscarnominierungen, darunter als bester Film. Watson sprang darin kurzfristig für die ursprünglich besetzte Emma Stone ein, die aus wegen Terminkonflikten aussteigen musste.

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Ende der 2010er war Watson auf bestem Wege zu den gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods. Doch trotz dieser zahlreichen post-Harry-Potter-Triumphe wurde es nach Little Women sehr ruhig um sie. Seit 2019 war sie in keinem Film mehr zu sehen und es sind aktuell auch keine neuen Projekte mit ihr in Aussicht. Seit viereinhalb Jahren stand sie nicht mehr vor der Kamera an einem Filmset. Vorletztes Jahr schwirrten sogar Gerüchte um ihren frühen Ruhestand als Schauspielerin herum, die jedoch von Watsons Pressesprechern schnell als "Clickbait" zurückgewiesen wurden.

Doch was ist eigentlich der Grund für Watsons lange Schauspielpause? In einem Interview mit Financial Times enthüllte sie nun, dass sie vor ihrer Auszeit mit dem Verlauf ihrer Karriere nicht besonders glücklich gewesen sei und erklärte, dass mangelnde Einflussnahme und Mitgestaltung bei ihren Filmen Gründe dafür gewesen seien: (aus dem Englischen)

Ich fühlte mich etwas gefangen. Was mir wirklich schwer fiel, war, dass ich etwas verkaufen musste, worüber ich kaum Kontrolle hatte. Das Gesicht eines Films zu sein und jeden Journalisten sagen hören: "Wie passt das zu deinen eigenen Ansichten?" Es war sehr schwer, das Gesicht und die Sprecherin von Dingen zu sein, an deren Entstehung ich nicht unmittelbar beteiligt war.

Ich wurde in gewisser Hinsicht zur Verantwortung gezogen, die ich wirklich frustrierend fand, weil ich keine Stimme und kein Mitsprachererecht hatte. Mir wurde klar, dass ich nur Dinge vertreten wollte, bei denen, wenn ich jemand kritisiert hätte, ich darauf auf eine Weise antworten könnte, ohne mich selbst dafür zu hassen: "Ja, ich habe es vermasselt, es war meine Entscheidung, ich hätte es besser machen können."

Möglicherweise meint Watson damit Kritikerflops wie Regression oder The Circle. Doch wird sie zur Schauspielerei zurückkehren? Watson dazu:

Ja, absolut. Aber ich bin auch zufrieden damit, das nächste richtige Projekt abzuwarten. Ich liebe meine Arbeit. Es geht mir mehr darum, einen Weg zu finden, wie ich sie ausüben kann, ohne mich in unterschiedliche Gesichter und Menschen aufsplitten zu müssen. Ich möchte nicht mehr im Roboter-Modus arbeiten. Ergibt das Sinn?

Ich vermute, dass die beste Lösung für sie in dem Fall wäre, eine eigene Produktionsfirma zu gründen, wie beispielsweise Margot Robbie, oder auch ins Regie- und Autorenfach zu wechseln, in dem sie ihre Projekte besser mitgestalten kann.

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